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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Di 15. Sep 2015, 12:21 
Wächter Gondors
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Teil 13

Zum ersten Mal in ihrem Leben war Maggie versucht, jemanden zu töten, weil sie es wollte, und nicht, weil sie es musste. Nicht genug damit, dass sie mit all diesen mehr oder minder merkwürdigen Gestalten unterwegs war: Dieser Shares brachte sie um den Verstand. Stets machte er ein Gesicht, als hätte ihm jemand madiges Brot angeboten, nörgelte herum oder probierte auf mitleiderweckende Weise bei Manora zu landen. Und jetzt versuchte er sich auch noch als Unglücksprophet. "Schaut euch doch um... nur den Tod", winselte er. Oder er schlug vor, dass sie doch umkehren könnten! Es schien ihm egal zu sein, dass das vielleicht Arvaethils und Saelliths Tod bedeuten könnte.

Auf der letzten Etappe hatten sie wieder einiges gefunden: Haarnadeln, die einen Pfeil bildeten. Ein blaues Tuch, das aussah, als wäre es neu und ungebraucht. Und ein mit den Initialen MG besticktes Taschentuch. "MG wie Maglawen", sagte Theylrond natürlich sofort. Als habe sie jemals bestickte Taschentücher besessen. Sie dachte, dass das M gut zu Mirfaloth passen würde; dem Namen, an den Arodols Liebesbrief gerichtet war. "Eine Falle, das ist alles eine Falle!", schrie Shares dagegen. "Und ihr habt mich da mit reingezogen!" Maglawen fasste nach ihren Dolchgriffen und knirschte innerlich mit den Zähnen.

Sie fanden noch einen schmalen Silberring, sicher für eine Frauenhand geschaffen. Theylrond fragte zu Maggies Verwunderung recht unvermittelt: "Lebt Deine Mutter noch?" Als ob sie das wüsste! Und dann fanden sie auf einem schmalen Grat, der über üble Dämpfe führte, etwas Bedrohliches: zwei Orks. Theylrond und sie konnten ihnen aber rasch den Garaus machen. Allerdings verbesserte das Shares' Lebenseinstellung nicht. "Das wird immer besser!", brüllte er. Maglawen wünschte sich fast, dass sein Geschrei noch einen Ork herbei locken würde - am besten einen ausreichend geschickten Bogenschützen.

Müde erreichten sie schließlich einen Platz, an dem einige Holzsperren für etwas Schutz sorgten. Aber an den Sperren machten sie eine unangenehme Entdeckung: Theylrond entdeckte an den Holzstreben einige lange silbergraue Haarsträhnen - und Blutflecken auf dem Stein darunter. Finster machten sie sich an eine Art Nachtruhe - mit zwei Wachen, die nach Gegnern Ausschau halten würden. Nachdenklich sagte Brytwine: "Ich denke, dass diese Frau, wenn es denn eine ist, eine Spur legt . Warum sollte sie sonst einen ihr so wichtigen Gegenstand zerreißen?" Auch Aphidor machte sich Gedanken: "Meinst du sie war die ganze Reise mit ihren Mann hier oder haben die beiden sich zufällig getroffen?" Wirklich beantworten konnte Maggie die Frage kaum. Aber sie hatte eine ziemlich genaue Vorstellung.


Am Donnerstag, 17. September, geht es um 20 Uhr weiter. Der Treffpunkt befindet sich in den Lodernden Tiefen.

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Zuletzt geändert von Arvaethil am Sa 31. Okt 2015, 10:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Sa 19. Sep 2015, 17:06 
Wächter Gondors
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Beiträge: 818
Teil 14

"Diese Dämpfe", keuchte Manora. Die Gruppe befand sich unversehens auf der Flucht; nicht etwa vor Arodol oder den Krähen sondern vor Orks - rannten durch rauchverhangene Höhlen, immer zurück blickend, ängstlich, angespannt, angestrengend, hustend.

Arantion und Maglawen hatten Wache gestanden und gehört, dass eine größere Bande Orks am Lager vorüber zog. Daraufhin hatten sie die anderen sofort geweckt und zum Aufbruch gedrängt - nach zwei Stunden Schlaf, vielleicht. Und nun irrten sie durch Moria, mussten schon einige der dunklen Gestalten töten, bevor diese ihr Erscheinen an den Haupttrupp weitergeben konnten. Lothuilos' Treffsicherheit und Arantions und Theylronds geübter Umgang mit dem Schwert waren vielleicht ihre Rettung, dachte Maggie.

Shares hingegen sorgte nicht für stetig wachsende Sympathie in der Gruppe. Just, als die Kämpfer versuchten, sich lautlos einem Ork zu nähern, sagte er laut: "Kehren wir um!" Maggie konnte sich gerade noch bremsen und versetzte ihm - nur - eine Ohrfeige. Er riskierte aller Leben, vor allem aber das der Gefährten, die gerade versuchten, die Feinde zu töten. Selbst Aphidor wurde hektisch im Umgang mit dem Mann. "Halte deine Beschwerden zurück, wenn wir hier fertig sind!", raunzte er ihn an.

Ihr Weg führte über Treppen, durch enge Gänge, linksherum, geradeaus, rechts - irgendwann hatte Maglawen jedes Gespür dafür verloren, in welche Himmelsrichtung sie sich bewegten. Das bedeutete, dass sie nicht mehr wussten, wo in dieser verdammten Mine sie sich befanden. Sie gestand es ihren Begleitern.

"Ist ja auch kein Wunder hier unten", kommentierte Brytwine, wie Maggie fand gelassen. "Maglawen... lass gut sein", entgegnete Arantion. 'Es ist fast, als wären sie Freunde', dachte Maglawen überrascht. Als sie endlich Rast machten, fragte sie sich, was es gerade für ein merkwürdiges Gefühl war, dass sie durchströmte - eine Art Ziehen, schmerzlich, aber auch süßlich.

