Anmelden | Registrieren


Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Aktuelle Zeit: Mo 26. Jun 2017, 20:06




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Mi 13. Nov 2013, 19:01 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
Ein Mann sitzt alleine im Pony, eine Feder und Buch in der Hand. Begleitet von dem knisternden Geräusch des Feuers beginnt er zu schreiben

Meine Geschichte begann vor vielen Jahren in Dol Amroth. Ich war der einzige Sohn einer angesehenen Familie in der Stadt. Mein Vater hatte ein hohes Amt in der Stadtverwaltung und so hatte er auf meine Zukunft entscheidenden Einfluss. Doch war er ein strenger Vater, der viel verlangte. Während die anderen Kinder draußen spielten hielt er mich in unserem Haus und verbat mir mit anderen Kindern zu spielen. Er zog es vor wenn ich lernte und las. Er erwartete von mir eine Karriere in der Armee und so schickte er mich als ich alt genug zur Ausbildung. Damals war ich noch recht ungewiss was mich dort erwarten würde, doch zog ich es vor meinem Vater besser nicht zu widersprechen. In der Armee entdeckte ich mein Geschick mit dem Schwert, auch wenn meine Methoden unkonventioneller wurden als es vielleicht erwünscht war von meinen Ausbildern. Nach der Ausbildung diente ich nur kurze Zeit als einfacher Soldat, denn mein Vater ließ seine Beziehungen spielen um mich schnellstens befördern. Und das schneller als es gut war. So übernahm ich mit nicht allzu vielen Jahren das Kommando über eine Kompanie von Fußsoldaten. Meist waren wir nicht in der Stadt sondern unsere Aufgabe war das Patrouillieren entlang der Küstenabschnitte fernab der Stadt. Ich lernte mit der Zeit das strategische Denken und forderte vieles von meinen Männern, doch taten sie alles bereitwillig. Sie vertrauten mir mit den Jahren. Wir wuchsen zusammen und ich schätze jeden einzelnen der Männer wie meinen Bruder, als welche ich sie auch sah. Nur selten kehrte ich in die Stadt zurück und zu meinen Vater. Ich mochte den Prunk und das geschäftige Treiben dort nicht. Und so zog ich es vor bei den Soldaten zu bleiben. Das Leben war dort gut auch wenn wir oft unser Können unter Beweis stellen mussten. Doch eines Tages kam ein Reiter mit der Nachricht, dass eine große Flotte Korsaren, plündernd die Strände entlang zieht. Es seien 3 Kompanien vom Fürsten entsandt worden und wir sollten uns anschließen. Der Reiter erklärte uns noch die ungefähre Marschrichtung die wir einschlagen mussten, ehe er verschwand. Wir machten uns sogleich auf den Weg und erreichten auch bald die Küste. Uns bot sich ein grauenhafter Anblick. Ein Fischerdorf dort an der Küste stand lichterloh in Flammen. Die Nacht hatte sich über uns gesenkt und wir sahen schon vom Fernen die kleinen schwarzen Gestalten von Männern und Frauen durch die Gassen rennen. Ihre Schreie zerrissen die Stille der Nacht. Die plündernden Korsaren waren wohl schnell heran gekommen und hatten das Dorf während der Abenddämmerung überrascht. Nun liefen sie mit Fackeln in den Händen durch die Gassen und machten alles nieder was sich ihnen in den Weg stellte. Sie waren so damit beschäftigt das Blut der Einwohner zu vergießen, dass sie uns auf dem Hügelkamm vor dem Dorf nicht bemerkten. Ich wies die Männer an jeden schimmernden Fleck ihrer Rüstung mit dem Umhang und das Schwert so lang wie möglich in der Scheide zu lassen wie es eben ging. Von den anderen 3 Kompanien war noch nichts zu sehen, trotzdem entschied ich mich vorzurücken im Gedanken an die Bewohner im Dorf. Wir kamen sehr nahe ans Dorf heran ohne gesehen zu werden und erst als wir in den Schein der Fackeln und brennenden Häuser traten, bemerkten sie uns. Zwischen den brennenden Trümmern der Stadt entfachte ein blutiges Scharmützel. Zwischen uns her und raus aus dem Dorf liefen die Bewohner, den Schutz des Waldes suchend der oberhalb des Hügelkamms lag. Zwar konnten wir die Plünderer aufhalten doch hatte ich ihre Zahl unterschätzt. In Wahrheit lagerten viel mehr Schiffe vor dem kleinen Dorf als ich es für möglich gehalten hätte. Als wir eine weitere Welle der Angreifer abgeschlagen hatten bot ich jedem Soldaten an, im Schutze der zurückbleibenden Männer sich in Sicherheit zu bringen. Es ging jedoch keiner. Wir kämpften uns noch bis zum Dorfplatz vor doch dort war Schluss. Wir wurden umzingelt und ich befahl die Bildung eines kreisrunden Schildwalls. Die Schwerter der Soldaten schienen durch die Flammen rot zu leuchten während Sie immer wieder Plünderer niederstreckten, die versuchten unsere Verteidigung zu durchbrechen. Ich hoffte immer wieder auf das Eintreffen der Verstärkung doch man ließ meine Männer im Stich. Sie hatten auf die Hilfe des Fürsten gehofft. Doch keiner kam zur Hilfe. Meine Schar wurde immer kleiner und wir rückten immer näherzusammen. Die verwundeten und Toten schützten wir in der Mitte unseres Rings. Über ihnen wehte die Flagge des weißen Schwans, die einer der Männer dort in den Boden gestochen hatte. Doch wurde er im Schein der Flammen zu einem roten Schwan. Als der Morgen graute standen nur noch ich und 3 weitere Soldaten. Man befahl uns, uns zu ergeben und so taten wir es, ich wollte wenigstens nicht noch mehr Tote als meine Last wissen. Wir wurden gefesselt und unter Peitschen Hieben auf eins der Schiffe verladen. Im vorbei gehen sahen wir im dämmernden Morgenlicht das ganze Leid dieses Kampfs. Überall in der Mitte des Platzes lagen die Mannen Dol Amroths. Um sie herum stapelten sich etliche erschlagene Korsaren. Krähen machten breit und erfreuten sich an den Toten. Das Schwanenbanner lag, halb zerrissen im Staub. Man steckte uns in eine Zelle und nahm uns alles ab was wir besaßen. Das Schiff lichtete den Anker unter den grölenden Siegesrufen der Korsaren. Und so wendeten sich die Schiffe ab von der Küste und zogen südwärts davon. Ich verlor jegliches Zeitgefühl. Die Reise mag wohl nur ein paar Tage gedauert haben jedoch kann ich es nicht genau sagen. Schließlich schliefen wir ein, ungewiss über das Ziel unserer Reise.
