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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: So 30. Jun 2013, 19:38 
Wächter Gondors
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Am nächsten Tag erwartete sie Ernüchterung. Spuren zu finden war wegen des dauernden Schneefalls ja ausgeschlossen, deswegen befragten sie die Bewohner der Ansiedlung. Sie versuchten es zumindest. Arvaethil war völlig fassungslos, nachdem sie zweimal versucht hatte, Leute anzusprechen. „Die haben einfach immer weiter gesprochen! Haben mich gar nicht beachtet“, sagte sie. Saellith war mit dem nächsten Versuch dran.

„Äh... Guten Tag“, sprach sie einen alten Lossoth an, der am Feuer saß. Sie wusste nicht, ob er Westron verstand. Der Mann kicherte und sagte, dies müsse sich erst noch erweisen. Arri war froh, dass sie einen Gesprächspartner gefunden hatten, aber sie mochte die Blicke des zahnlosen Alten auf Saellith nicht.

Der Mann hatte einen Trupp Reiter gesehen, die das Dorf passiert hatten. Da wäre jemand seltsames dabei gewesen, erzählte er grinsend, ein Fremder mit hellem Haar und heller Haut und so ganz feinen Knochen. Arvaethil fragte rasch: „Ein Mann?“ Der Alte schaute sie böse an und sagte, ja natürlich sei dies ein Mann gewesen, er habe so im Sattel gesessen, als wäre er darin geboren. Wohin sie geritten seien? Nach Norden natürlich! Der Alte lachte. Wohin denn sonst, ansonsten konnte man doch schließlich von hier aus nur zurück nach Süden.

Danach packten sie eilig das Zelt zusammen und ritten weiter. Nach Norden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: So 30. Jun 2013, 20:09 
Wächter Gondors
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Sie ritten durch die Eiswüste und packten sich so warm ein, wie sie konnten. „Für Pferde ist diese Gegend nicht gemacht“, sagte Saellith, als sie vorsichtig einen Eishang hinunter glitten. Arvaethil konnte ihr nur recht geben. An einer Stelle steckte ein großer Stab mit einem Schädel im Eis. „Totems“, murmelte Arri. Saellith schüttelte sich. Einige Meilen weiter trafen sie auf Gauredain, die sie in einen Kampf verwickelten. „Als hätte sie auf uns gewartet...“, sagte Arvaethil. „ So langsam glaube ich das wirklich“, entgegnete Saellith.

An einer Gabelung hielten sie unschlüssig an. Welchem Weg sollten sie folgen? Die Frage war schnell beantwortet, als Arri einen weißen Lederhandschuh mit einem eingestickten L fand: „Der gehört Lothlinn“, murmelte sie. Saellith und sie ritten in diese Richtung weiter.

Als das Licht verschwand, beschlossen sie, ihr Zelt in einer Ecke aus Felsen aufzubauen, vor dem Wind geschützt. „Wir brauchen Feuer. Irgendwie“, sagte Saellith. Arri ging los, um einige dürre Äste von einem Gestrüpp in der Nähe abzuschneiden.

Saellith steckte die Spieße in das Eis und legte die Decken darüber. Ein Geräusch ließ sie zusammenfahren. Es klang wie Eisen. Eisen auf Eisen. Dann hörte sie Arvaethil schreien: „Mörder! Du wirst sie nicht auch noch töten!" Sie griff nach ihren Waffen und rannte in die Richtung. Im Schneegestöber sah sie Arri mit einem Mann kämpfen, ein anderer lag bewegungslos neben ihr. Ein dritter stand da, mit verschränkten Armen, die Halfter von drei Pferden locker in der Hand. Sein roter Umhang flatterte im kalten Wind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: So 30. Jun 2013, 20:11 
Wächter Gondors
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Als er Saellith nahen sah, sprang Lannathron auf eines der Pferde und riss die anderen mit sich. Zu Saelliths Entsetzen preschte er dann auf Mornur und Fea zu, griff auch deren Zaumzeug, und galoppierte davon. Saellith rannte auf Arri zu und griff den Mann, mit dem sie kämpfte von hinten an. Der in eine Robe gehüllte Fremde geriet in Bedrängnis und fiel, als Arri ihr Schwert auf seinen Schädel herabfallen ließ.