Sie sagte, dass sie austreten müsse und verzog sich um eine Ecke, um einen Blick in den Fang zu tun, den sie vor einigen Tagen gemacht hatte. Doch es dauerte nicht lang, und Arantion stand plötzlich hinter ihr. Rasch steckte sie ihre Beute weg. "Also, ehrlich", sagte sie bewusst vorwurfsvoll. Er habe nicht stören wollen, nur wissen, ob alles in Ordnung sei, meinte er, und sie hatte kurz ein schlechtes Gewissen.

Nur kurz sprachen die Gefährten darüber, dass auf ihrem Weg keinerlei Botschaften von der obskuren Zeichengeberin mehr zu finden waren. "Vielleicht wurde sie entdeckt? Ich weiß es nicht", meinet Lothuilos nachdenklich.

Maggie wusste es auch nicht. Aber sie hätte es so gern gewusst, es schien ihr so wichtig zu sein! Als sie sich in ihren Umhang einwickelte, schüttelte Maglawen innerlich den Kopf über sich selbst. 'Diese Reise bekommt mir nicht', dachte sie und schlief im selben Moment ein.

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Zuletzt geändert von Arvaethil am Sa 31. Okt 2015, 10:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Sa 26. Sep 2015, 15:46 
Wächter Gondors
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Beiträge: 818
Teil 15

Die Frau wartete lange, bevor sie wagte, sich zu bewegen. Dann griff sie nach ihrem Wasserschlauch und trank, versuchte dann, sich das Blut von Haut und Kleidung abzuwaschen. Sie hatte nur eine schwache Hoffnung: Dass die Gruppe, die Arodol in die Minen gefolgt war, in ihrer Nähe vorbeikommen würde. Allein würde sie hier keinen Tag bestehen können. Als sie in ihrem Beutel nachsah, ob sie noch etwas zu essen hatte, fiel ihr das Fläschchen mit dem Gegengift in die Hände. Musste sie sich schuldig fühlen, dass es nun ihren ehemaligen Geiselnehmern nicht mehr zur Verfügung stand? Nein!, beschloss sie.

Zu schlafen kam nicht in Frage. So lauerte sie und hielt Ausschau. Und die Valar waren gnädig: Ganz unten in der Tiefe sah sie nach scheinbar endloser Zeit schnelle, aufgeregte Bewegungen, hörte Stimmen und Waffengeklirr. Waren die Leute etwa auch auf Orks gestoßen? Eine Weile war nichts mehr zu hören, dann klang wieder Metall auf Metall. Sie schob sich etwas vor und starrte senkrecht in die Tiefe: Vier Leute hielten einer doppelten Anzahl an Orks stand. Einer der Scheusale fiel schon, bevor er die Drei erreichte, ein Pfeil vielleicht. Ein anderer bekam einen Schild entgegen gehauen, wieder ein anderer ein Schwert, der vierte Ork fiel, als ihm einer der Gruppe in den Weg sprang. Sie merkte, dass sie zitterte.

Plötzlich hörte sie Geräusche auf der Treppe. Auch dort waren vier unterwegs und diese konnte sie genauer sehen: Zwei Frauen und zwei Männer, eine schien sich auf einen der Männer zu stützen. Es war die Dunkelhaarige, erkannte sie kurz darauf. Sie schien schwer verletzt zu sein. Der Mann mit dem Hut, der sie gestützt hatte, konnte sie nur noch an den Stein gelehnt ablegen. Die Frau in ihrem Versteck schluckte. Sie hatte aufgeatmet, als das Mädchen und der Mann Arodol in Eregion entkommen waren, doch jetzt sah sie so weiß aus, als sei sie schon tot. In ihrem Oberschenkel steckte ein Pfeil - als der Mann mit Hut ihn heraus zog, schrie das Mädchen, war aber sofort wieder bewusstlos. Sie kroch näher, ohne ein Geräusch zu verursachen.

Das Quartett, das noch unten geblieben war, hatte die Orks besiegen können und kam nun nach. Rund um die Verletzte, der sich eine Frau aus der Gruppe offenbar liebevoll annahm, schien Streit zu entstehen. Einer der Männer attackierte die Bewusstlose und wurde mit einem Kinnhaken außer Gefecht gesetzt. Der Mann, den Arodol gefangen genommen hatte, band ihm die Hände und legte die Waffen des Gebundenen weit weg. Sie beobachtete dies alles aufmerksam und seltsam unsicher. Sollte sie diesen Leuten wirklich trauen? Es war auch eine Elbin dabei, das sprach dafür. Aber was war von einer Gruppe zu halten, die in der Not einem der ihren offenbar nicht vertrauen wollte?

Einer der Männer machte sich schließlich allein auf, weiterzuziehen, auch das machte sie misstrauisch. Dann warf sie nochmal einen Blick auf die Verletzte. Auch von weitem war zu sehen, wie geisterhaft sie aussah – so, als wäre sie schon nicht mehr Teil dieser Welt.

Sie schaute auf die Flasche in ihrer Hand. Dann atmete sie tief durch und entschloss sich, zu ihnen zu gehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: So 27. Sep 2015, 09:26 
Bürger Gondors
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Seine Sicht der Dinge

Nacht, Tag? Wer soll das wissen in diesem Loch. Ruhe ist eingekehrt. Zeit die Ereignisse revue passieren zu lassen.
Während Maglawen, wenn auch eher zögerlich und sehr langsam, mehr tendenziell, am Rande eben, ein paar "Sympathien" gewinnt, hat das Grauen einen neuen Namen.
Die Gefährten geraten in einen Hinterhalt. Die Gruppe spaltet sich. Einige suchen Schutz. Der andere Teil der Truppe stellt sich dem den Feind im Kampf.
Nur Einer, ein Feigling und in seinen Augen Verräter, kämpft nicht, sondern rennt mit den Anderen mit. Leicht knirscht er mit den Zähnen. Die Truppe schafft es in einem harten Kampf den Feind schließlich zu besiegen, doch Schatten irgendwo da draußen kündigen Neue an und es gilt, möglichst unentdeckt den Rückzug anzutreten.
Einige Zeit später, stetiges Irren und Suchen, um den Rest der Gruppe zu finden.
Maglawen , die Seite an Seite tapfer im Kampf sich bewährte, geht zu Boden, sichtlich schwer verletzt. Seine Gefährtin Brytwine, Aphidor und die tapfere Elbin Lothuilos geben ihr Bestes Maglawen zu helfen.
Grund genug für den Laffen, der die Hosen voll hatte, als es zum Kampfe kam, einfach mal zu schweigen, doch das Gegenteil war der Fall. Jammern, Wehklagen und es kam was kommen musste. Umzingelt zu Boden gebracht und gefesselt. Ruhe...Endlich...Ruhe...
Was wird mit Maglawen? Hier im Dunkel der Berge, irgendwo, anscheinend schwer verletzt...
Sieht fast danach aus, als mache selbst er sich Sorgen?