Wir wurden unsanft aus dem Schlaf gerissen. Männer packten uns und zogen uns ans Deck. Die Sonne blendete unsere, an die Dunkelheit der Zellen, gewöhnten. Möwen kreischten und als wir aufhörten zu blinzeln erkannten wir, dass unser Schiff angelegt hatte. Uns bot sich ein gewaltiger Ausblick auf die Hafenstadt Umbar und ihren geschäftigen Hafen. Wir wurden von Bord geführt und unter höhnendem Gelächter der Einwohner durch die Stadt geführt. Schließlich erreichten wir einen großen, runden und hölzernen Bau. Innerhalb davon waren viele Tribünen auf einen zentralen Platz gerichtet. Neben diesem waren wiederrum kleine Kelle eingelassen in die man uns einschloss. Tage vergingen, wir schlugen uns mit Geschichten aus der Heimat tot. Einer von uns, ich weiß seinen Namen jedoch nichtmehr, blieb stumm und verfasste auf einen kleinen Zettel einen Brief an seine Schwester... oder war es Tochter... die noch in Dol Amroth war, in der Hoffnung in eines Tages ihr zukommen zu lassen. Eines Tages erschienen Männer, die uns auf die sandige Mitte des Hölzernen Baus schliffen. Eine johlende Menge hatte sich auf den Tribünen versammelt und beäugte uns unter verachtenden Rufen, in ihrer fremden Sprache. Schließlich trat ein Mann an uns heran und sprach in gebrochenem Gondorianisch, wir sollen uns hier und heute unsre Freiheit erkämpfen. Wir wussten nicht recht was dies zu bedeuten hatte, jedoch gab man uns Schwerter und eine einfältige Lederrüstung, die wir überzogen. Stille kehrte in den Tribünen ein als Ein Paukenschlag ertönte und durch die anderen Tore des Platzes eine Schaar südländischer Sklaven herein geführt wurde. Auch sie waren bewaffnet und bereit ihre Freiheit zu erkämpfen. Ohne zu zögern griffen uns diese auch an und wir schlugen viele von ihnen nieder. Jedoch fielen auch 2 meiner Gefährten. Sie starben Seite an Seite. Sie waren Brüder. Nurnoch ich und der Mann mit dem Brief standen da. Alleine und umringt von den Toten. Aus der Tribüne trat ein kunstvoll bekleideter Mann hervor und rief in seinem südländischen Akzent: ,, Nur einer kann heute die Freiheit bekommen!". Ich senkte den Blick und schaute dann langsam zu meinen Kumpanen. Sowohl er als auch ich begriffen, was man von uns verlangte. Er sagte: ,, Ich bin zu schwach, für einen weiteren Kampf und die Freiheit würde sich für mich nichtmehr lohnen. " Erst jetzt sah ich die blutrote Stelle an seinem Wams die immer größer und dunkler wurde. Ich blieb regungslos und konnte nichts sagen. Wozu dieser Mann mich aufforderte konnte ich nicht verarbeiten. Er fuhr fort: ,,Bietet ihnen eine gute Unterhaltung". Er hob sein Schwert und griff mich an. Ich parierte den nur halb ernst gemeinten Schlag leicht. Es war ein grotesker Zweikampf. Immer wieder griff er an und immer weiter parierte ich nur. Die Menge grölte. Schließlich ließ er das Schwert sinken und sackte auf die Knie. Unter Anstrengungen hob er den Kopf zu mir und sagte: ,, Diese Schmerzen..... bringt es zuende! Ich ertrage die Schmerzen nicht länger. Und bringt meinen Geschriebenen Brief zu dem Empfänger. Ich will sie unsere Geschichte wissen lassen." Langsam hob ich mein Schwert und hielt es an sein Herz. ,,TUT ES!" fuhr er mich an und hustete Blut auf den sandigen Boden. Ich brachte nur ein ,,Verzeiht mir bitte" hervor bevor ich zustieß. Ihm enthauchte nur: ,,Mein Hauptmann.“ Er fiel zurück und lag nur da. Die Menge grölte nun ohrenbetäubend während das Blut von der Spitze meiner Klinge tropfte. Ich hob den Brief auf, der ihm beim Umfallen aus der Brusttasche geglitten war und nahm ihn an mich. Ich war frei. Man gab mir mein Hab und Gut zurück und brachte mich einen Tag später aus der Stadt. Als ich aus dem Tor schritt sah ich zum letzten Mal meine 3 Gefährten. Mann hatte sie an die Stadtmauer über das Tor gehängt. Ich senkte meinen Blick in Anbetracht dieser Grausamkeit und schritt von danen. Den Brief tief in meinem Wams verstaut. Doch konnte ich nicht zurück nach Gondor. Ich hätte die Schande meines Versagens nicht ertragen. Was hätte ich den Vätern und Müttern ihrer toen Söhne sagen sollen, wie hätte ich unter ihre Augen treten können mit dieser Schuld? Es war nicht meine Schuld? Sie sind einen ehrbaren Tod gestorben? Nein das waren alles Lügen. 3 von ihnen wurden sogar niemals ehrbar Begraben sondern hängen immer noch wie Höhnfiguren dort über den Toren Umbars. Jeder der aus der Kompanie starb, starb meinet wegen. Mit dieser Schuld behaftet, floh ich Richtung Norden. Nur mit dem Ziel zu vergessen oder eine Möglichkeit zu finden mich reinzuwaschen. Den Brief habe ich bis heute nicht geöffnet und nie geschaut für welche Frau er gedacht war. Dies alles ist nun schon 6 Jahre her und seit dem wanderte ich nur ziellos durch die Lande.

