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 Betreff des Beitrags: Die Menschen, so fremd.
BeitragVerfasst: Mi 27. Jan 2016, 20:04 
Wanderer

Registriert: Di 26. Jan 2016, 23:46
Beiträge: 1
OOC: Hallo, das hier soll nur eine kleine Zusammenfassung darüber sein... was mein Elb Hathelhír so für Eindrücke von seinen Gefährten gewonnen hat. Ich möchte mich dafür entschuldigen, das der Mann und seine Frau, die beim ersten mal (Wo Hath und Maev) dazu kamen, anwesend waren... hier nicht auftauchen. Erstens habe ich die Namen vergessen und zweitens nicht genug von ihnen mitbekommen um etwas über sie zu schreiben. Auch hoffe ich das sich niemand auf den Schlips getreten fühlt, sind wie gesagt nur IC Eindrücke ;). Das ganze findet kurz nach dem Ende unserer letzen Ingame Sitzung statt, während der Nacht.
Jeder kann in dem Thread IC oder OOC schreiben so viel er will, wenn er will.


Geistesabwesend blickt der Elb dem Tanz der Flammen zu. Bei Nacht im Schein eines Lagerfeuers zu sitzen und in die Flammen zu blicken hatte etwas betäubendes. Es half die Eindrücke der Umgebung auszublenden. Die Schreie und das Wimmern der verwundteten und sterbenden. Den Geruch nach Blut, Fäkalien und Tod. Diese Menschen.... sie hatten ihn und seine Schwester in ein Schlachthaus geführt.
Er war auf bitten von Caun Lothuilos und Frau Mirfaloth mit seiner Schwester aus Lorien aufgebrochen um Hilfe zu leisten. Eigentlich war der Elb nicht daran interessiert der Menschen familiäre Probleme zu lösen und bei einer Familienzusammenführung zu helfen, dies war seine Sache nicht. Doch hatte ihn die traurige Geschichte der alten Frau ergriffen. Ihr wurde unrecht getan... wehrlos war sie ihren Peinigern ausgeliefert gewesen und die Qual hatte ihr Gesicht gezeichnet. Hathelhír hasste so etwas. Es war ihm ein schier unerträglicher Anblick. Und wo schon das Schicksal kein Erbarmen zeigte, so konnte wenigstens er es tun und helfen wo er es vermochte.

Ohne den Blick vom Feuer zu wenden, klaubte er einige trockene Zweige vom Boden, brach sie in kleine Stücke und warf sie nach und nach in die Flammen. Er dachte über seine Reisegefährten nach und schmal wurden seine Lippen. Die Menschen waren ihm so fremd. Sicher, er war an ihren Anblick gewöhnt, kannte viele und nannte einige wenige seine Freunde. Doch war es etwas anderes bei einem Becher Wein in den Hallen der Celebriaen Elanesse zu plaudern, als denn mit ihnen zu reisen.

Da war Arganthir aus Gondor. Er war der einzige unter den Firebrim in ihrer Gruppe dem Hathelhír vertraute, da er ihn, nach Maßstäben der Menschen, schon lange kannte. Er war einer der ersten vom sterblichen Volk dem Hathelhír bei seiner Ankunft in Ered Luin begegnete. Freundlich und entgegenkommen waren er und sein Weib gewesen. Gar beschenkt hatten sie ihn, einen völlig Fremden. Eine solche Warmherzigkeit würde Hathelhír nicht vergessen.
Arganthir war hoch gewachsen, kräftig und kleidete sich in Stahl. Er war ein Krieger ebenso wie Hathelhír einer war. Das Leben hatte ihm mit einer kräftige Stimme und einen wachen Geist beschenkt. Zusammen mit der Ausbildung, die er zweifelsohne genossen hatte, war er der geborene Offizier. Umso weniger verstand der Elb warum Arganthir überhaupt Teil dieser Reise war. Würde er Gondor nicht einen wertvolleren Dienst erweisen wenn er als Kommandant einer Scharmützeleinheit oder als Frontoffizier diente? Was auch immer seine Motive sein mochten Hathelhír war froh ihn an seiner Seite zu wissen.