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Zieht wie üblich die Kapuze ins Gesicht bis zur nächsten Wacht...

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: So 4. Okt 2015, 14:38 
Wächter Gondors
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Beiträge: 818
Teil 16

Diese Menschen waren so seltsam, dass Mirfaloth kaum Worte dafür fand. Einer stieß ihr beinahe schon ein Schwert in den Leib, nur, weil sie auftauchte, ein anderer schien wahnsinnig, und zwei Frauen wirkten auch eher, als seien sie mit der Situation heillos überfordert. Nur die Elbin schien immer noch Herrin der Lage. Aber sie war nun einmal eine Elbin.

„Glaubt Ihr, ich wolle Euch angreifen?“, fragte sie den Angriffslustigen. Sie nannte ihren Namen, Mirfaloth, und blickte auf die Verwundete, die so blass war, als sei sie schon lange tot.

„Lange Zeit gewähre ich nicht...“, drohte ihr Gegenüber.

„Nun blast Euch nicht so auf. Eure Gefährtin ist schwer verletzt“, entgegnete Mirfaloth. Meine Güte, wie konnte man nur so die Prioritäten verkennen! Das Schwert trug sie doch nur, um den Eindruck zu erwecken, sie könne irgend jemandem schaden!

„Oh, könnt Ihr helfen?“, fragte nun die eine Frau. Es war wie immer: Frauen wussten einfach, worauf es ankam. Männer waren so furchtbar einseitig.

Nun fing der Wahnsinnige an, zu schreien. „Das ist eine weitere List!“, schrie er. „Tötet sie!“

Mirfaloth begann zu fürchten, dass es ein Fehler gewesen sein könnte, Vertrauen zu dieser Gruppe zu haben.

„Brennil? Wieso seid Ihr hier?“, fragte die Elbin.

„Ich bin hier, weil ich entkommen bin“, entgegnete sie und starrte diese Leute ratlos an.

„Ich bin hier, um die Gruppe zu schützen“, knurrte der Agressive.

„Aber Ihr fürchtet Euch vor einer alten Frau?“, fragte Mirfaloth irritiert. Natürlich, ihr Mantel war voller Blut, aber sie war doch allein und außerdem sichtlich betagt.

Es benötigte eine ganze Weile, bis sie der Verletzten endlich das Mittel einflößen konnte, dass Arodol bei Limgur eingesetzt hatte. Doch die Wirkung zeigte sich ziemlich schnell: Farbe kam in die Wangen der Verletzten und ihr Puls war wieder fühlbar. Irgendwann begann sie auch, sich zu bewegen und einzelne Laute zu äußern, auch wenn sie noch nicht aufwachte. Doch auch bei Limgur war es nicht schnell gegangen, bis er sich erholt hatte.

„Was seid Ihr eigentlich für eine merkwürdige Schar?“, fragte Mirfaloth müde. Den Wahnsinnigen hatten sie geknebelt und nun war er in eine Starre gefallen. Die Frau, die sich vorhin um die Verwundete bemüht hatte, kümmerte sich nun um ihn, schüttete ihm Wasser ins Gesicht und gab ihm leichte Ohrfeigen. Doch nur kurz kam er zu sich, bevor er wieder in Starre fiel.

Die Elbin versorgte derweil Mirfaloths Kopfwunde, die sie sich zugezogen hatte, als sie bei dem Streit gestolpert und mit dem Hinterkopf auf die Holzbarrikade gefallen war.

Sie erzählte ihnen, warum sie nach Bree gekommen war: Um Arthaemir und Arvaethil zu suchen.

„Bree ist sehr, sehr weit weg“, seufzte die andere Frau. Mirfaloth verstand plötzlich: Sie waren alle völlig am Ende und so benahmen sie sich auch.

„Scheiß-Loch“, brummte der Agressive.

„Mäßigt Euch doch bitte“, mahnte Mirfaloth ihn. Auch in einer solchen Situation musste man die Fassung bewahren. Doch sie gewann nicht den Eindruck, dass sie jemanden erreichte. Auch nicht mit ihren Erklärungen, dass sie ihnen doch die Zeichen gegeben hatte, und warum sie nun hier war.

Immer wieder hörten sie zwischendurch entfernte Geräusche: Orklaute, Metallgeklirr. Versonnen sah sie zu der nun schlafenden Verletzten.

„Ihr Name ist Maglawen, nicht wahr?“, fragte sie niemanden Bestimmtes. Sie bekam keine Antwort. „Ein bisschen Schlaf würde uns vielleicht zu mehr Zuversicht verhelfen“, sagte sie dann bestimmt. 'Wirklich: Mit den Leuten ist ja so nichts anzufangen.'

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: So 4. Okt 2015, 21:44 
Bürger Gondors
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Registriert: Do 8. Aug 2013, 12:54
Beiträge: 409
Wohnort: Dol Amroth Gondor
Seine Sicht der Dinge

Nacht, Tag? Wer weiß.
Wie immer dunkel und er versucht mal was zu erkennen, als plötzlich eine Gestalt auftaucht.
Was erkennbar ist, das die Gestalt sich der Gruppe nähert, ihre Kleidung diese Fetzen mit Blut beschmiert, und er das Schwert zieht.
Dann sagt die Alte, sie habe gewartet auf die Gruppe.
Sicher, klar *muss grinsen als er daran denkt*
Warum das Schwert zücken, nicht einladen zu Gebäck, Tee, einer illustren Lagerfeuerrunde? Alte Geschichten aus frühen Tagen und ein fröhliches Liedchen erklingen lassen?
Da muss er etwas falsch verstanden haben.
Die hat gewartet, Zeichen gelegt, den ganzen Weg im Dunkel bis hierher.
Fragt ihn ob er "Angst" habe? Antwortet nicht auf den Bockmist.
Erst als die Alte, deren Namen ihm herzlich egal nebst Geschichte, ihm ihr Schwert gibt und er das Stahl fühlen kann, wird der Weg frei gemacht.
Allerdings sieht er zu. Wenn dieser Trank die Wirkung verfehlen sollte, wird dieses Etwas den Atem aushauchen, noch bevor ihr Name zu Ende gesprochen ist...
Der Trank wirkt, das Schwert bleibt bei ihm und da einer die Wache übernimmt, zieht er wieder die Kapuze ins Gesicht bis zur Ablösung...