Arvaethil brüllte. „Verdammt!“ Dann schluchzte sie auf. „Die Pferde...“ Saellith fluchte. „Ist doch egal. Hat er dich erwischt?“ „Nur eine Schramme“, knurrte Arri. Sie stand zitternd da und deutete auf einen Schnitt auf der Wange. „Verdammt, verdammt, verdammt!“ „Hör auf zu reden“, sagte Sally leise. „Tut das weh?“ Arvaethil trat gegen den leblosen Körper neben sich. „Nein! Es tut nicht weh!“ Dann wurde sie ruhiger und sah Sally an. „Was ist mit dir?“ „Ich war zu langsam, entschuldige“, murmelte die. „Zu langsam? Was haben sie dir getan?“, fragte Arri hastig. „Was? Nichts. Ich war nur nicht schnell genug hier...“, sagte Saellith, fluchte und schleuderte ihren Wurfspieß fort.

„Wir können nicht hier bleiben“, sagte Arvaethil irgendwann. „Nein, wir laufen lieber bis wir vor Erschöpfung umfallen“, antwortete Saellith. Sie durchsuchte aber zunächst noch die beiden Toten und fand einen Brief und ein Messer mit seltsamen Schriftzeichen, die ihnen beiden bekannt vorkamen. „Erst weg hier“, sagte Arri mit einem Blick auf den Brief. „Was machen wir jetzt? Wir können doch nicht zu Fuß...“, murmelte Sally. „Wir können auch nichts anderes“, antwortete Arri leise und rieb sich Blut aus dem Gesicht.

Stumm und frierend gingen sie durch den Schnee. Und fanden eine Ansiedlung, und vor allem: ein Feuer. Arvaethil ließ sich von einem Heiler des Dorfs den Schnitt nähen, ohne auch nur zu zucken. Sie schien unter Schock zu stehen. Der Mann gab ihr irgendetwas zu trinken, damit sie schlief. Arri lallte noch unzusammenhängende Sätze, bevor sie wegdämmerte. „Wenn er denkt, dass er uns damit los geworden ist, hat er sich getäuscht“, zischte Saellith. Dann wickelte sie ihren Umhang eng um sich und schluchzte leise.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: So 30. Jun 2013, 20:35 
Bürger Gondors

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Beiträge: 694
Wohnort: Goldsengen, Breeland
Ruthir besuchte gerne den Elbenhafen von Celondim, die dortige Bauweise erinnerte ihn immer an daheim. die Elben, freundlich wie es ihrer Art nunmal gegeben zu sein scheint, waren sehr hilfsbereit als er sich nach Arris Elbenfreundin erkundigte, doch scheinbar hatte sie diesen Weg nicht genommen denn keiner der Elben die er in Hafennähe traf konnte mit ihrer Beschreibung etwas anfangen. etwas zerknirscht beschloss er dennoch etwas zu tun, und zwar seinem Onkel eine zusammenfassung zu schreiben von dem was bisher geschehen war. dieses siegelte er mit dem Ring welcher das Familienwappen ziert und übergab ihn einem Eilboten, der ihn zum Haus der Gondorer bringen wollte, wo sein Onkel ein Auge auf die Siedlung haben wollte. Er nahm zwar an das Arganthir nichts unüberlegtes tun würde, dachte aber bei sich das eine Kampferfahrene Verstärkung für die Gruppe sicher mehr von nutzen sei als er es sein könnte..seine talente lagen nun einmal woanders

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ein altes Sprichwort besagt:
Kämpfe wenn nötig,
Siege wenn möglich,
Sterbe wenn du musst,
Aber gib niemals auf!


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: Do 11. Jul 2013, 17:23 
Wächter Gondors
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Der Elb hatte sich die Kapuze tief in das Gesicht gezogen, als er das Tänzelnde Pony betrat. Mit der Laute in den Händen trat er nach und nach auf einzelne Tisch zu. "Baillam der Barde spielt für euch", sagte er jedes Mal in schwerfälligem Westron, bevor er zwei oder drei einfache Lieder auf der Laute zupfte. Die Leute an den Tischen reagierten kaum. Fahrende Sänger gehörten im Pony zum üblichen Erscheinungsbild. Auch in dem kleinen Raum, in dem der Junge mit einer Frau saß, wiederholte er seinen Auftritt. "Baillam der Barde spielt für euch", sagte er. Doch als er Lanthring ansah, spielten seine Finger fast wie von selbst die Begleitung des Liedes, das er für Lothlinn geschrieben hatte.