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Sa 7. Dez 2013, 18:33 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
Arantion hält inne. War das wirklich seine Geschichte? Im Laufe der Jahre schien sie immer mehr zu verbleichen. Schließlich reißt er sich aus seinen Gedanken und schreibt weiter.

Der Weg aus Harad heraus erwies sich als gefährliche Unternehmung und dauerte mehrere Wochen. Zu Fuß ging ich durch die Wüste, geplagt von der unbarmherzigen Sonne. Schließlich erreichte ich das Land Ithilien, mit seinen ausgedehnten Wäldern. Es schien auch in diesen Tagen von der aufkommenden Dunkelheit eingeholt worden zu sein. So unauffällig wie nur möglich ging ich weiter Richtung Norden. Zurückblickend kann ich mich glücklich schätzen, dass ich nicht in den Konflikt der hier stationierten Gondorianern und den Streitkräften Mordors geriet.
Ích folgte dem Anduin am östlichen Ufer entlang, bis schließlich vor mir die Raurosfälle in die Luft erstreckten. Ich beschloss mich nach Nordosten zu wenden. Ich durchquerte Sümpfe, die mir widerlicher als der Tod selbst schienen. Die Nächte waren von unheimlichen Lichtern erfüllt. Ich war froh als ich wieder trockenden Boden unter mir hatte. Die Reise führte mich nun in Gegenden, die auf keiner Karte verzeichnet waren. Nach Wochen erreichte ich zum ersten mal ein Dorf, die Menschen sprachen dort eine mir fremde Sprache, doch konnte ich mich schließlich doch verständlich machen. Es schienen einfache Bauern zu sein, die nicht viel von Geschäften wussten, die weiter im Westen stattfanden. Wunderlich schien mir nur, dass nur wenige erwachsene Männer im Dorf lebten und die die da waren, waren schon alt.
Ich machte mir jedoch darüber keine Gedanken als ich durch die Straßen schritt. Die meisten beobachteten, mich mit ängstlichen Blicken als ob ich ihnen irgendetwas tuen wollte, doch ich verstand nicht warum. Ich kam schließlich an eine größere Hütte am Ende des Dorfes. Ich beschloss anzuklopfen und um einen Schluck Wasser zu bitten. Ein kleiner junge, höchstens 12 Jahre alt, öffnete mir die Tür und schrag fast zusammen als er mich sah. Bevor ich etwas sagen konnte lief er in die dunkelheit der Hütte zurück. Ich war etwas verblüfft doch kam wenig später eine junge Frau, fast völlig vermummt, ausser einen kleinen Schlitz, aus dem mich zwei braune Augen anfunkelten. Der Junge versteckte sich hinter ihr, sie schien seine Mutter zu sein. Der Vater war nicht zu sehen. Ich versuchte meine Bitte zu verdeutlichen, doch schien die Dame verhindern zu wollen, dass ich mich länger vor dem Haus aufhalte. Sie schüttelte nur immer weiter den Kopf, auch wenn sie kein Wort sagte.
Ich wollte mich schon abwenden als plötzlich eine Dame auf der Straße, die beim vorbeigehen das Gespräch mitbekommen hatte, sich einmischte. Sie sprach einige harsche Worte mit der jungen Mutter. Diese senkte den Kopf und gab dann den Weg frei. Ich trat vorsichtig ein und die Dame schloss die Türe hinter mir vorsichtig. Es war stickig und die Luft schien ausgetrocknet. Sie führte mich durch einen dunklen Gang in einen kleinen Raum, der die Küche zu sein schien. Wenn man den kleinen Tisch, die 2 Stühle und ein paar Körbe in denen Obst und Gemüse lag, Küche nennen konnte.
Der Junge war uns gefolgt und schaute nun mit großen Augen auf mein Schwert, dass mir an der Seite hing. Seine Mutter bemerkte dass und sprach zu ihm ein paar Worte. Er schnellte aus der hinteren Tür des Raumes in den Garten, hinter dem Haus, wo ein Brunnen stand. Während er Wasser in einen kleinen Eimer schöpfte, bot mir seine Mutter wortlos einen der Stühle an und ich setzte mich. Sie setzte sich mir gegenüber. Immernoch abwägend und abweisend war ihr Blick. Ihr war die Situation wohl unangenehm, aus welchem Grund auch immer. Schließlich kam der junge wieder herein und füllte einen Becher mit dem kühlem Wasser. Seine anfängliche Angst schien verflogen zu sein und langsam streckte er seine Hand nach meinem Schwert aus, dass ihn so faszinierte. Seine Mutter jedoch zischte ein kurzes Wort und erschreckt zog er die Hand zurück und verließ den Raum. Ich hatte derweil mein Glas gelehrt. Erwartungsvoll blickte mich die Mutter an und hoffte nun dass ich wieder verschwand. Ich stellte den Krug wieder auf den Tisch und schaute die Dame einen Moment an. ,,Wisst ihr wo die nächste Herberge ist?" ich versuchte meine Worte mit Gesten zu unterstützen, doch erstaunlicherweise antwortete die Frau mir fast sofort, zwar mit stockenden aber verständlichen Worten. ,, Es... gibt keine Herberge in Dorf" . Ich brauchte einen Moment um mich wieder zu fangen und so fuhr sie fort ,, Ihr habt bekommen was ihr wolltet. Nun verschwindet." Ich nickte, stand auf und wollte wieder zur Türe hinaus als ich aus dem Garten laute Stimmen hörte. Ich ging zurück in die Küche um mehr zu hören, doch die Dame war nichtmehr dort, nur die Türe in den Garten stand offen. Ich folgte den Stimmen in den Garten und nun erkannte ich den Ursprung der Stimmen. Ein düsterer Mann, offensichtlich angetrunken, bedrohte den weinenden Jungen mit einem Säbel. Die Mutter hatte sich dazwichen gestellt und trotzdem schien der angetrunkende Soldat, für den ich ihn aufgrund seiner schimmernden Plattenrüstung hielt, drauf und dran die beiden anzugreifen. Ich trat von hinten an den Mann heran und zog ihn zurück und er stolperte. Er fiel rücklings zu Boden, doch bevor er sich erheben konnte, legte ich die Spitze meines Schwertes auf seine Kehle. Seiner Fisage nach zuurteilen, schein er zwar wütend zu sein, doch auch erkannt zu haben, dass nun jeder falsche Schritt tödlich zu sein schien. Ich trat einen Schritt zurück und ließ ihn aufstehen. Dann nahm er reißaus. Ich steckte grade mein Schwert zurück in die Scheide, da spürte ich plötzlich wie das Kind meine Hüfte umarmte und sein Gesicht in meinem Wamps vergrub.