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Mo 5. Okt 2015, 15:06 
Bürger Gondors

Registriert: Do 5. Nov 2009, 15:37
Beiträge: 98
Kurz nach dem Scharmüzel im Banditenlager.

Erster Tag:

Es ging alles so schnell, so wahnsinnig schnell. Eben war er noch mit seinen Freunden vereint, schon waren sie getrennt.

Als Illusius merkte, dass sein Tagebuch sich nicht mehr in seinem Besitz befand, traff er die folgenschwere Entscheidung, denjenigen zu Finden, welcher angeblich dieses Buch entwedet hatte.
Er reichte Manora noch einige seiner Schutzkunden und beschwor sie, Arantion und Arganthir, beizubringen, wie sie diese einsetzen konnten, wenn die Not am schlimmsten sei. Sie nickte kurz und es schmerzte ihn, Manora und die Anderen im Stich zu lassen. Doch es half nichts, dieses Buch war einfach zu wichtig. Immerhin hatte er auch darin festgehalten, was Bereanor und Injael auf ihrer Reise nach Gondor in Erfahrung brachten.
Er schwang sich auf sein Pferd und hatte vor, diesen flüchtigen mit dem Buch zu finden. Als er einige hundert Meter zwischen sich und seinen Gefährten brachte, waren auch schon die Ersten Verfolger zu sehen. Er versuchte nach rechts auszuweichen und hoffte sogar insgeheim, einige der Verfolger auf sich zu ziehen, in der Hoffnung deren Kraft auf zu teilen. Doch nur fünf der etwa dreissig Männer und Frauen verfolgten ihn. Anfangs konnten sie sogar noch gut mithalten und das zu Fuß!

Doch als ihre Kraft nach lies, griffen sie zu ihren Bögen und die pfeile rasten an ihm vorbei und gerade als er dachte, das Schlimmste sei überstanden, traf ein Pfeil das Linke Bein seines Pferdes. Es wieherte auf und war auch nicht mehr in der Lage gleichmässig Schritt zu halten, wie zu vor. Es blieb ihm nichts anderes übrig als anzuhalten und seinen treuhen Gefährten beizustehen. Er schaute sich das Bein seines Pferdes nur kurz an und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Es sollte wohl der Beruhigung dienen. Doch als er sich um sein Pferd weiter kümmern wollte, hörte er schon die Schritte der Sprinter, welche ihm auf den Versen waren.

Er ließ von seinem Pferd ab und zog seinen Stab und sein Schwert, kniff die Augen zusammen und holte ein Paar mal tief Luft. Keine zehn Sekunden später erreichte ihn auch schon der Anführer der Truppe. Dieser setzte all seine Kraft in den letzten Schritt seines rechten Beins und dieser Kraftakt endete in einem gewaltigen Sprung Richtung Illusius. Illusius erkannte das Manöver, zum Glück und wich gekonnt aus. Dabei hiefte er seinen Stab in das Genick seines Feindes, der dann für einige Sekunden krümmend vor Schmerz zu Boden fiel. Doch kaum hatte er diese Hürde genommen, stürmmten auch schon drei weitere Verfolger herbei und brachten ihn in arge Bedrängnis. Sie wuchteten sehr schnell und mit harten Schlägen ihre Waffen gegen ihn, so dass er an und wann sogar fast seinen Stab und sein Schwert verlor. Einige der Hiebe schafften es ihm an Armen und Beinen Schnittwunden zu zu fügen. Lange konnte er also nicht standhalten, all diese gewaltigen Manöver würden ihn mit der Zeit zermürben und den Widerstand brechen. Als wäre die Situation nicht schon schlimm genug, raffte sich auch noch deren Anführer auf und unterstüzte seine Kompane in diesem ungleichen Kampf. Er musste schnell handeln, wenn er überleben wollte. Also nahm er seinen Stab und deutete einen kraftvollen Rundumschlag an, in der Hoffnung, seine Peiniger erkannten das Ziel dieses Angriffs. So war es dann auch, die Vier hielten inne und wichen nach hinten aus. Entlich hatte er kurz Zeit und er wandelte die Wucht des Stabes um. Er reckte ihn nach oben und schrie laut einige Verse und rammte den Stab in die Erde. Energie, ähnlich eines einschlgendes Blitzes entlud sich und warf die vier zu Boden. Diese Aktion kostete Illusius fast alle Kraft und wäre sein Stab nicht gewesen auf dem er sich keuchend stützte, er wäre auch zu Boden gegangen. Doch dann musste er sich zusammenreisen. Der fünfte der Verfolger traff ein und Illusius tat so, als wäre dieser Kampf spurlos an ihm vorbeigegangen. Ernsten Blickes mahnte er den fünften es erst garnicht zu versuchen und als dieser die Situation erkannte, dass vier seiner Mitstreiter aussergefecht gesetzt wurden, ergriff dieser die Flucht. Illusius war froh, dass sein aufgesetztes Selbstvertrauen seinen Wirkung nicht verfehlte, den er zweifelte innerlich daran es auch noch mit dem fünften Mann aufnehmen zu können. Dieser brachte seinerseits etwa siebzieg ´Meter zwischen sich und Illusius und an und wann ertönte auch noch ein Horn von diesem, welcher sicherlich siegnalisieren wollte: "Schickt mehr Männer zu mir!".

