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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Di 7. Jul 2015, 15:17 
Bürger Gondors
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Registriert: Do 8. Aug 2013, 12:54
Beiträge: 410
Wohnort: Dol Amroth Gondor
Die Reise, seine Sicht.

Es ist Nacht, er hält Wache. Jedes Geräusch, jeder Schatten mit einem
blitzschnellen Griff auf den Schwertknauf quittiert.
Die Gedanken ab und an bei der Truppe.
Als da wären zwei tapfere Recken, von denen einer das Feuer meidet
Ein versierter Heiler der als Mentor fungiert, leider mit minderem
Erfolg, denn die Anvertraute bleibt mitten in der Einode, in eigenartig
wirkender disphorischer Melancholie zurück.
Alles gar kein" Problem. Warum, es ist doch ein "Spaziergang",
oder habe er sich getäuscht?
Seine Schülerin oder was auch immer, scheint jedenfalls mit den Füssen auf dem
Boden der Tatsachen zu stehen.
Ein freundlicher Mann mit ausladendem Hut welcher im Ernstfall jeglichen Blick
unmöglich macht und Erdbeeren am Wegesrand pflückt, anstatt auf den Weg zu achten.
Eine junge Frau welche dem Säuseln eines Barden verfiel und im anmutigen
Imladris die Augen geöffnet wurden, das manch schönes Wort nicht
immer gehaltvoll sein muss.
Einem der in Bruchtal zur Gruppe stiess und auf ihn ruhig und vernünftig wirkt.
Dann ein verhärten die Gesichtszüge sich ein kleines bischen.
Das "Grauen" hat einen Namen .... Eine wahrhaft "heroische" Frau seines
Volkes, die schon in den Bruinnenschluchten fast vom Pferde fiel "Ach nein es geht
schon wieder...." und in Imladris den Elben und ihrem Wissen gedankt
zusammengeflickt und überlebte.
Nicht zu vergessen dass mitten in der Wildnis eine Leiche gefunden wird, die rein "zufällig"
dort gefunden und sogar einen Namen hat...Murla eine Nichtkrähe, wahrscheinlich
eine andere finstere Gruppierung, welche ausser den sonst noch üblichen "Verdächtigen"
wie Trollen, Bilwissen, Wölfen, Bären und Orks hinter Ihnen her sind.
Alles in allem eine "entspannte" Reisetruppe auf dem Weg nach Gondor...

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Do 9. Jul 2015, 21:40 
Wanderer

Registriert: Mo 16. Apr 2012, 19:06
Beiträge: 81
Er schlug die Augen auf. Es war noch Nacht und kalt, kälter als es in Bruchtal war.

Er schien gerade rechtzeitig aufgestanden zu sein, denn kurz danach kam Maglawen auf ihn zu erzählte ihm es sei seine Schicht um Wache zu halten.

Noch Müde blickte Aphidor sich um. Theylrond schien ebenso auf zu sein und Wache zu halten, und Illusius und Ahreandril waren auch wach.
Er sah durch die Dunkelheit Arantion und Arganthir die Pferde satteln und hörte sie los reiten. So wollten die Gegend nach Gefahren absuchen, hörte er von Maglawen.

Plötzlich wurde Illusius laut, vielleicht war er auch gar nicht so laut doch durch die Stille der Nacht hörte es sich an wie ein Schrei.

Scherzend meinte Maglawen er könne nun ein Feuer machen, da sie nun sowieso jeder gehört habe, was er auch gerne Tat (und dabei fast einen seiner Bolzen versengte) denn durch den aufkommenden Wind wurde es noch kälter.

Durch Illusius Lautstärke und dem hellen Schein des Feuers wurde nun auch der Rest der Gruppe wach - allein Dugal schaffte es am schlafen zu bleiben.

Nach einer Zeit kamen Illusius und Ahreandril auf sie zu.
"Ahreandril...Wir... haben euch etwas zu erzählen.", setzte Illusius an. "Und...hört es zu ende an und regt euch bitte nicht auf.", sagte er dazu, wobei er beim zweiten Teil Maglawen anschaute.