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Sa 7. Dez 2013, 19:10 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
Arantion lächelt schwach als er an diesen Moment zurück denkt, als ihn ein Mensch ihn so in sein Herz schloss, sei es auch nur ein kleines Kind gewesen. Er tränkt die Feder mit neuer Tinte und fährt fort zu schreiben

Aufgrund dieser Begebenheit bot mir die Frau, die sich als Turswith vorstellte, an ein oder zwei Nächte bei ihnen zu übernachten. Ich nahm das Angebot an und verbrachte die nächsten Tage in dem Dorf. Abgesehen von ein paar verächtlichen Blicken hatte ich eine gute Zeit. Ich half der Frau auf dem Hof und zeigte dem Jungen wie man ein Schwert schwingt. Eines Abends als der Junge schon im Bett war, fragte ich Turswith wo ihr Mann sei. Sie senkte den Kopf und erzählte mir, dass der Vater ihres Sohnes Soldat eines Herren von Rhun war und, dass er wie alle anderen Männer dieses Dorfes in den Krieg gen Westen gezogen war. Er war nun seid mehreren Jahren nicht zurückgekehrt. Sie glaubte er sei tot. Ich beschloss das Thema auf sich beruhen zu lassen. Nach einiger Zeit war es eigentlich Zeit für mich wieder aufzubrechen, doch ich weiß nicht was es war.... der Junge oder das Gefühl ein Zuhause zu haben.... jedenfalls blieb ich auf bitten des Jungen dort. Es schien auch das Turswith nun eine Sorge weniger hatte. Das leben hier im Niemandsland war hat und sie war froh eine helfende Hand zu haben. Und so blieb ich mehrere Jahre. Ich lernte die sprache der Menschen, ihre Sitten und Bräuche und ihre Art zu Leben. Turswith zeigte mir das Pferd, dass ihr bei ihrer Arbeit auf dem Feld half, ein junges und schnelles Pferd. Ihr Sohn begleitete mich immer als ich nach dem Pferd sah oder es ausritt, dann saß er immer vor mir und genoß das Gefühl, des kühlen Winds auf dem gesicht. Mit der Zeit sah der Junge zu mir auf, wie zu einem Vater. Ich erzählte ihm Geschichten von Gondor und er hing förmlich an meinen Lippen.Er fragte mich einmal ob ich ein Held in den Kriegen gewesen wäre. Meine Antwort hieß: Nein, aber ich kämpfte in einer Kompanie von Helden. Eines Tages, ich hatte das Pferd grade in den Stall gebracht, hörte ich Schreie aus dem Dorf das ein wenig abseits lag. Ich beeilte mich zurück zukommen und als ich es erreichte bot sich mir ein Anblick der mir nur alzu bekannt war: plündernde Soldaten, vermutlich eines rivalisierenden, Clans liefen durch die Staßen, zerrten Frauen und Kinder auf die Straßen. Ich beeilte mich im Wirrwarr das Haus Turswith zu erreichen. Als ich dort ankam war es verwüstet. Blut lag auf dem Boden. Ich fand Turswith auf den Boden der Küche. Ihre Kleidung zerfetzt und mit offener Kehle. Ich stand einen Moment starr bis ich Stimmen hörte. Soldaten kamen. Ich musste fort, ich lief durch die Hintertür raus und schaut nicht zurück. Und doch fragte ich mich was aus dem Jungen geworden war. Ich lief zurück zum Stall. Ich rief immer wieder nach dem Jungen. Keine antwort. Schließlich stieg ich aufs Pferd und ritt fort. Ich weiß nicht wie ich von dort nach Bree kam. Meine Gedanken waren düster, wenigstens das weiß ich. ausserdem ist das eine andere Geschichte. Noch heute frage ich mich was aus dem Jungen geworden ist, doch denke ich jedes mal an ihn wenn ich mein Pferd rufe, dem ich den Namen des Jungen gab. Tarestir.

Arantion senkt den Blick und steht auf. Er stellt die Feder weg und schließt das Buch. Seine Geschichte ist zuende......Oder?