Keuchend ging Illusius zu seinem Pferd. Er streichelte es und sah sich genau dessen Wunde an. Der Pfeil steckte zum Glück nicht all zu tief. Er Sprach mit seinem Pferd versuchte es zu beruhigen und als er das tat, zog er hastig den Pfeil heraus. Sein Pferd wieherte kurz und wäre es nicht sein Freund gewesen, welcher den Pfeil herauszog, es hätte sicher nach ihm getretten. Dann ging Illusius in die Hocke und kramte in seiner Tasche nach Kräutern und einer Heilsalbe. Er behandelte damit die Wunde und da hörte er es wieder, dieses Horn des fünften Mannes, welcher damit immer wieder Siegnale zu den Anderen gab. Er wusste, einen Ritt würde er seinem Pferd nicht zumuten wollen. Also nahm er das Zaumzeug und den Sattel ab und streichelte es kurz. Er sprach auch dabei und presste leicht seine Stirn gegen dessen Nüstern. Dann nahm er das Wichtigste aus der Satteltasche und ging richtung des Flusses. Ein Paar Meter folgte ihm das Pferd, doch er rief schweren Herzens einige Worte und es hielt inne. Als er keine Anstalten machte, sich zu dem Pferd zu bekennen und einfach weiterging, folgte es ihm auch nicht mehr und humpfelte von ihm weg.
Er holte einige Male tief Luft und seine Schritte wurden immer schneller. Die Wunden die er von dem Kampf davontrug ,tat er mit dem Gedanken ab, dass diese schnell heilen würden. Er musste sich beeilen und es über den Fluß schaffen und diesen Dieb finden, welcher sein Buch mit sich genommen hatte. Er redete sich immer wieder ein, dass er bis zum Morgengrauen den Fluß überqueren konnte und dann bei Tageslicht vielleicht Spuren einer Person finden könnte, welche schnellen Schrittes unterwegs war. So Hoffte er zummindest.

Zweiter Tag:

Wie geplant überquerte er den Fluß und ereichte das Gebiet Enedwaith. Es ging viel Zeit verloren um Spuren auszumachen, welche von einem Reisenden stammen könnten, welcher alleine unterwegs war. Doch bei aller Mühe, er fand keine und wirkte ratlos. "Also wenn ich von dem Kampf in dem Lager fliehen konnte, wäre doch genau dieser Weg den ich wählen würde, um mich zu retten", stammelte er immer wieder und musterte dabei den Boden am Rand des Flußes. Er war so vertieft in diesem Bestreben, dass er kaum etwas von seiner Situation mitbekam. Doch dann rieß ihn ein lautes Brüllen aus seinen Gedanken. "Da ist er!" ertönte es. Illusius blickte auf die andere Seite des Flußes und erschrack. Der fünfte Überlebende stand da mit zehn weiteren Gefährten. Er schulterte seine Tasche und rannte so schnell er konnte ins Landesinnnere. Wenn er Glück hatte, würde ihm etwa zwanzig Minuten Vorsprung bleiben.Wenn er Glück hatte...

Am Nachmittag des zweiten Tages:

Stunden war er schon auf der Flucht. Seine Schritte waren Krampfhaft, so erschöpft war er. Er fühlte sich wie ein Wildtier, dass man vor sich hertrieb um ihm die Kraft zu rauben und ihm den Todesstoss zu versetzen.
Hastig blickte er sich um, in der Hoffnung aus dieser Situation noch einen Ausweg zu finden. Doch es gab nichts was ihm weiterhelfen konnte. Er verließ den Weg und stolperte unbeholfen über einen Hügel und dann konnte er nicht anderst, er ließ sich zu Boden fallen und rang nach Luft. Sein Atem war so schwer und so angestrengt, es grenzte an ein Wunder, dass er nicht hyperventilieren und in Ohnmacht fiel. Dann hörte er die Schritte und das Grölen der Verfolger. Sie wussten genau, dass er nicht mehr konnte und hinter dem Hügel war, nicht weit von ihnen. Wenn es gut kam, lagen vielleicht fünfzehn Meter zwischen ihnen. Langsam aber stättig gingen sie Richtung Hügel und lachten dabei. Illusius wusste, er habe ihnen nichts entgegenzusetzen, einen Kampf würde er keine Minute überstehen. Seine suchende Blicke waren also voller Verzweiflung. Doch dann erkannte er, was das für ein Hügel war. "Gräber", presste er hervor und raffte sich ein letztes Mal auf. Er wusste, dass die Kulturen in diesen Gefilden, ähnlich wie in Bree ganze Höhlensysteme anlegten, für ihre Toten. Hastig schweiften seine Blicke umher, nach der Suche nach einem Eingang in diese Gräber und sein Blick hielt inne, als er auch einen Eingang auf seiner Seite des Hügels ausmachte. So schnell er konnte stolpperte er den Eingang entgegen. Doch ein massiver Stein versperrte den Eingang. Er versuchte es mit seinem Stab und fand eine Niesche in der er versuchte ihn so anzusetzen, dass er mit Hilfe der Hebelwirkung diesen Stein bewegen konnte . Er brachte seine letzten Kraftreserven auf und sein Stab ächzte unter der Last des Steines, doch im letzten Moment gab dieser nach und krachte nach innen. Illusius mühte sich über den stein und rutschte am anderen Ende herunter. Dann überschlug er sich einige Male eine Treppe herunter in das Inne des Grabes und zog sich dabei noch mehr Blässuren hinzu. Doch darauf konnte er keine Rücksicht nehmen. Er versuchte den Schmerz zu überwinden und drang weiter in das Grab ein. Seine Verfolger aber hatten nicht den Mut das Grab zu betreten. Vermutlich aus Angst oder Aberglaube. Illusius war es egal, hauptsache er war fürs erste in Sicherheit. Vermutlich spekulierten seine Verfolger darauf, dass er wie sie auch diese Angst teilte oder den Aberglaube, welcher veranlassen würde, dass er sich letztendlich ihnen ergeben würde, denn sie harrten am Eingang aus und machten keine Anstallten andere Eingänge dieses riesigen Grabes auszumachen. Illusius konnte nur froh über diesen glücklichen Zufall sein und drang unbeirrt in das Höhlensystem vor.