Der Junge und die Frau blieben relativ schweigsam, während er spielte. Lanthring erwähnte eine Suche und registrierte nicht, dass der, den er suchte, neben ihm stand und Laute spielte. Nach zwei Stücken zog der Elb sich zurück. Er blieb seitlich hinter der Tür stehen und lauschte. Die Frau bot Lanthring Hilfe bei der Suche nach dem dunkelhaarigen "schwachen, schmalen" Elben an. Leid wolle dem sein Auftraggeber sicher nicht zufügen, beschwichtigte Lanthring seine Gesprächspartnerin. Der Elb dachte an die Mine. Daran, wie er dort hingelangt war. An den Umgang mit denen, die dort Erz abbauten. Das Haus um ihn schien eng zu werden. Die Frau schien dem Jungen zu glauben.

Ein gutmeinender Fremder kam vorbei, blieb ihm Eingang zu dem Raum stehen und starrte ihn auffällig an. Der Elb wusste, dass er sofort reagieren müsse, bevor Lanthring begriffen hätte, was vor sich ging. Er sprang hinter den Jungen, zog das Beil, das er mit sich führte und hielt ihm die Schneide an die Kehle. "Erkennst du mich jetzt?", fragte er ihn. Lanthring behielt seine Nerven. "Ich sehe Euch nicht", entgegnete er kühl. "30 Jahre, Lanthring. Ich bin der Elb, den du suchst", sagte Aearondor.

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Zuletzt geändert von Arvaethil am Do 11. Jul 2013, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: Do 11. Jul 2013, 17:45 
Wächter Gondors
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Aearondor zwang Lanthring dazu, in den Hof hinter dem Pony zu gehen. Der Junge reagierte bemerkenswert gelassen. Die Frau ging mit und auch sie schien bei weitem nicht so erschüttert zu sein, wie Aearondor es erwartet hätte - eher enttäuscht. Harras - unter diesem Namen kannte sie ihn - sei doch zu jung, sagte sie. "Wie soll er sich da an etwas erinnern was schon 30 Jahre her ist?"

Wieder meinte ein vorüberkommender Fremder, sich einmischen zu müssen und Aearondor beschloss, den Ort zu verlassen. "Vielleicht gehen wir etwas spazieren. Steh auf Lanthring, Lannathrons Sohn", sagte er zu seinem ehemaligen Wärter. Die Frau - sie hatte sich als Margarete vorgestellt - wirkte völlig fassungslos. "Lannathrons Sohn?" Lanthring leugnete das. "Dein Vater, Lanthring. Der Mann, der dich getreten hat", murmelte Aearaondor und begann zu glauben, dass diesen jungen Menschen nichts mehr aus der Fassung bringen konnte.

Margarete blieb Aearondor gegenüber misstrauisch und verlangte Beweise dafür, dass er die Wahrheit sagte. Das alles kostete viel Zeit und er fürchtete, dass es zuviel Zeit sei für Lothlinn. Er sagte Lanthring, dass das seine einzige Rettung sei - Aearondor alles zu sagen, was er über sie wisse. Zu seinem Erstaunen wusste Margarete etwas über sie. Sie war ihr sogar begegnet. Und sie suchte nach ihr, zusammen mit anderen. Aearondor ließ sich erzählen, was sie - Widnia hieß sie, den anderen Namen hatte sie zum Schutz angegeben - wusste. Immer noch verteidigte sie Lanthring und zuletzt gab Aearaondor nach und ließ ihn in ihrem Gewahrsam. "Ich händige nicht einfach irgendwen aus, und weiß dann noch, dass es ein Todesurteil ist", sagte sie entschieden. Aearondor sagte nicht, dass es die Unwahrheit war, dass er ihn getötet hätte. Lanthring sollte das ruhig glauben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: Do 11. Jul 2013, 18:06 
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Widnia war keine Frau, die halbe Sachen mochte. Sie kam mit zwei Schellenpaaren für Hände und Füße zurück in das Gasthaus Schluchtenflechter, in das sie Lanthring eingesperrt hatte. "Hände und Füße", sagte sie. "Du wirst gehen aber nicht rennen können." Lanthring seufzte ergeben. Etwas zu essen hatte sie ihm auch mitgebracht. Brot, Käse, Wurst, ein paar Äpfel und einen Wasserschlauch. "Ich hab gesagt ich lass dich nicht verhungern", sagte sie zu ihm. und gab ihm einen Tipp: Er solle darauf achten, dass immer Stoff zwischen den Schellen und der Haut sei. "Aber vielleicht weißt du das ja schon", ergänzte sie nachdenklich.