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Mi 22. Jan 2014, 20:43 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
Viel Zeit ist vergangen seit Arantion das Buch das letzte mal geöffnet hatte. Nun schließlich sitzt er im tänzelnden Pony, abseits der anderen Gäste an einem Tisch und hat die Feder wieder in der Hand

Ein Sommer und ein Winter sind ins Land gezogen seit jener Zeit. Ich erreichte schließlich Bree und lernte einen Mann namens Elphir kennen, in dem dortigen Gasthaus. Es stellte sich heraus, dass er auch aus Gondor stammt. Wir kamen ins Gespräch und er bot mir ein Treffen mit anderen Gondorianern an, die hier im Norden verweilten. Aus Sicherheit verschwieg ich meine Vergangenheit und folgte der Einladung, da ich hier im Norden sonst auf mich alleine gestellt gewesen wäre. Bei dem Treffen offenbarte ich auf das Drängen der anderen Gäste meine Geschichte. Sie nahmen sie auf aber verurteilten mich nicht erstaunlicherweise. Ich blieb bei ihnen. Jedoch kam es bald zu Konflikten, da ich wohl zu lange nicht mehr unter Menschen war, de mir freundlich gesinnt waren. Letztenendes konnten doch auch diese Bereinigt werden. So vergingen die Tage recht ereignislos bis schließlich meine Reise nach Rohan bevorstand. Dort findet man in diesen Zeiten bestimmt verwendungg für jemanden wie mich.

Er schließt das Buch und schaut durch das nun leere Gasthaus, ehe er aufsteht und sich auch auf den Weg macht

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Zuletzt geändert von Arantion am Mo 2. Jun 2014, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Mi 5. Mär 2014, 16:48 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
Arantion sitzt auf einem hohen Wall. Sein Blick richtet sich über ein augedehntes Tal, dass von Bergen flankiert ist.

Die Reise ist erstaunlich gut verlaufen. Gemeinsam ritten wir gen Süden und erreichten das Dunland. In Galtrev machten wir halt, wenn man das so nennen kann. Das Land schien von einem dunklen Schatten überzogen zu sein, wie wir in dem Dorf merkten. Wir brauchten mehrere Tage bis wir das Dunland verlassen konnten. Elphir ist eine angenehme Gesellschaft und so ging die Reise schneller vorüber. Jedoch blieben wir stehts wachsam, doch nicht wachsam genug so schien es. In einem Pass der ins Isental führte schlug plötzlich ein Pfeil vor unsre Pferde. Nachdem wir abgestiegen waren und ich Elphir riet die Waffen abzulegen, gab sich eine einzelne Schützin zu erkennen. Sie trat an uns heran und hielt uns wohl für ihre Feinde. Es war eine gespannte Situation und Elphirs Trotz der Schützin gegenüber machte es nicht besser. Es hätte nicht viel gefehlt, bis sie wohl geschossen hätte. Ich versuchte sie zu beruhigen und schließlich erfuhren wir, dass sie eine Gondorianerin ist, die in Richtung Norden unterwegs ist. Sie schien Elphirs Entscheidung nach Gondor zu reisen in Frage zustellen. Sie zeigte ihm auf wie sehr die Menschen Rohans Hilfe benötigen würden.
Letztenendes trennten wir uns nicht im guten aber wenigstens Lebend. Ich dachte über ihre Worte lange nach. Stimmte alles was sie über Rohan sagte? Ich wollte es nicht hoffen. Schließlich erreichten wir den Isen. Ich verabschiedete mich von Elphir und wünschte ihm alles gute, während er wollte, dass ich achte nicht in Rohan zu sterben. Ob das unwahrscheinlich wäre?
Ich ritt fort und erreichte mit einem erschöpften Pferd die Furt, hinter der Rohan lag. Der Anblick der sich mir bot, war erschreckend. Die Stellungen der Rohirrim brannten, überall Leichen die langsam vom Wasser der Furt umschlungen wurden. Ich nährte mich weiter Furt und sah eine kleine Gruppe Orks, die sich scheinbar über die Gefallenen hermachten. Es war nichtnur Plünderung. Sie schienen auch Hunger zu haben. Sie waren, so beschäftigt, dass sie mich garnicht bemerkten bis plötzlich der erste von meinem Armbrustbolzen durchbohrt wurde. Die anderen beiden rannten auf mich zu. Ich gab Tarestir die Sporen und hielt auf sie zu. Einen traf mein Schwert und der andere wurde von Tarestir umgerissen und viel zu Boden, wo er liegen blieb.
Ich stieg ab und begutachtete die toten, sie trugen eine weiße Hand als Wappen auf der groben Rüstung. Ich wischte gerade das Blut von der Klinge als ich Hufe hinter mir hörte unde mich umdrehte. Zu meinem Erstaunen erkannte ich die Schützin, wie sie zu Pferd kam. Sie saß ab und durchsuchte die toten Rohirrim. Sie sagte, sie wolle sehen ob ich ein ehrbarer Mensch war. Ehe ich ihr antworten konnte kam ein zweiter Reiter zur Furt. Es war Elphir, der durch ihr Zureden wohl seine Meinung geändert hatte. Dennoch begannen sie ein erneutes Wortgefecht, bis sie sich schließlich überzeugen ließen, dass wir hier nicht bleiben könnten. Somit ritten wir nun zusammen weiter nach Rohan hinein. Vorbei an brennenden Gehöften, deren Rauchschwaden unheilvolle Schatten warfen.
Wir erreichten schließlich Helms Klamm. Eine Festung aus alten Tagen, Zufluchtsort und Falle zugleich. Auf dem Weg zum Tor hin stellte sich heraus, das der Name der Schützin Arlaeg war, sie ein Teil des Volks Gondors war und die Verfasserin des Briefes war in dem sie die Gemeinschaft zum Kampf in Rohan aufforderte. Nun gab es viele Dinge zu bereden. Bei Bier und Brot saßen wir zusammen. Sie erzählte von der Situation in Rohan und wir berichteten von den Neuigkeiten der Freunde die sie im Norden hatte. Ich hoffe sie und Elphir vertragen sich nun. Wenn wir nun zusammen hier reisen dann will ich dass ich mit Freunden reise, die auch dem anderen Vertrauen.