Drtter Tag:

Er war erschöpft und er merkte, dass er Fieber bekam. Selbst das Licht, welches er mit Hilfe seines Stabes erzeugen konnte verblasste zusehens. Kurz hielt er inne und setzte sich. Dabei musterte er die Wunden, welche er vor einigen Tagen erleiden musste. Sie waren bereits entzündet. Er wollte sie behandeln, aber seine Tinkturen überlebten den Sturz in das Grab nicht. Er konnte auch dafür keine Kraft aufbringen, mit Hilfe eines Zaubers abhilfe zu schaffen, denn er musste sich auf das Licht konzentrieren. Also er war der Situation hilflos ausgeliefert in der er sich befand. Als wäre das nicht schlimm genug, bemerkte er, als er da saß, dass die Markierung an der Wand vor ihm, von ihm selbst stammt. Er war also viele Stunden um Kreis gegangen ohne es zu merken.
Kurz verfiel er auch in Panik und schaute sich hastig um. Illusius führchtete, dass hier ein Gruftling hausen könnte und ihm mit seinen Zauber in die Irre führen könnte, so das dieser niemals mehr das Tageslicht erblicken konnte. Sein Zustand machte es ihm unmöglich einzuschätzen was hier gerade geschieht. War es nur das Fieber, was ihm zusetzte, oder im schlimmsten Fall doch ein Gruftling? Es half nichts, er musste aus diesem Grab und so stemmte er sich mit dem rücken gengen die Wand und bot die Kraft mit dem Beinen auf, so das er wieder stand. Er erinnerte sich daran, dass wenn man sich in einem Labyrint rechts hielt, so eventuell einen Ausgang finden konnte. Also tat er dies auch. Nach weiteren Stunden der Anstrengung, bemerkte er an einer Wand einen Luftzug. Dieser Luftzug unterschied sich von der Luft in diesem Grab. Er hatte zwar einen modrigen Beigeschmack, was der Umgebung anzulasten war, aber auch etwas süssliches, wie der Geruch von Blumen. Illusius zog sein Schwert und begang damit die Wand zu bearbeiten und ein zuerst winziger Spalt wurde immer grösser. Er erkannte den Nachthimmel und den Mond und die Sterne. Es verging wieder viel Zeit, doch am Ende fand er sich ausserhalb des Grabes wieder und schlief erschöpft ein.

Vierter Tag:

Die Mittagssonne brannte erbarmungslos herab, welche Illusius zwang aus seinem tiefen Schlaf zu erwachen. Zuerst war er orientierungslos und blickte sich, noch liegend, um. Dann setzte er sich auf und versuchte zu erkennen wo er war. Die umgebung unterschied sich ein wenig von der, welche er zuletzt in Erinnerung hattte. Nich weit von ihm sah er nackten Fells und mitten hindruch führte ein Weg. Es sah nicht grade einladend aus diesen Weg zu wählen, aber eine bessere Alternative bot sich momentan nicht. Als er aufstand und weitergehen wollte, machte ihm eine der entzündeten Wunden einen Strich durch die Rechnung. Er blickte schmerzverzerrt umher. Illusius versuchte Kräuter und wenn möglich etwas essbares auszumachen. Er zwang sich Schritt für Schritt in Richtung einer Wiese, auf dem sich einige Büsche befanden. Als er erkannte, dass an den Büschen Blaubeeren hingen, wurde seine Schritte mutiger, was dem umstand geschuldet war, dass er fast schon vor dem verhungern stand. Er lies sich vor einem der Büsche niederfallen und zupfte unbeholfen enige Beeren, welche umgehend den Weg in seinem Mund fanden. So ging es einige Minuten und als er nicht wenige der Beeren gegessen hatte, schaute er genaustens auf den Boden und fand das ein oder andere Kraut, von dem er wusste, dass diese Entzündungen entgegenwirken konnten. Er rupfte die Kräuter heraus, kaute einigemale auf diese, so dass der Saft freilag und presste die Kräuter auf die Wunden. Damit die Kräuter hielten, goss er Wasser auf die Erde und trug so ein wenig Schlamm auf die Haut auf. Jetzt hieß es abwarten, sich ausruhen, neue Kraft schöpfen.

Fortsetzung folgt!...

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Mi 7. Okt 2015, 20:35 
Wanderer

Registriert: Mi 20. Feb 2013, 21:37
Beiträge: 40
Einige Stunden mussten vergangen sein, seit Ruhe im Lager eingekehrt war. Lothuilos hatte Theylrond inzwischen abgelöst und die Wache übernommen. Mit den leisen, gleichmäßigen Atemzügen der Gefährten schien die Anspannung, die zuvor in der Luft gelegen hatte, langsam abzunehmen.

Diese Pause ist wirklich nötig. Lange hätten wir so nicht mehr durchgehalten…

Mit Mirfaloths Erscheinen wurden zwar einige Fragen beantwortet – sie hatte die Spur aus Gegenständen, die die Gruppe gefunden hatte gelegt, in der Hoffnung, dass sie ihr helfen konnten, ihrem Mann Arodol und seinen Männern zu entkommen. Und sie kannte auch die Richtung, in der ein Ausgang der Minen sein musste.

Gefährlich schien sie nicht, ich denke nicht, dass sie mit dem Schwert, das sie trug, überhaupt umgehen kann. Eine Falle erscheint mir auch unwahrscheinlich. Arodols Männer waren uns zahlenmäßig weit überlegen. Sie bräuchten sich keinen so komplizierten Hinterhalt auszudenken. Dennoch werden Mirfaloths Fragen warten müssen, bis wir diese Höhle tatsächlich verlassen haben.

Shares' Verhalten machte ihr am meisten Sorgen. Wo er zuvor aus Angst zu handeln schien, wirkte er inzwischen nur noch wirr.