Sie versuchte, Lanthring zu befragen. "Fang bei deinem Auftrag an", murmelte sie und biss in einen Apfel. "Naja, das war wie immer. Irgendwer hat im Gasthaus rumgefragt, ob jemand Lust hat, ein bisschen was zu verdienen", erzählte Lanthring. In Gondor sei das gewesen. Widnia horchte auf. Er käme aus Minas Tirith, ergänzte er. Viel mehr bekam sie nicht heraus. Widnia verstand es nicht: "Weißt du was mir langsam komisch vorkommt? Wenn jemand behaupten würde ich wär jemand anders, ich würd Zeter und Mordio schreien und sofort aufzählen wer ich wirklich bin. Woher ich komm, wie ich heiße, meine Familie, all das. Um zu zeigen das es eben nicht stimmt. Aber du, du sagst gar nichts, ausser man zieht es dir aus der Nase."

Ein bisschen etwas sagte er doch. Sein Umhang brach den Bann; Widnia hatte ihn bewundert und Lanthring erzählte, seine Mutter habe ihn genäht. Die Mutter, die sein Vater im Rausch umgebracht habe. Widnia war ehrlich betroffen und erzählte von ihren Eltern, die lieber einen Sohn bekommen hätten und die davon ausgingen, dass ihre Tochter tot sei. Eine seltsame Art von Nähe stellte sich ein, und es war ganz klar, dass Lanthring Widnia half, einen Splitter aus dem Handballen zu ziehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: Sa 13. Jul 2013, 09:22 
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Arvaethil war es todschlecht. Was war das für ein Zeug gewesen, dass ihr der Lossoth zu trinken gegeben hatte? Sie starrte in den Schnee und versuchte sich an alle Geschichten zu erinnern, die sie in ihrer Kindheit so begeistert hatten, um sich davon abzulenken. "Arri?", hörte sie Saellith fragen. Sie drehte sich zu der jungen Frau um. Sally wirkte genauso angeschlagen, sie sie selbst sich fühlte. "Es tut mir so Leid", murmelte Arri. "Das war schlimm. Und wir stecken in... Schwierigkeiten." Das schien ihr eine optimistische Formulierung zu sein.

Saellith erinnerte sie daran, dass sie den Brief noch hatten. Der Brief, den einer von Lannathrons Kumpanen bei sich hatte! Doch als sie ihn öffneten, war er in den fremden Buchstaben geschrieben, wie sie auch auf dem Dolch, den Elphir gefunden hatte, zu sehen gewesen waren. "Wär ja auch zu schön gewesen", sagte Sally trocken. Und verblüffte Arri dann, als sie leichthin sagte: "Es ist Zeit für uns, zu verschwinden." Sie forderte Arri auf, sich zu überlegen, was zu tun sei. Arvaethil verlor die Geduld und stand auf. "Setz dich, ich bin noch nicht fertig", sagte Saellith gutgelaunt.

"Du hast einen Plan", murmelte Arri und schaute sie ungläubig an. Saellith wurde etwas rot. "Es ist weniger mein Plan allein", murmelte sie. "Malieth ist hier." "Deine Schwester? Sie ist hier?", entgegnete Arvaethil fassungslos. Es stellte sich heraus, dass sie ihnen schon eine Weile gefolgt war, und auch ihre Sachen am Lagerplatz gefunden hatte, wo Lannathron sie überfallen hatte. "Lannathrons erster Fehler, sich mit ihr anzulegen", sagte Saellith leise. Falsche Spuren werde sie legen, sie und auch einige der Lossoth. Und Arri und sie könnten dann nach Süden verschwinden. Arri sah Sally nachdenklich an. Über Nacht schien sie gewachsen zu sein. Sie wirkte wie eine Anführerin.

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Zuletzt geändert von Arvaethil am So 4. Aug 2013, 22:56, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: Sa 13. Jul 2013, 09:36 
Wächter Gondors
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Lothuilos traf Lhothrandir an den Ställen. Er stand bei seinem Pferd und sprach mit ihm. "Brennil Lothuilos", sagte er besorgt, als er sie nahen hörte. "Verzeiht. Mein Pferd... Können wir noch etwas warten?" Das Tier sei unruhig gewesen und habe nicht fressen wollen. Lhothrandir wollte gern eine Weile abwarten, um sicherzugehen, dass es keine Kolik bekäme. Lothuilos nickte und bemerkte nun auch den Luchs, der nahe der beiden im Gras kauerte. "Dies ist Lamruth", sagte der junge Elb. "Ungewöhnlich. Ihr könnt gut mit Tieren umgehen", sagte Lothuilos und lächelte. "Nein, eher sie mit mir", anntwortete Lhothrandir und schüttelte langsam den Kopf.