Arantion schließt sein Buch wieder und blickt wieder ins Klammtal

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Zuletzt geändert von Arantion am Mo 2. Jun 2014, 16:04, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Mo 21. Apr 2014, 20:10 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
((Das folgende Video beschreibt die Geschehnisse die Arantion widerfahren sind nachdem er sich von Arlaeg und Elphir trennte. Alle Rechte sind Eru vorbehalten^^ Für eventuelle fehler entschuldige ich mich da das video mein erstes ist und ich ne nacht durchmachen musste xD))

https://www.youtube.com/watch?v=Yxp_5CrkRCM


Er blieb in Rohan

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Mi 23. Apr 2014, 20:31 
Wanderer

Registriert: Mo 16. Apr 2012, 19:06
Beiträge: 77
Hey, ich mag die Idee mit dem Video :)

_________________
Aphidors 1'st Theme (again): https://www.youtube.com/watch?v=Gur7kJythgM


Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Mo 2. Jun 2014, 17:22 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
Freilaufende Pferde trabten über die Ebene. Ihr Fell glänzte in der hoch stehenden Sonne. Im Hintergrund erhob sich majestätisch das Weiße Gebirge. Arantion riss sich schließlich los von diesem Anblick und ging zurück zu einem kleinem Zeltlager. Es waren vielleicht 20 Reiter der Eorlingas die hier ein Lager aufgeschlagen hatten und mit denen Arantion ritt. Er setzte sich ans Lagerfeuer und holte sein kleines Buch heraus, dass er in letzter Zeit sehr vernachlässigt hatte. Nun galt es das fehlende nachzuholen.

Wir verbrachten nicht lang in Helmsklamm. Nach vielleicht 1 oder 2 Tagen gingen Elphir und ich durch die Hornburg spazieren. Wir waren in einem Gespräch vertief bis wir plötzlich auf Arlaeg trafen, die ihr Pferd versorgte. Aber ehe wir sie auch nur begrüßen konnten, ritt ein zu tode erschreckter Reiter durch das Horntor und blieb vor uns stehen. Es stellte sich heraus, dass er Teil der Garnison eines Dorfes war, welches nördlich von Helmsklamm lag. Dieses Dorf jedoch, so der Reiter, war überrannt worden von Orkhorden mit dem Zeichen der weißen Hand. Arlaeg ging scharf ins Gericht mit dem Mann, ihn fragend warum er und andere Soldaten geflohen waren, während die Bewohner des Dorfes ohne Schutz zurückgelassen wurden. Beschämt ging der Reiter fort. Arlaeg hingegen ging wortlos auf ihr Pferd zu und sattelte auf. Es schien nur allzu offensichtlich was sie vorhatte. Sowohl Elphir als auch ich versuchten sie zu beschwichtigen und ihr die Tollkühnheit auszutreiben, sich alleine zu diesem Dorf zu begeben. Es war leider zwecklos. Elphir und ich entschieden uns somit sie notgedrungen zu begleiten.
Wie ein scharfer Windhauch flogen unsere 3 Pferde über die Ebene Richtung Norden und so sahen wir bald schon das Dorf von dem der Reiter gesprochen hatte. Dort..... weithinten am Horizont ragten dunkle Säulen aus Rauch empor und uns ahnte übles, doch weniges schien mir schlimmer als der Anblick der sich uns bot als wir das Dorf erreichten und absattelten. Das Dorf war niedergebrannt, Leichen von Soldaten, Frauen und Kindern lagen verstreut auf dem Boden oder Stapelten sich zu Hügeln der Abscheulichkeit.
Es war fast wie damals.... an dem Fischerdorf....
Die Erinnerungen an jenen Tag kehrten zurück als ich Tarestir an den Zügeln nahm und den anderen beiden in das verlassene Dorf folgte. Wir waren auf halben Weg richtung Methalle, wo wir noch hofften auf Überlebende zu treffen als plötzlich 5 Orks sich aus ihren Verstecken zwischen den Ruinen erhoben und auf uns losgingen. Arlaeg und Elphir reagierten schnell und töteten 4 der Orks mit präzisen Hieben. Der fünfte jedoch, dem ich entgegen eilte, hob seinen Bogen und schoss auf mich. Nur knapp konnte ich mich unter dem Pfeil hinwegducken und den Ork niederstrecken. Kaum zog ich mein Schwert aus dem toten Körper heraus hörte ich ein erschauderndes Wiehern hinter mir. Als ich mich umdrehte erkannte ich dass der Pfeil doch ein Ziel gefunden hatte. Tarestir war zusammengebrochen und lag schwer schnaubend auf dem Boden. Der schwarze Pfeil stag aus seiner Flanke hervor. Sofort lief ich zu ihm um nurnoch mitzuerleben wie mein bester Kamerad, mein treuster Begleiter, seinen letzten Atemzug tat um dann für immer zu erkalten.
DIe Wut die in mir aufstieg raubte mir die Sinne. Wortlos stand ich auf und ging mit dem Schwert in der Hand zurück zum toten Ork, nur um immer weiter mit dem Schwert auf ihn einzuschlagen...... immer und immer weiter. Arlaeg zog mich schließlich von dem maltretierten Körper weg und brachte mich wieder zu Verstand. Elphir hielt derweil ausschau nach wieteren Feinden. Ich verabschiedete mich mit einem kurzen Moment der Ruhe von meinem alten Freund und ging dann mit meinen Gefährten weiter zur Methalle. Unheimlich ragte sie vor uns auf. Als wir eintraten wurde uns klar, dass wir hier keine Überlebenden mehr finden würden. Orks standen lachend um die Leichen der Rohirrim und labten sich an ihnen.