Shares wird wohl Hilfe benötigen, um den Rest dieses Weges zu überstehen. Auch Maglawen ist verletzt, obwohl das Gegengift zu wirken scheint. Noch dazu werden unsere Vorräte knapp.
Ees ist erstaunlich zu sehen, wie alle… nun, fast alle dieser so verschiedenen Menschen trotz der vorangegangenen Streitigkeiten zusammenhalten, wenn es wirklich darauf ankommt.
So – und nur so – werden wir es alle nach draußen schaffen.


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 Betreff des Beitrags: Der Versuch alleine nach Hause zu kommen.
BeitragVerfasst: Do 22. Okt 2015, 20:57 
Bürger Gondors

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Shares war wütend, aufgebracht wie schon lange nicht mehr.Der Streit in der Gemeinschaft verschärfte sich zusehens und aus seiner Sicht tat man ihm unrecht. Wie gesagt, seiner Sicht.

Als sie bereit waren, seine Fesseln zu lösen, schaffte er es aber nicht seine Waffen einzufordern. Was ihn noch mehr in Rage versetzte. Von seiner Perspektive aus brauchten sie ihn wohl nur, um ihm notfalls, wortwörtlich, den Orks als Snack vorzuwefen. Egal wie oft er sie einforderte, sie wollten ihm sein Messer und sein Schwert nicht aushändigen. Blind vor Wut entschied er sich, die Gemeinschaft zu verlassen und den Weg zu nehemen, welcher sie bis hierhin führte. Er schnappte sich einer der Fackeln, ohne zu merken, dass diese nicht mehr viel hergab.

Als er sich immer weiter von ihnen entfernte, beruhigte er sich langsam wieder. Die Tritte gegen einen auf den Weg liegenden Steine, welcher er immer wieder von sich wegkickte, wichen einer Teilnahmslosigkeit. Nach etwa Zehn Minuten Marsch bemerkte er diese Stille. Aber auch die Dunkelheit, welche immer bedrohlicher wirkte, da der Schein der Fackel so langsam begang zu schwächeln. Er Matschierte noch weitere fünf Minuten und ein Krachen, dass aus allen Richtungen zu kommen schien, stoppte den Marsch. Er hielt inne und versuchte eine Richtung anzupeilen, wo genau das Krachen von eben herkommen könnte. Doch da die Wände den Ohrenbetäubenden Schall revlektierten, war es ihm nicht möglich. In seiner befindlichen Panik, versuchte er nach seinen Zweihänder zu greifen. Doch der Griff ging ins Leere. Es folgte ein kurzes: "OH NEIN!". Die Fackel war auch schon fast ausgegagen. Er richtete sie gen Boden und fand einen "Stock". Er wuchtete diesen gegen alle Richtungen, woher das Krachen zu kommen schien. Erst als still wurde, beruhigte er sich und das panische Umherblicken nahm ab. Erst jetzt bemerkte er auch, dass der Stock, welchen er fand gar kein Stock war, sondern ein Knochen. Erschrocken und angewiedert schleuderte er diesen von sich.

Die Fackel konnte auch jeden Moment ausgehen und er wusste, sollte dies passieren, würde er nicht weiterkommen können. Hastig griff er nach seinen Umhang und begang damit von diesen mit aller Kraft die er aubringen konnte, ein Stück herauszureißen. Dieses wickelte er um die Fackel und pustete vorsichtig in die Glut. Zum Glück für ihn war der Stofffetzen trocken und fing schnell Feuer. Der schein der Fackel reichte zwar nur noch etwa sieben Meter, aber dies nutzte er, um hastig den Weg zurück zu gehen, welcher zu der Gruppe führte. Ein oder zwei Mal hielt er an, um an und wann wieder ein Stück von seinen Umhang abzutrennen und diesen Fetzen in Flammen zu setzen und gleichzeitig um die Fackel zu wickeln.
Sein Gang war so hastig, dass er die Strecke in der Hälfte der Zeit zurückschafte. Er nahm einen blassen Schein in der Ferne wahr. Er löschte darauf seine Fackel und ließ sich an der Ecke, welche ihm vertraut war nieder und lauschte den Gesprächen der Anderen. Sie konnten ihn nicht sehen aber er sie teilweise hören.. Er vernahm einige verstümmelte Sätze wahr, wie:

"Vielleicht ist es gut so, dass er weg ist!"... "Hm... Aber hätten wir ihm nicht wenigstens seine Waffen mitgeben sollen?".

Er lehnte seinen Hinterkopf gegen die Wand und schloß dabei die Augen. Immer wieder lief ihm dabei eine Träne über die Wange. Erst jetzt erkannte er, wie die Anderen ihn sahen und wahrgenommen hatten. Es war genau das Verhalten seiner damaligen Peiniger, welche er wohl unbewusst übernahm., nur mit dem Versuch irgendwo dazuzugehören. Er empfand irgendwann sogar Abscheu gegen sich selbst. Als er nun seinen Fehler erkannte, tat es ihm sehr leid und den Tränen fügte er an und wann auch ein ungewolltes Schluchzen hinzu.

Es half nichts, er musste sich alle dem stellen. Er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und richtete sich auf. Er war auf die Anderen angewiesen. Doch es verlangte ihm auch nach einer Erklärung um all das hier. Warum der Weg durch Moria? Warum ist sein Gönner von damals nicht dabei? Wo war Illusius?

Er nahm allen Mut zusammen, in der Hoffnung alles irgendwie wieder gut machen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Sa 24. Okt 2015, 16:28 
Wächter Gondors
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Teil 17

„Sagt... Wie weit ist der Weg noch?“, fragte Mirfaloth zögerlich. Eine klare Antwort bekam sie nicht – wie auch. Es wusste ja keiner. 'Du bist doch kein Kind', schalt sie sich selbst. 'Frag nicht so dumm.'

Sie schienen alle noch erstarrt von der Auseinandersetzung mit Shares, doch nun begann eine Diskussion über die Frage der Verpflegung, nachdem Aphidor darauf hingewiesen hatte, dass sie hier unten wohl kaum Proviant finden würden.

„Also, Ratten werde ich nicht essen“, sagte Manora und schüttelte sich.

„Die sind doch bestimmt krank“, ergänzte Brytwine ähnlich entsetzt.

„Ein Grund mehr, aus diesem Loch herauszukommen“, meinte Arganthir.