Nach dieser Ankündigung blieb es erstmal still. Und auch wenn Aphidor die Umgebung beobachtete konnte er Tränen auf Ahreandrils Wangen erkennen, was ihm besorgte. Hoffentlich würde sie die Gemeinschaft nun Aufklären.

Und Ahreandril begann zu erzählen, wobei ihre Hand auf Illusius Schulter gestüzt war; Sie erzählte von der Zeit als sie in den einsamen Landen nicht anzutreffen war. Von einer Gruppe die sie zur Gemeinschaft führen könne, von einem Geschenk eines Mannes der Gruppe, welches sie von bösen Geistern schützen könne.
Als sie das Geschenk beschrieb stöhnte Aphidor. Sie war es die den Splitter mit der Krähenfeder platziert hatte, welcher Maglawen vergiftet hat.

Tallys, Brytwine und Manora bestärkten sie, dass es nicht ihre Schuld gewesen sei und Illusius versuchte die Schuld auf sich zu nehmen, wobei er auch, wahrscheinlich aus Angst sie würde Ahreandril an die Gurgel springen, immer Maglawen im Auge behielt.

Auch wenn er von den Neuigkeiten fast erschlagen wurde war Aphidor froh. Nun wussten sie einiges mehr, vielleicht könnten sie den bis jetzt unbekannten Feind besser einschätzen.
Fast hätte er gelacht, blickte aber zu Maglawen einen Wutausbruch ihrerseits der Neuigkeiten erwartend. Doch sie behielt -den Umständen entsprechend- zu seiner Überraschung einen kühlen Kopf und fragte Ahreandril nach der Gruppe aus.

Langsam machten sich rötliche Lichtstrahlen am Himmel breit. Der Nacht wich dem Morgen und es wurde wärmer. Aphidor war froh dem gefährlichsten Teil überstanden zu haben, wobei Theylrond immernoch stur die Umgebung absuchte.

Sie wurden jedoch enttäuscht und einer Befragung Ahreandril kam nichts herraus, "Jedoch", sagte Maglawen düster "haben wir es nun mit zwei Gruppen zu tun" und erklärte wie die Krähen vor ihnen die Brücke Richtung Bruchtal überquert und die Gruppe von der Ahreandril gesprochen hatte nach ihnen.

Aphidor reagierte auf diese Nachricht ebenso düster. Nun waren sie wieder im blinden wer sie noch Verfolgte, denn auch Maglawen gab vor nicht zu wissen wer sie waren.

Da Arantion und Arganthir noch nicht zurück waren beschloß die Gemeinschaft noch etwas zu verweilen, und nach dieser langen Nacht machte sich Aphidor auf noch etwas Schlaf zu bekommen.
Auch wenn sie wieder im Dunkeln waren machte es keinen Sinn sich den Kopf über etwas zu zerbrechen welches sie höchstens raten können.

Er legte seine Armbrust ab und lehnte sich an einen der Bäume, zog seinen Hut übers Gesicht und träumte von Pelargir

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Aphidors 1'st Theme (again): https://www.youtube.com/watch?v=Gur7kJythgM


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Fr 10. Jul 2015, 21:41 
Wächter Gondors
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Beiträge: 819
Teil 7

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Bluntsch... Bluntsch... Bluntsch...

Maggie bemerkte erst nach einigen versunkenen Steinen, was sie tat. Das Geräusch, dass ihre Wurfgeschosse verursachten, hatte eine seltsam träge Endgültigkeit, fand sie. Und erschrak dann, als sie ihren Gedanken gleichsam las. Träge Endgültigkeit?

„Ich brauche einen Weißwein und am besten in zwanzig Meilen Umkreis niemanden um mich herum“, murmelte sie tonlos vor sich hin. „Langsam werde ich... merkwürdig.“ Sie richtete sich aus der Hocke auf und sah in die Reflexion des Sonnenlichts auf dem Wasser, ohne es wahrzunehmen.

Dass Ahreandril hinter dem vergifteten Erzsplitter steckte, war Maglawen klar gewesen. Ahreandril hatte sich so schuldig benommen, dass es fast auf ihrer Stirn hätte stehen können. Aber sie war davon ausgegangen, dass Ahreandril es aus Wut oder Eifersucht getan hatte, oder weil sie Frauen wie sie verabscheute, ohne Berechnung oder Plan, aus einem Gefühl heraus. Doch hinter dem Anschlag steckte ein Plan; jemand hatte Ahreandril gezielt benutzt, um zu töten... Es steckte so viel Entschlossenheit dahinter, so viel Hass. Und es waren nicht die Krähen gewesen, das war ihr ja ohnehin nicht nachvollziehbar erschienen.