Als der letzte Zweig mit einem leisen Knacken Opfer der Flammen wurde, wanderte die Gedanken des Elben weiter zu einem Mann der sich selbst Shasul nannte. Ein merkwürdiger Mensch. Er schien eiskalt zu sein. In Mitten der Verwundeten und sterbenden, briet er sich genüsslich sein Mal hier am Lagerfeuer. Unberührt und ohne augenscheinliches Mitgefühl saß er da während sein eigenes Geschlecht in drei Schritten Entfernung mit dem Tode rang. Auf ihn würde Hathelhír achtgeben müssen. Wer es nicht vermochte die Gefühle andere wenigsten ein Stückweit nachzuempfinden, der war noch gefährlicher als ein Folterer der sich am Leid seines Opfers labte. Letzerer war immerhin berechen- und durchschaubar. Abgesehen davon hatte der Elb den hämischen Kommentaren seiner anderen Reisegefährten entnommen, dass dieser Shasul seine Lustbarkeiten wohl nicht unter Kontrolle hatte oder sich ihnen nur allzu gerne hingab.
Der Elb schürzte abfällig die Lippen. Das war ein allzu häufig auftauchendes Merkmal der Firebrim. Wie die Tiere fielen sie übereinander her wenn sie Alkohol getrunken hatten. Er war schon unfreiwilliger Beobachter solcher Szenen geworden als er notgedrungen in größeren Gasthöfen der Menschen nächtigte. Der Elb zog seinen Parierdolch aus der Scheide und rammte ihn vor sich in die weiche Erde. Sollte dieser Shasul auch nur den Versuch wagen, Hand an seine Schwester zu legen würde ihn das mindesten einen Finger kosten. Finster grübelte er so eine Weile vor sich hin...

Schliesslich zog Hathelhír den Dolch aus der Erde, wischte ihn an der Innenseite einer seiner Stiefel ab und scheidete ihn wieder. Dabei spürte er wie verspannt seine Schultern und Arme waren. Es war nun schon die zweite Nacht, in der Hathelhír sich nicht den Luxus eines Schläfchens gestattet.
So erhob er sich um seine Glieder etwas zu lockern. Dabei fiel sein Blick auf einen Mann, der sich selbst Rengborn nannte. Er war eher still im Gegensatz zu den meisten anderen seiner Reisegefährten, was in Hathelhírs Augen ein positives Merkmal war.
Es gab Geschöpfe auf Mittelerde die auch dann sprachen, wenn es nichts zu sagen gab. Und die Firebrim hatten diese Kunst wahrlich perfektioniert. Einzig die kleinen Geschöpfe des Auenlandes, welche ihm Silanwen dereinst als Hobbits vorstellte, konnten es ihnen gleichtun.
Nach dem was Hathelhírs Augen erfassen konnten, war Rengborn ein harter Mann der sich seiner Haut zu erwehren wusste. Ihn konnte man wohl am ehesten mit Arganthir aus Gondor vergleichen. Zudem schien er Pferde sehr zu schätzen, da er immer mal wieder eine entsprechende Bemerkung gemacht hatte. Auch das war ein gutes Merkmal, da bei weitem nicht alle Firebrim das Leben der Tiere mit angemessener Demut betrachteten. Des Weiteren war Rengborn sich der Gefühle anderer Gewahr, wie sein Verhalten bei Maglawens kindischem Ausbruch widerspiegelte. Das machte ihm zu einem Mann, den man schätzen konnte. Jedenfalls war Rengborn keine Gefahr, wer sich so verhielt musste auch Ehre besitzen. Und wer Ehre besass der wurde nicht zum Verräter.

Als der Blick des Elben weiter glitt, fiel er auf Arantion. Wieder so ein Rästel. Er schien oft geistig Abwesend und leicht verwirrt zu sein. Er beantwortet Fragen die ihm gestellt wurden einfach nicht oder aber er ignorierte sie wissentlich. Der Elb war sich dessen nicht sicher. Allerdings schien er einen guten Draht zu den hiesigen Garnisonen zu haben, was ihn nützlich machte, da es unnötige Komplikationen mit den lokalen Kräften vermied. Hathelhír war es ohnehin ein Rästel wie eine bewaffnete und gerüstete Gruppe wie die seine, problemlos durch die Lande der Menschen ziehen konnte. Es beschleunigte zwar ihr vorankommen, gut heißen konnte er es dennoch nicht.
Spöttisch lächelte der Elb, als er sich daran erinnerte das einer der Wachleute Arantion den “schwarzen Schwan” nannte. Nichts an dem Manne erinnerte Hathelhír an den grazile Anmut eines Schwanes. Aber die Firebrim gaben sich häufig irgendwelche Fantasienamen, das schien ihnen Stärke zu verleihen....

So auch das nächste Mitglied seine Gruppe, Maglawen die sich einmal “Elster” genannt hatte und ein ehemaliges Mitglied einer Bande Strolche, die sich “Krähen” nannten, war. Grade Vögel schienen es den Menschen angetan zu haben. Ob es daran lag das sie fliegen konnten? Es blieb ein ihm Rätsel. Dennoch war der Name trefflich gewählt den Elstern stahlen alles was ihnen kostbar schien und dessen sie habhaft werden konnten. So auch Maglawen die sich frei heraus mit ihrem Diebstahl an Hathelhírs Freund Illusius gebrüstet hatte. Der Elb schüttelte leicht den Kopf. Diese Frau war wahrlich nicht von dem Schlag mit dem er sich gerne Umgab. Auch schien nur wenig von der Wärme ihrer Mutter auf sie übergegangen zu sein als sie unter deren Herzen schlief, bis sie geboren ward.
Der Elb traute ihr nicht über den Weg, sie war ein Mensch der das Zwielicht dem hellen Schein der Sonne vorzog, ein Geschöpf zwischen Licht und Schatten. Sein Misstrauen wurde nur noch verstärkt als eben jene Maglawen ihm und seiner Schwester, so wie ihrem gemeinsamen Gefährten Rengborn, finstre Geschichte aus Shasuls Vergangenheit erzählte. Warum tat sie das? Warum brachte sie einen in Verruf der in ihrer Mitte schlief? Wollte sie einen Keil zwischen die Kameraden treiben? Ränke und Intrigen schienen ihr Handwerk zu sein, das stand soweit fest. Als er, Hathelhír, Maglawen aber ihre Missetaten vorhielt, da lief sie davon wie ein trotziges Kind. Der Elb war sich nicht schlüssig darüber ob seine Bemerkung sie tatsächlich getroffen hatte oder ob dies nur Teil ihres Schauspiels war. Letzeres hielt er allerdings für wahrscheinlicher. Einem Geschöpf das aber unredlichstes Tat, dies nicht zu bereuen schien und dann vor seinem eigenen Spiegelbild floh, konnte er keinen Respekt und nur wenig Mitgefühl entgegenbringen. So war er eben.
Maglawen war es auch wegen der Hathelhír sich keinen Schlaf gönnte. Er traute es ihr durchaus zu mit ihren beiden Besten Pferden und ihrer Habe des Nachts zu verschwinden. Wer durchschaute schon die Motive dieses Weibes? Er würde dafür Sorge tragen das dies nicht geschah. Auch hatte er den Entschluss gefasst sich bei den nächsten Gelegenheit Arganthir aus Gondor anzuvertrauen. Vielleicht wusste er ja einen Rat. Immerhin kannte dieser seinesgleichen besser als der Elb es tat.

Hathelhír blickte nun zu seiner Schwester hinüber die sich, nach wie vor, mit Hingabe darum bemühte das Los der Leidenden zu lindern. Er beschloss ihr zur Hand zu gehen. Bevor er dies tat lies er aber noch einmal den Blick über seine Reisegefährten schweifen und betrachtete sie in der Reihenfolge, in der er über sie nachgesonnen hatte. Da waren sie nun... ein rechtschaffender Mann, ein gefährlicher Mann, ein stiller Mann, ein verwirrter Mann und eine Schlange...
Der Elb legte noch zwei Scheite ins Feuer, um sicherzugehen das es nicht erlosch, dann wandte er sich ab und ging schnellen Schrittes seiner Schwester entgegen.

~~~~~~~Hathelhír betrachtet misstrauisch seine schlafenden Gefährten~~~~~~~
Bild

Wer sich noch nen kleinen Überblick über den Char Hathelhír verschaffen will, der kann das hier tun: http://www.gwaith-celebrian.de/lotro1/viewtopic.php?f=4&t=909
Da ist etwa in der Mitte eine kleine, stichsatzartige Zusammenfassung der jüngesten Vergangenheit seiner Familie.


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