Sie setzten sich eine Weile ans Flussufer. Lhothrandir wirkte, als sei er mit etwas beschäftigt. "Ihr mögt Menschen, nicht wahr?", fragte er schließlich. "Nun, im Allgemeinen habe ich keinen Grund, sie nicht zu mögen", erwiderte Lothuilos. "Trotz ihres Stolzes? Trotz der Schwäche?", fragte Lhothrandir bitter. "Stolz? Schwäche? Mögt Ihr denn die Noldo?", fragte sie ihn zurück. Sie seien ja sein Volk, antwortete er, als seien damit alle Fragen beantwortet. "Was zählt das? Woher man stammt?", sagte Lothuilos. "Zählen nicht viel mehr die Taten? Die Menschen sind ein anderes Volk, ja, und doch stehen mir manche von ihnen näher, als Angehörige unseres Volkes." Finster entgegnete er ihr, dann sei seine Mutter ihr ja ähnlich.

Er fragte sie, ob sie seinen Vater gekannt hätte, und erzählte dann, wie dieser und Lothlinn sich kennengelernt hatten. Ein Auftrag der Herrin Galadriel habe ihn nach Dol Amroth geführt; damals, vor seiner Geburt. Lothuilos legte nachdenklich die Stirn in Falten. Lhothrandir sprach darüber, dass es schwer sei, Vertrauen zu haben. Er habe mal einen Fuchs gezähmt, der davon gelaufen sei, als er begonnen hatte, über sich zu sprechen. Lothuilos sagte ihm, dass das vielleicht einen ganz anderen grund gehabt hatte. "Welchen?", fragte er. "'Ich weiß es nicht. Ich bin kein Fuchs", sagte sie zu ihm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus der Ferne (Arvaethils Geschichte)
BeitragVerfasst: Sa 13. Jul 2013, 09:53 
Wächter Gondors
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"Habt Ihr Kinder?", fragte Lhothrandir. Lothuilos verneinte und fragte ihn, wie er auf die Frage gekommen sei. "'Ich glaube, Kinder würden eine Mutter mögen, die sagt: 'Ich weiß es nicht. Ich bin kein Fuchs'", murmelte Lhothrandir.

Sie erzählte ihm von der Celebriaen Elanesse. "Eine Gemeinschaft von Elben. Unsere Hallen in den Ered Luin waren oft für Gäste geöffnet und es gab Speis und Trank, Gesang und Tanz", sagte sie und lächelte traurig. Lhothrandir wirkte betroffen, als sie ergänzte, dass die Hallen in letzter Zeit kaum von Lachen und Stimmengewirr erfüllt seien. "Nun, wir haben unsere Heimat woanders!", sagte er dann brüsk. "Ich habe nicht nur eine Heimat. Hier ist ebenso mein Zuhause wie es dort ist, in Lórien und auch im Westen", erwiderte Lothuilos.

Als sie wieder zu den Pferden gingen, trafen sie auf Colgael. Lothuilos begrößte ihn überrascht und Lhothrandir betrachtete ihn, offensichtlich beeindruckt. "Le suilon. Im Colgael", sagte der Elb. "Mein Herz freut sich euch zu sehen, und dich, Lothuilos." Eine Nachricht von Virindil habe ihn nach Bruchtal geführt. "Doch was für Sorgen plagen Euch denn, Lhothrandir?" Lhothrandir berichtete rasch und etwas wirr davon, dass Lothuilos ihn gesucht habe. "Arvaethil sorgt sich um Lothlinn, da diese Lannathron suchen wollte", ergänzte sie. "Und dies kam auch mir zu Ohren", nickte Colgael.

Lothuilos erzählte ihm, dass sie nun nach Lothlorien reisen wollten. "Wenn ihr den Colgael wollt, wird er euch begleiten", sagte Colgael. "Mein Herz sehnt sich sehr nach Lothlorien." Er wolle nur erst noch mit Elrond sprechen. "Ich freue mich auf den jungen Halbelben, auch wenn unser Gespräch nur kurz sein wird. Erwartet mich alsbald an den Ställen."

Lhothrandir starrte Colgael fast hinterher.

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