Plötzlich flog etwas aus der Dunkelheit im Westen der Gruppe auf sie zu; Mirfaloth zuckte zusammen. Es war eine gerade noch brennende Fackel. Die Männer griffen sofort zu ihren Waffen und Lothuilos legte einen Pfeil in den Bogen ein. Maglawen hingegen schlief fest weiter.

„Shares!“, sagte Brytwine dann. Er war es tatsächlich, und er sah fürchterlich erschöpft aus und auch so, als habe er geweint. Mirfaloth empfand Mitgefühl mit ihm.

„Bitte... Ich habe nachgedacht“, murmelte er den Gefährten entgegen, die ihm wachsam entgegen getreten waren. „Ich bitte nur um eines: Erklärt mir doch bitte, warum gehen wir durch Moria? Warum? Mehr wollte ich doch nicht wissen!“ Er wirkte, als sei er außer sich vor Angst.

Arganthir erklärte Shares, was in Hulsten vorgefallen war, und der Mann nickte.

„Für mich war das sehr seltsam, immer fanden wir etwas und Maglawen deutete darin etwas, was ich nicht verstehe...“ Er stammelte das fast.

Mirfaloth tat er wirklich Leid. „Das waren doch meine Zeichen! Ich musste euch doch auf mich aufmerksam machen“, erklärte sie.

Es gelang, die Gruppe wieder zu einen; Mirfaloth war zufrieden. Bis sie zu der Elbin sah: Lothuilos legte nachdenklich den Kopf ein wenig schief, ihre Augen huschten aufmerksam hin und her. Dann zuckte sie zusammen.

Es waren Geräusche, die nur die scharfen Ohren ihrer Art hatten erlauschen können. Schnell entschied die Gruppe, dass sie aufbrechen mussten und Mirfaloth weckte schweren Herzens die Verwundete.

„Hab' ich einen Albtraum gehabt?“, fragte diese, nachdem sie erwacht war und Shares gesehen hatte.

Sie nahmen den schnellsten Weg fort von den Geräuschen, einen Absatz hinab und dann in die Richtung weiter, aus der sie gekommen waren. Es war eine schreckliche Hetze, denn hinter sich hörten sie Geräusche immer näher kommen. Vor einigen Treppen blieben sie kurz halten.

„Wir sind nicht alleine“, flüsterte Manora. Eine riesige gedrungen Gestalt war in der Ferne zu erahnen.

„Das... das ist ein Troll!“, stammelte Maglawen.

Verängstigt stolperten sie weiter, nicht schnell genug, weil sie die Verletzte bei sich hatten. Schon leicht panisch sagte Brytwine: „Er kommt näher!“

Dann erreichten sie eine Plattform, die mit einem Holzgeländer gesichert war. Oben auf der Treppe erschien eine riesige, unförmige Gestalt mit einer unglaublich großen Keule in einer Pranke. Ein warziger, übel riechender Höhlentroll, der mit seinen kleinen Äuglein auf die Gemeinschaft hinunter starrte.

Aphidor starrte nur zurück und spannte seine Armbrust. Sie stellten sich dem Kampf.

„Dol Amroth für Gondor!“, rief Arganthir. Lothuilos spannte den Bogen und zielte ihren ersten Pfeil auf das linke Auge des Trolls. Aphidors Bolzen schrammte über dessen Wange. Theylrond musste schnell ausweichen, als der Troll die Keule gegen ihn schwang.

„Wenn der Troll runter kommt spannen wir das Seil um seine Füße, vielleicht bringt ihn das zum Fall!“, rief Aphidor Shares zu. Der nickte und ergriff das andere Ende des Seils, das Aphidor von seinem Beutel gelöst hatte. Maglawen stand an das Geländer gelehnt und begann zu brüllen und zu gestikulieren.

„Oh, oh“, sagte Aphidor, als der Troll begann, die Treppe hinab zu laufen. Er und Shares spannten ihr Seil. Mit Donnergetöse stolperte der Troll über ihre Falle, durchbrach dann das Geländer und fiel in die Tiefe dahinter. Sie hatten ihn besiegt. Die plötzliche Stille war fast ohrenbetäubend.

Doch Shares hatte das Seil zu spät losgelassen und hing nun über dem Abgrund. Arganthir ließ seinen Zweihänder fallen, packte ihn und warf sich nach hinten.

„Verdammt“, schnaufte Theylrond, noch schwer atmend.

„Ist.. ist jemand verletzt?“, fragte Manora.

Sie waren alle heil geblieben, aber völlig erschöpft.

„Tja, jetzt haben wir was zu erzählen“, meinte Aphidor trocken.

„JETZT haben wir etwas zu erzählen?“, fragte Maglawen sarkastisch. „Oh, klar. Vorher, das waren nur Pausenfüller.“

Das eigentliche Wunder fand aber wohl statt, als Theylrond Shares zu nickte. Kurz, wie immer, doch es war ein Nicken.

„Illusius... Er wollte, dass ich von euch lerne, einer Gemeinschaft anzugehören“, murmelte Shares.

„Na, das hat er hinbekommen“, erwiderte Maglawen sehr leise.

Nun hatten sie Zeit, ihre Umgebung wahrzunehmen.

„Wahre Kunstwerke“, sagte Brytwine, als sie in die Tiefe sah. Das dämmrige Schimmern einiger Kristalle ermöglicht den Blick Mit unfassbar kunstvollen Säulen hatten die Zwerge die steinerne Kuppel gestützt. Wie Äste versteinerter Bäume wanden sie sich durch die Höhe. Und dann spürten sie es: Durch das Gewölbe zog hin und wieder ein Hauch, wie, als sei es Wind, der in die Tiefen Khazad-dûms gekommen war, um sie zu erfrischen.

Maglawen holte tief Luft und lächelte dann.

„Riecht ihr das?“, fragte Arganthir. Auch er lächelte. „Die Luft ist frischer...“

„Luft“, brummte Theylrond. „Vielleicht... Bald... Hier raus.“

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Zuletzt geändert von Arvaethil am Sa 31. Okt 2015, 10:48, insgesamt 1-mal geändert.

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