Arantion macht eine kurze Pause und überlegt sich wie er weiter schreiben soll

Als wir wieder ins Sonnenlicht traten, das Blut der eben noch lachenden Orks von unseren Klingen wischend, hatten wir jegliche Hoffnung verloren. Schwermütig schauten wir über die verbrannten Häuser als wir leise....sehr leise.... Stimmen vernahmen.... keine Orkischen....
Wie vom Blitz getroffen liefen wir los um ihren Ursprung herauszufinden. Wir eilten ihnen nach bis wir eine Kellertür erreichten. Ein schwerer heruntergefallener Balken versperrte sie. Von innen waren dumpf verzweifelte Hilferufe zu vernehmen. Elphir war es, der mit einer scheinbar übermenschlichen Kraft den Balken wegstämmte und den Weg in den Keller frei machte. Im inneren erwarteten uns einige wenige Überlebende die wir hastig ins freie brachten. Die Rettungsaktion schreckte jedoch weitere Orks auf, die nun heran eilten um auch die letzten Überlebenden zu töten. Arlaegs und Elphirs Schwert jedoch vereilteten ihren Plan. Ein Ork jedoch spannte wieder seinen Bogen auf mich. Ich zog schnell meine Armbrust und schoss ihm meinen Bolzen zwichen die Augen. Zu spät jedoch wie es scheint denn sein Pfeil löste sich jedoch noch von der gespannten Sehne und schlug nahe meinem Auge ein. Betäubt fiel ich zu Boden und blieb liegen bis meine Gefährten mich wach rüttelten. Die trampelnden Geräuche von Wargen und das grässliche Röhren eines Orkhorns waren zu hören und sie wurden immer lauter. Wir mussten hier weg doch als Elphir versuchte mich aufzuheben durchführ mich ein stechender Schmerz der sich auf alle Glieder ausbreitete. Ich konnte einfach nicht mehr. Elphir versuchte es wieder doch ohne Erfolg. Arlaeg schüttelte schließlich den Kopf und schwang sich auf ihr Pferd. ,,Dann bleib halt liegen. Ich hab schon viele Menschen sterben sehen." Waren ihre einzigen Worte ehe sie fort ritt. Ich mache ihr aber keinen Vorwurf....
Elphir wollte jedoch nicht gehen. Er gab den Überlebenden sein Pferd und schickte sie fort. Er weigerte sich mich hier allein sterben zu lassen, und ich brauchte lang um ihn zu überzeugen, dass er es Nethraeen nicht antuen könnte hier auch den Tod zu finden. Bevor auch er sich auf den Weg machte gab ich ihn einen kleinen Holzanhänger und bat ihn, seinem Besitzer zu überbringen. Wir verabschieden uns mit den Worten:,,So hätte es nicht enden sollen". Ich lächelte schwach und entgegnete noch:,, Manche sachen können wir uns nicht aussuchen." Die Hornstöße kamen näher und Elphir lief los.

Mit einem Seufzer schließt Arantion das Buch und rückt sich die Augenbinde zurecht

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Nach oben
 Offline Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Geschichte eines Soldaten
BeitragVerfasst: Fr 12. Jun 2015, 18:45 
Wanderer
Benutzeravatar

Registriert: Mo 4. Nov 2013, 23:39
Beiträge: 81
Laut töst das Wasser die Fälle von Bruchtal herab und doch scheint ein Friede im Tal zu sein der nicht gestört werden kann. Fernab in einem Pavillion am Nordhang des Tales sitzt Arantion alleine mit einem Buch und einer Kerze an der Brüstung. Eine Weile blickt er über das Tal welches nur vom Mond und den kleinen Laternen erleuchtet. Schließlich reißt er sich vom Anblick los und beginnt zu schrieben

Viel Zeit ist seid der Zeit in Rohan um. Nachdem dem Verlust meiner zwei Reisegefährten dort und meiner Verwundung habe ich viele Monate dort im Dienste der Rohirrim verbracht. Ich war Teil einer Gruppe Soldaten die die Isenfurt und die umliegenden Dörfer schützten. Wir konnten einiges erreichen doch zu einem hohen Preis. Nach vielen Scharmützeln und dem Verlust von noch mehr Waffenbrüdern, wurden wir Abgezogen. Ich entschloss mich wieder nach Norden aufzubrechen. Elphir wird wohl es wohl auch sicher alleine nach Gondor schaffen. Die Reise war mühsam doch glücklicherweise ungefährlich und so erreichte ich schnell mein Ziel als ich durch die Pforten des südlichen Breetores ritt. Im Tänzelnden Pony traf ich Shairmon und brachte mich auf den neusten Stand, Bree schien von Banditenbanden bedroht. Auch über die Anderen Sippenmitglieder informierte er und welche Pläne gefasst wurden. Da es so schien als ob noch alles ruhig zu sein war, entschloss ich mich dazu für einige Zeit den Dunedain bei Fornost zu helfen bis sich in der Sippe eine allgemeine Aufbruchsstimmung zu sein schien. Es musste bald erfolgen, würden sie länger warten würde es womöglich zu spät sein. Ich wusste das, doch es hätte nicht in meiner macht gestanden sie vom Gegenteil zu überzeugen. Ich traf die meisten noch bei einem oder zwei Treffen aber viel Taten folgten nicht und so verließ ich sie später mit besorgter Miene darüber wann sie denn endlich Bereit wären?. Bei Fornost gab es genug Schwertarbeit zu erledigen und so vergaß ich für einige Zeit die Sorgen von dort. Als ich schließlich wiederkehrte Traf ich eine mir unbekannte Dame. Sie stellte sich als Maglawen vor. Sie, Aphidor, Illusius und Dugal sowie anderere scheinen mir bereit für die Reise zu sein. Bei den Treffen bemerkte ich jedoch Maglawen an dass sie sehr hastig aufbrechen zu wollen schien. Das machte mich Mißtrauisch und als ich dann auchnoch erfuhr dass eine Gruppe Bewaffneter namens Die Krähen sie zu verfolgen schienen wusste ich ,dass dieses Risiko zu gefährlich für die Gruppe ist als dass sie alleine gehen würden. Bis Rohan, so entschloss ich mich werde ich mit ihnen Reisen.

Arantion macht eine Pause und einen Moment lang schaut er wieder ins Tal bei dem Gedanken warum er nicht nach Gondor hinein wollte und verfiel kurz in wehmütige Gedanken an das Fischerdorf, an die Schreie , die Toten und an seine Gefangenschaft. Schließlich riss er sich los und widmete sich wieder seinen Aufzeichnungen.