Sie ging ein paar Schritte am Wasser entlang, vom Lager weg. Derjenige, der Ahreandril getäuscht hatte – er musste doch auch Mura getötet haben? Wie wahrscheinlich wäre es denn schließlich, wenn noch jemand sich in die Belange ihrer Gruppe einmischen wollte! Woher aber wusste dieser Mensch, wohin sie reiten würden?

Nach ein paar Schritten blieb Maggie stehen. Vor ihr am Boden lagen einige kleine Knöchelchen und Gewölle, hier hatte wohl ein Greifvogel gespeist. Gedankenverloren starrte sie auf die tierischen Überreste. 'Behalte den Überblick', dachte sie und atmete tief durch. 'Und du weißt: Das geht nur aus der Distanz.'

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Sa 25. Jul 2015, 13:08 
Wächter Gondors
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Teil 8

'Großartig!'
Maggie drückte ihrem verrückten Hengst die Fersen in den Leib, so, dass er begann zu traben. Den Überblick behalten, ja – das hatte sie großartig hinbekommen. „Von Anfang an hab ich alles falsch gemacht“, murmelte sie vor sich hin, als sie durch die nächtliche Stille Eregions ritt. Das Dokument zu verstecken war ganz sicher die sicherste Lösung gewesen – allerdings nur, was die Sicherheit des Schriftstücks selbst anging. Wenn, wie sie vermutete, Arganthirs Geiselnehmer niemand anders war, als derjenige, um den es dort ging, dann hatte sie nichts, womit sie ihn im Ernstfall zufrieden stellen konnte.

Arantion hatte die Botschaft gebracht, dass Arganthir in die Hände dieses Mannes geraten war. Maglawen war schon einige Zeit sicher gewesen, dass etwas schief gelaufen war. Ihr Gefühl sagte ihr das. Die beiden Männer hatten einen Mann verfolgt, der ihnen verdächtig erschien. Dann stürzte Arganthirs Pferd und der Verfolger hatte den bewusstlosen Arganthir in seinem Griff. Das alles hätte noch ein Zufall sein können. Aber der Mann wollte sie, Maglawen, an seiner Stelle – und bei den Krähen gab es niemand mit grauem Haar und Schnurrbart, der so selbstsicher und gebildet war, wie es sich bei diesem Kerl anhörte.

Vom ersten Moment an war ihr klar gewesen, was sie tun musste. „Austausch kommt ja nicht in Frage, also müssen wir einen Weg finden ihn zu befreien“, sagte Manora, und die anderen sahen es ähnlich. Aber Maggie war fast sicher, dass dieser Mann nicht allein hier war. Und sie musste dafür sorgen, dass Arganthir die Reise mit ihr nicht mit seinem Leben bezahlte.

Die Gruppe ritt in den Pass hinein, bis die Dunkelheit die Weiterreise zu gefährlich machte. Maggie betonte das so lange, bis sich alle fügten. Zu ihrer Erleichterung waren alle emsig beschäftigt, und es fiel niemandem auf, dass sie ihre Sachen und ihr Pferd etwas abseits unterbrachte. Unschuldig meldete sie sich für die Wache im südlichen Bereich – die Gegend, in die der Mann sie befohlen hatte. Hastig kritzelte sie eine Botschaft an Aphidor und deponierte sie unbemerkt auf dessen Sachen. „Es riecht schon gut!“, rief sie noch nach oben. Aber sobald die Dunkelheit undurchdringlich zu sein schien, umwickelte sie die Hufe des Hengstes und führte ihn, so leise es irgend ging, den Pass hinunter.

'Und es hat funktioniert', dachte sie. 'Keiner hat gemerkt, dass ich weg bin.' Seltsamerweise machte sie dieser Gedanke eher traurig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Mo 27. Jul 2015, 11:15 
Bürger Gondors
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Beiträge: 410
Wohnort: Dol Amroth Gondor
Seine Sicht der Dinge

Stunden sind vergangen, von den beidem Kundschaftern fehlt jede Spur. "Da ist doch was faul hier" Gedanken. "Den Weg abreiten, sichern, heißt nicht bis nach Gondor zu reiten..." als dann Arantion alleine zum Lager zurückkehrt.

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Arganthir entfürt von einem Unbekannten. Das Pferd "stolperte",....kein Zufall für ihn und könnte eine gut platzierte Schlingfalle gewesen sein.
Schlimmer: Da wusste jemand um Route und Reiter.
Die Gruppe beschließt endlich aufzubrechen.

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Ahreandril, hängt ständig hinterher, als sei dies ein Sonntagsnachmittagsausritt einer illustren Reisegruppe.
Nach weiteren Stunden wird ein Lager aufgeschlagen und gedanklich schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen, als ein Lagerfeuer weit gen Norden sichtbar entfacht wird.
Ihm stößt das nicht alleine übel auf, das Feuer wird gelöscht und durch ein "professionelles" ersetzt. Von dem Wenigen was alle an Nahrung übrig haben, ein passables Mal zubereitet.

Wacheinteilung:

Maglawen übernimmt den Süden, er sichert den Norden. Die Dunkelheit erschwert jede Sicht. Die Anderen sitzen weiter am Feuer, als Aphidor nach Süden runter geht und Maglawen spurlos verschwunden ist.
"Heroisch" von ihr die Gruppe da raus zu halten, schon die zweite heldenhafte Fehlleistung und sich in die Hände der Entführer zu geben. Sie für Arganthir. Wieder stößt ihm alles bitter auf. Wenn sie alleine geht, einen Grund mehr den Anderen zu beseitigen, besser kann es gar nicht laufen.
Doch in der Nacht nach ihr zu suchen wäre von keinem Erfolg gekrönt. Es heißt schlafen und auf die Morgendämmerung warten. Nach der Wachablösung liegt er ein Weilchen, sinnt zähneknirschend über die Ereignisse nach.
"Was solls...Mitgehangen, mitgefangen..."schläft ein mit einem Kopfschütteln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Fr 7. Aug 2015, 16:06 
Wächter Gondors
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Beiträge: 819
Teil 9

'Verdammt, verdammt, verdammt!' Maglawen starrte in die Finsternis, obwohl ihr vollkommen klar war, dass niemand dem Späher in der Nacht würde folgen können. Und sie war sich ebenso klar darüber, dass der heimliche Lauscher schleunigst nutzen wollen würde, was er gehört hatte: Dass das Geständnis Arodols sich in Dol Amroth befand, bei Arvaethil.

Dabei war alles gut gelaufen: Als sie bei den Männern ankam, die Arganthir festhielten, ließen diese ihn tatsächlich gehen – mit seinen Waffen, dem Harnisch, seinem Pferd. Echte Ehrenmänner und ihr deswegen nicht gewachsen, sonst hätten sie sie vorher gefesselt. So gelang es ihnen beiden, einen Vorsprung herauszureiten, ehe die Verfolger zu ihren Pferden gelangt waren. Aber Pfeile schickten sie ihnen hinterher. Arganthir ritt direkt hinter ihr, so dass die Geschosse nur seinen Harnisch trafen.

Nachdem sie dann einige Haken geschlagen hatten und eine Zeitlang durch einen Bach geritten waren, trafen sie auch noch die ihren – so viel Glück musste man auch erst einmal haben. Gemeinsam machten sie sich nach Gwingris auf, wo eine größere Gruppe Elben lagerten – noch mehr Glück! Das würde ihnen Schutz vor einem ungeplanten Überfall bieten! Doch dann war es aus mit dem Glück: Die Elben gaben Auskunft, der Weg nach Dunland sei von Räubern belagert. Im Winter den Rothorn-Pass zu nehmen, war kaum eine Alternative. So blieb ihnen nur, Moria zu durchqueren. Maggie wurde es schlecht. Eine Höhle! Seit sie in Nuas' Händen einige Wochen in einer zugebracht hatte, fürchtete sie sich vor dem Dunkel.

Das Licht von Sternen und Mond hatte die Ruinen weiß leuchten lassen. Vor Hunger und Müdigkeit brachte Maglawen kaum etwas anderes fertig, als notdürftig Antwort auf Aphidors Frage „Moment! Warum wollten sie nochmal dich haben, Maglawen?“ zu geben.

„Er will ein Dokument haben“, hatte sie fast beiläufig gesagt. Irgendwie hatte sie schon in diesem Moment das Gefühl gehabt, vom Pech endgültig eingeholt zu werden.

Als Arganthir sagte, der Anführer spreche Westron, wie es in Gondor gesprochen würde, waren scheinbar alle zu aufgeregt gewesen, um die Konsequenzen zu begreifen. „Da gesteht ein Offizier aus Gondor, dass er Geheimes weitergegeben hat“, antwortete sie auf Theylronds Nachfrage.

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Sie hatte damals, nach ihrer Flucht, angenommen, es sei klug, dieses wertvolle Dokument nicht bei sich zu haben, sonst wäre ihr Leben keinen Pfifferling mehr wert. Und sie wollte unbedingt mit diesem Mann reden! Darum hatte sie es bei Arvaethil deponiert. Wusste ja niemand. Und so sagte sie in diesem Moment eher unbefangen: „Aber ich habe es nicht mehr.“ Und berichtete auch, wo es war. Dann raschelte es im Gebüsch und kurz darauf war Hufgetrappel zu hören. 'Verdammt, verdammt, verdammt!'

„Wenn dies ein Späher war haben sich gerade einige Dinge sehr rapide verändert“, sagte Arganthir treffend. „Wir müssen also vor ihnen in Dol Amroth sein“, ergänzte Aphidor. Maglawen nickte nur verbissen. Wann hatte sie eigentlich begonnen, derart unvorsichtig zu sein? Und warum war ihr plötzlich so ungeheuer wichtig, was anderen Leuten geschah? „Der Weg nach Dol Amroth ist weit und es kann viel passieren .. nicht nur bei uns. Wir sollten nicht aufgeben“, hörte sie Manora sagen. Als Arantion sich anschickte, dem Lauscher blind nachzureiten, hielt Theylrond ihn auf. „Wir müssen zusammen bleiben“, sagte er mahnend. Diesmal musste Maglawen ihm recht geben.

In der aufgewühlten Situation überraschte Arantion sie sehr. Er gestand der ganzen Gruppe, dass er durch einen Fehler den Tod vieler Leute verursacht habe. „Es ist gut, dass Ihr redet. Das wollte ich Euch sagen“, sprach Maglawen ihn später in einem ruhigen Moment an. Dann verblüffte er sie noch mehr. „Ich bin beeindruckt“, sagte er zu ihr. „Von Eurem Mut.“ Diesmal war sie wirklich sprachlos.




Am Donnerstag, 13. August, 20 Uhr, geht es in Gwingris weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Di 18. Aug 2015, 09:11 
Wächter Gondors
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Beiträge: 819
Teil 10

Was sie fühlte, war kalte, entsetzliche Angst - Maggie spürte keinen Schmerz. Der Schnitt an ihrem Oberarm konnte nicht tief sein, allerdings war es natürlich richtig, dass eine Wunde versorgt werden musste. Sie sah dem Elben zu, der einen Verband um ihren Arm wickelte. Er wirkte, als sei es völlig normal, eine vollkommen Fremde, die wie eine Wilde mit anderen Verrückten in ein Lager galoppiert war, zu verbinden. Maggie sah sich nach den anderen um.

Dugal stieg gerade auf sein Pferd. Er wollte nicht mit durch die Minen, da er sich nicht vorstellen konnte, dass seine Frau diesen Weg genommen hatte. Illusius war bereits aufgebrochen, um dem Dieb seines Buches zu folgen. Maggie biss sich auf die Unterlippe. Manora wirkte völlig erschöpft, Tallys hatte ihren geschwollenen Fuß hochgelegt. Brytwine und Theylrond saßen mit finsterer und, wie sie fand, selbstgerechter Miene am Feuer, während Aphidor eher milde irritiert wirkte, so, als habe jemand ihm Brotkrümel auf die Robe gehustet. Arganthir stand mit undeutbarem Gesichtsausdruck Wache, Arantion konnte sie gerade nicht sehen.

'Es ist alles meine Schuld, und wir sind noch gut weggekommen', dachte sie. Doch wie hätte sie wissen sollen, dass Nuas ihren ärgsten Feind, seine rechte Hand, nicht bei sich behalten, sondern ihr nach schicken würde? Den Mann, der das Dokument genauestens kannte! Sie hätte niemals versucht, den Krähen die Fälschung anzudrehen, wenn sie geahnt hätte, dass diese Ratte Anführer der Verstärkung war.

„Du hast keinen Nutzen mehr für uns, Maglawen“, hatte er gesagt. Nur eines konnte das bedeuten: Sie war endgültig aufgeflogen. Das veränderte alles. Als Manoras Fälschung Feuer gefangen hatte, war ihr Feind immerhin in ihre Nähe gesprungen, um das Pergament zu retten – er war sich also nicht sicher gewesen, ob Maggie ihn angelogen hatte. Sie hatte das genutzt, um ihn in den Bauch zu stechen, doch er hatte noch „eine Fälschung“ rufen können, bevor sie ihm die Kehle durchschnitt. Und eine der Krähen war entkommen. Wenn sie Nuas erreichen würde, dann würde Nuas Maggie vermutlich selbst in die Feuer Mordors verfolgen - und auch die, die mit ihr waren. Sie hoffte inständig, dass Illusius das zu verhindern wusste. Dann wäre alles für etwas gut gewesen.

Nur der Weg durch Moria blieb ihnen. Die elbischen Händler hatten versprochen, ihre Pferde auf ihrem Weg nach Lothlorien zu bringen. Vor ihnen lagen nun die massiven Felswände, die Khazad-dum umschlossen. Wieder griff kalte Angst nach Maglawen und hielt sie im Klammergriff. Es war ein neues Empfinden für sie, doch sie hätte auf dieses Erlebnis gern verzichtet. Seit sie in Nuas' Gefangenschaft einige Wochen in der Höhle nahe Pelargir hatte leben und arbeiten müssen, hatte Maggie ihre Unbekümmertheit in Wahrheit verloren. Im Dunkel, zwischen erdrückenden Felswänden, würde sie nicht länger geschickt sein, gewandt, klug, überlegen und über Angst völlig erhaben. Sie würde ein seltsam kleines, unbeholfenes Wesen werden, das vor Angst schwitzte und bis ins Innerste zitterte.


Donnerstag, 20. August, 20 Uhr, geht es in Moria, direkt im Eingangsbereich, weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Mi 26. Aug 2015, 13:01 
Wächter Gondors
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Beiträge: 819
Teil 11

'Ein Leben lang selbstbestimmt, abgeklärt, kühl, arrogant - und dann bleibt plötzlich nichts übrig als ein Bündel Angst mit zittrigen Beinen.' Maglawens Gedanken führten ein eigenwilliges Eigenleben, seit die Reisegruppe in die Dunkelheit Khazad-dums eingedrungen war. Sie versuchte, nicht darauf zu achten - genausowenig wie auf die Felsen um sie herum und diesen hohlen Klang aller Geräusche, nicht nur der Unterhaltung ihrer Gefährten.

Und die marschierten durch die Mine, als sei dies ein fröhlicher Sommertagsausflug. Es gab Neuzugänge: einen Shares, den Illusius ihnen mehr oder minder auf den Hals geschickt hatte, und eine Elbin namens Lothuilos. Maggie bekam kaum etwas davon mit: Ihr Herz schlug rasend schnell, keine Luft schien in ihre Lungen zu gelangen, wenn sie atmete, und ihr war sterbensschlecht. Das war das Erbe ihrer Gefangenschaft bei den Krähen, in jener Grotte, in die niemals ein Lichtschein gelangt war.

Gelegentlich fiel ihr die Absurdität der Situation noch auf. Als Brytwine leise sagte: "Einen ungemütlicheren Platz hätte sie sich wohl nicht aussuchen können", überkam sie ein gewaltiger Lachreiz, ebenso wie in dem Moment, als Arantion zu Shares sagte "Ich denke nicht, dass ihr meine Hilfe braucht um Frauen zu umgarnen". Es war, als sei man mit einer Horde Kinder unterwegs. Doch sie kamen weiter - Tallys führte sie, nachdem Shares seine Unkenntnis unter Beweis gestellt hatte, und schließlich erreichten sie einen Platz, an dem einige Zwerge an einem Feuer saßen und die Gestrandeten bei sich willkommen hießen.

Maglawen konnte nicht schlafen. Als Lothuilos sich zu ihr setzte, sprachen sie miteinander, und sie erzählte der Elbin dann die ganze Geschichte - die ganze! Maggie erkannte sich selbst nicht wieder. Noch lange dachte sie über einen Satz der Elbin nach: "Was wollt Ihr denn sonst mit Eurem Leben anfangen, brennil?" Ja. Was denn eigentlich?




Es geht weiter am Donnerstag, 27. August, 20 Uhr, in Delfblick, das aber einfach nur ein verlassener Ort irgendwo in Moria ist, an dem ein paar Zwerge rasteten. Die sind inzwischen wieder weg, wir haben geschlafen und so wird es quasi Morgen sein - welche Tageszeit es unter freiem Himmel auch sein mag.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Mo 31. Aug 2015, 12:38 
Wächter Gondors
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Teil 12

„Guten Morgen. Es ist doch morgen?“, hörte Maggie Manora verschlafen sagen. Wer sollte das wohl sagen können – es war ja ohnehin immer dunkel. 'Alle wirken so, als hätten sie die Minen schon gründlich satt', dachte Maglawen. 'Dabei stehen wir vermutlich gerade einmal am Anfang.'

Gerade hatte Shares einen Spalt entdeckt, durch den sie weiter nach Süden gehen könnten, da stellte sich ein gutmütiger Zwerg vor und sagte, er sei Hugil – jener Hugil, den Dugal ihnen angekündigt hatte. Hugil erklärte sich bereit, sie ein Stück zu führen – ihm traute Maglawen das sogar zu, ganz im Gegensatz zu Shares – doch zunächst entspann sich eine Unterhaltung zwischen dem Zwergen und Arganthir, der ihn auch kannte. Maggie verdrehte die Augen, als sich Hugil nach Dugals Frau erkundigte. Als säße man auf ein Bier bei Gerstenmann Butterblume! Sie warf Lothuilos einen Blick zu und fühlte sich ein kleines wenig wohler, als sie die Elbin schmunzeln sah. „Moria ist passierbar, und das ist auch schon die einzige gute Nachricht“, sagte Hugil, bevor sie sich endlich aufmachten.

Auf dem Weg durch den Fels fanden sie merkwürdige... Hinterlassenschaften. Einen geschliffenen Blutstein, um ihn herum Steine im Kreis angeordnet. Einen Pfeil, dessen Befiederung nach Süden zeigte – und zwar nicht irgendeinen Pfeil. „Stimmt, sowas hatten unsere Bogenschützen aus Dol Amroth importiert, wenn ich mich nicht irre“, meinte Aphidor. Das nächste war ein Kegel aus Steinen mit einem Kreidestein obenauf, der auch nach Süden zeigte, dann fanden sie auf einem fauligen Holzpodest einen Mondstein, den Maggie ohne Umschweife einsteckte. Sie liebte diese Steine! Zuletzt fand Shares einen Adamanten, den er nun sofort einsteckte. Brytwine kommentierte: „Ein Glitzersteinchen für den Herrn.“ Maggie hoffte, dass Shares jetzt vielleicht endlich mal die Klappe hielt.

Hugil führte sie bis in einen Gang, den die Zwerge hier gebaut hatten. Das Wasserwerk sei dies, erklärte er. Maggie war es gleich: Es gab endlich Raum, man konnte weit in die Tiefen schauen und sie fühlte sich fast wieder ein wenig wie sie selbst. Als Lothuilos einige Pergamentfetzen aus ihrem Beutel nahm und sie vor sich auf den Boden legte, ging sie zu ihr. Die Elbin hatte die Fetzen zu Beginn ihrer heutigen Etappe gefunden. Und als sie sie sortiert hatte, zeigte sich, dass sie auf Sindarin beschrieben waren. Lothuilos übersetzte ihnen, was dort stand:

„Minas Tirith im Dezember 2993
Verehrte Mirfaloth,
welch großes Glück, dass Ihr Euch entschieden habt, mein Angebot anzunehmen. Ich versichere Euch, dass Ihr es niemals bereuen werdet. Stets werde ich Euch achten und ehren, geliebte Mirfaloth, und ich bin voller Hoffnung, dass Ihr Euch einst glücklich an die Wahl Eurer Eltern erinnern werdet.
Sobald die angekündigte Beförderung zum Leutnant in die Tat umgesetzt wurde, erwarte ich Euch und Eure Eltern sehnlichst in Minas Tirith. Seid gewiss, dass es Euch an nichts fehlen wird, so dass Ihr, wie ich hoffe, die Trauer über Eures Bruders Schweigen vergessen werden könnt.
In Liebe und Treue
Arodol, Fähnrich des Heers der Weißen Stadt“


Arodol – der Mann, der auf dem Dokument bekannt hatte, dass er Geheimnisse an Lannathron weitergegeben hatte. Nun gab es noch mehr, worüber Maglawen rätseln konnten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Hause!
BeitragVerfasst: Do 3. Sep 2015, 15:14 
Bürger Gondors
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Beiträge: 410
Wohnort: Dol Amroth Gondor
Seine Sicht der Dinge

Endlich begegnet die Truppe einem der Ahnung hat, wie man durch diese dunklen Gemäuer kommt.
Sicher, wenn man hier unten im Halbdunkel und stickiger Luft davon überhaupt reden kann, führt der Sohn Durins die Truppe bis zum Wasserwerk.

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Auf dem Weg werden merkwürdige Dinge entdeckt. Blutsteine und einen Pfeil, der aus Gondor stammt. Was diese Steine anbelangt, die sind für ihn nicht von Relevanz, wer immer die auch hergeschleppt haben möge, auf deren Bekanntschaft kann er gut verzichten, der Pfeil hingegen schon eher.
Das Eigenleben und für ihn oftmals verwirrende Gedankengut der jungen
Frau aus Gondor, die Art des Verhaltens eher im Fokus seiner Gedanken.
Mal ein Brocken "Informationen" in den Kreis der interessierten Anwesenden hinein katapultiert, dann Rückzug und der Rest wird verschwiegen.
Das Ergebnis:
Ein zusammengewürfelter bunter Haufen an Mosaiksteinchen, ohne die winzigste Möglichkeit auch nur ansatzweise in die Nähe eines möglichen Zusammenhangs, einer Art Liniarität, und sei sie noch so klein, gelangen zu können...
Die leicht tendentielle, mesanthrophe Art, Angst sogar verständlich, gepaart mit einem sporadisch anmutenden sonderbarem Eremitendasein und einem gefährlichen Ausmaß an merkwürdigen Entscheidungsverläufen, haben bei ihm nicht wirklich zu einer steigenden euphorischen Symphatie beigetragen
Erst geht es in ein Räuberlager mit einem gefälschtem Dokument, obwohl, die Räuber nach vorherigem Auskundschaften andere waren.
Es kam was kommen musste und endete in einem Kampf.
Dann geht es nach Moria, was sie hätten schon längst
tun sollen...zu Fuß...durch den Berg...
Die Krone allen Übels war dieser Brief den Lothuilos fand und übersetzen konnte.Mitten unter dem Berg mit einem Namen den sie kennt?
Es begann mit "bekannten" Leichen am Anfang, über Pfeile aus Gondor, sicherlich häufiger in Khazad Dum zu finden ... und diesem Brief.
Reiner Zufall...Selbstverständlich...sicher...Nun ja, nun ja, Zufälle nicht wahr?
Ein buntes Gemisch aus "heiterem" Rätselraten, gepaart mit dem Damoklesschwert, der gedungenen Feinde, "Krähen" genannt im Rücken und voraus das mögliche Grauen unter dem Berg.
Und "zügig" voran, für ihn etwas Anderes. Gondor liegt in weiter Ferne und bei dem "Tempo" stellt sich für ihn die markante nicht unwesentliche Frage ob es wirklich in Mittelerde liegt...
Zieht seine Kapuze halb über das Gesicht und beginnt, bevor er zum Wachgang geht etwas zu schlafen.

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