Nun wusste ich jedoch das Maglawen eine Gefahr für die Sicherheit der Fahrt war. Als wir auszogen, schweigsam, den Blick nach vorn gerichtet habe ich mir nicht alllzu viel Chancen ausgerechnet anzukommen..... Doch ich schuldete es ihnen und dem Rest der Gemeindschaft.
Wir kamen zügig voran und erreichten bald die einsamen Lande. Der erste Zwischenhalt sollte in der Feste Galath gemacht werden. Wir waren noch nicht weit durch die Ödlande vorgestossen als ich einen Halbork erspähte, der scheinbar die Straße zu beobachten schien. Ich reagierte und schoss auf ihn. Der Bolzen traf und lief zum Gefallenen um ihn wiederzubeschaffen. Als ich ihn aus seiner Brust zog fiel mir auf, dass er einer derjenigen sein müsse die in letzter Süden aus die alte Straße hinauf ins Breeland und in den Norden ziehen. Ich wendete mich ab und ging zurück zur Gruppe ond berichtete dass er ein Späher sein kann. Sarkastisch gab mir Maglawen zu verstehen, dass man ihn ja suchen werde. Ich lächelte nur, es war keine Zeit für eine Belehrung meinerseits. Wir wichen ab von der Straße und erreichten einigermaßen sicher die Feste.... auch wenn es unabdingbar war dass man uns sah. Die Gruppe war einfach zu groß. Ja ein einzelner Reiter den sah man auf der Oststraße hin und wieder durch die Ödlande ziehen doch eine Gruppe wie die unsere die zog Aufmerksamkeit auf sich und das Risiko wurde immer größer. Ich übernahm die Nachtwache doch auch als ich abgelöst wurde hatte ich noch zu viele Sorgen als dass ich schlafen konnte. Am nächsten Morgen traf ich auf einen alten Bekannten aus Bree, er würde sich uns wohl anschließen. Doch auch 2 Fremde kamen auf uns zu und suchten scheinbar nach uns. Als sie beweisen konnten keine Bösen Absichten zu verfolgen ließen wir sie mitziehen. Ich traute ihnen zwar nicht aber es wäre falsch einen Unfrieden zu beginnen, wo wir doch schon genug zum sorgen hatten. Außerdem wäre meine Stimme nicht entscheidend gewesen. Ich drängte zu einem raschen Aufbruch, da jede Minute die Sonne uns besser preisgeben würde. Wir verließen also die Festung und ritten in Richtung der letzten Brücke vor Bruchtal. Als wir nicht weit entfernt waren ritt ich zur Brücke um sie zu überprüfen und als ich vor ihr stand erschien sie mir sicher also ritt ich zurück umd die anderen zu informieren. Als auch sie die Brücke erreichten bemerkten sie einen Reiter hinter sich. Es war die vermisste Ahreandril die sich uns nun auch anschloss. Wir verloren keine Zeit und ritten über die Brücke. Elben die dahinter lagerten gaben uns Informationen über eine Reitergruppe die vor nicht allzulanger Zeit den Weg passiert haben soll. Dies besorgte mich nur umso mehr. Wir ritten noch bis zum Anbruch der Nacht und rasteten dann abseits des Weges. Ich beschloss mir die Gegend anzuschauen. Ich musste auch mal einen klaren Kopf bekommen. Abseits des Feuers und der Stimmten konnte ich in mich gehen. Neue Kräfte sammeln...

Arantion reckt sich etwas im Stuhl und fährt sich mit den Fingern über die geschlossenen Augenlieder. Es scheint wohl schon sehr spät zu sein und doch setzt er die Feder erneut an

Die Nacht war erholsam und ich fühlte mich wohl als ich aufwachte. Anders als bei anderen die von Wurzeln auf dem Boden gequält worden waren beim Schlaf. Als wir schließlich losritten sprach Maglawen von einer Feder die sie scheinbar heute morgen erhalten hatte. Scheinbar von ihren "Krähen". Ich nahm es zur Kenntnis doch bald redete ich mit Aphidor über das Land. Je weiter wir kamen, desto erschöpfter schien Maglawen zu werden. Ich wartete ab doch als wir die Furt durchquerten schienen sie alle Kräfte zu verlassen. Ich rief Illusius zu mir und bat ihn nach ihr zu sehen. Je näher wir uns Bruchtal näherten destso Ernster wurde ihre Lage. Als wir die ersten Wachposten sahen überzeugte ich sie davon uns zu passieren zu lassen. Mein Name war in Bruchtal nicht vergessen worden und so kamen wir schnell ins Haus des Herren. In der Halle des Feuers konnten wir sie versorgen lassen und Illusius tat alles in seiner Macht stehende. Schließlich bat ich Aphidor noch auf ein kurzes Gespräch um meine Bedenken gegenüber der Sicherheit dieser Unternehmung zu äußern.
Viel ergab sich nicht.... ich sagte meine Meinung und ich wusste dass wir dennoch keine weitreichenden Schritte tuen können oder wollen ohne die Gruppe abstimmen zu lassen. Erst als ich den Saal daraufhin verließ bemerkte ich die Erschöpfung der Reise. Ich regelte noch einige wenige Kleinigkeiten und begab mich dann zur Ruhe. Doch irgendwann konnte ich nichtmehr schlafen

Arantion blickt wieder übers Tal als die ersten Strahlen der morgendlichen Sonne den Pavillion erreichten. Heute würde ein entscheidender Tag für die Reise werden, vielleicht auch für ihn

_________________
"Und zuletzt und am prächtigsten [zog] Fürst Imrahil von Dol Amroth [ein][...] mit dem silbernen Schwan und einer Schar Ritter in voller Rüstung auf grauen Pferden"
Arantions Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=DzD12qo1knM


Nach oben
 Offline Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron