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 Betreff des Beitrags: Lang ersehnte Träume..
BeitragVerfasst: Sa 28. Sep 2013, 09:58 
Wanderer

Registriert: So 8. Sep 2013, 02:33
Beiträge: 79
Nethraeen, Selvanirs Tochter

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Soën

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Neth's Lied:

Nethraeen's Lied. Eine Melodie voller Hoffnung und Zuversicht


Zuletzt geändert von Nethraeen am So 29. Sep 2013, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lang ersehnte Träume..
BeitragVerfasst: Sa 28. Sep 2013, 10:33 
Wanderer

Registriert: So 8. Sep 2013, 02:33
Beiträge: 79
Vor zehn Jahren...

Spürbar gehen die Wintermonate vorbei und das satte grün der Wiesen kommt immer mehr ans Tageslicht. Zugig ist es trotzdem entlang der Küste. Eine junge Frau, frische 17 Jahre jung, tritt aus einer einfachen Hütte. Das Haus aus Holz hat nur drei Räume. Zwei Schlafzimmer und eine grössere, spärlich eingerichtete Wohnküche. In der Hand trägt sie einen Wassereimer und eilt in der morgentlichen Kühle zum Brunnen, um frisches Wasser zu holen. Ihr Blick schweift wie so oft übers Meer. Ein Anblick der sie immer wieder träumen lässt. Es ist ihre Welt. Ein Ort den sie nie verlassen würde. Zu sehr hängt sie an dieser Landschaft, dem einfachen Leben und ihrer geliebten Muter und ihrem Vater. Der Tag wie jeder andere, verging wieder einmal so schnell, dass sie sich fragen musste, wo nur die Zeit hingeht. Es sollte sich aber alles ändern, denn sie ist nicht die Einzige, die den Frühling und das wärmere Wetter zu geniessen scheint.

Am darauf folgenden Morgen wird sie hastig von ihrer Mutter geweckt. Ein markerschütternder Schrei ist von weitem zu hören. Mit einem Mal ist Nethraeen, von ihrer Mutter liebevoll Neth genannt, hellwach. Sie sieht ihre Mutter davon hasten, die nur Sekunden später mit einem Beutel zurück kommt und einige Kleidungsstücke hinein stopft. Hastig und nicht darauf bedacht, dass die Kleider schön in den Beutel hinein gelegt werden, vergehen wiederum nur wenige Sekunden, bis Neth Kleider in die Hand gedrückt bekommt, die sie anziehen solle. Panisch zieht sie sich an und kurze Zeit später, steht auch ihr Vater im Zimmer. In der Hand seinen Bogen und der dazugehörende Köcher, vollgefüllt mit Pfeilen. Das Schwert und den Dolch, den sie immer zum Üben von ihm bekommen hat, trägt er in der anderen Hand. Sie müsse gehen und das sofort. Es bliebe keine Zeit für Abschied.

Kaum sind die Worte gesagt, springt die Tür auf. Ihr Vater stürmt nach draussen und versucht gegen drei übel riechende Männer zu kämpfen, die ihm aber weit überlegen sind. Es dauert nicht lange, bis er ächzend auf den Boden sinkt und sein Bewusstsein verliert. Die Männer suchen das Haus ab. Nethraaen schafft es aus dem Fenster zu klettern und kann gerade noch sehen, wie ihre Mutter, die ihr hinterher steigen wollte, gepackt und zurück gezerrt wird. Schreie sind aus dem Haus zu hören. Die junge Frau springt auf die unbesattelte Stute und reitet in windeseile davon. Schnell den Bergen näher kommend, versucht sie dem Tränenfluss ein Ende zu setzen. Doch gelingt es ihr kaum. Auf einem Vorsprung in sicherer Entfernung sieht sie zurück und kann Rauch sehen, dort wo ihr Haus steht. Ihr geliebtes zu Hause steht in Flammen. Erschöpft lässt sie sich vom Rücken des Pferdes fallen. Es kommt der Moment, wo es keine Tränen mehr zu vergiessen gibt. Sie sitzt mit leerem Blick auf dem Vorsprung und starrt in die Richtung, wo von ihrer Heimat nur noch Schutt und Asche liegt. Ihr wird bewusst, dass sie alles verloren hat, was sie einst besass und der Schmerz sitzt tief. Aber auch die Leere in ihrem Herz wird immer mehr.

Nach Stunden schläft sie vor Erschöpfung ein. Warmer Atem und weiche Nüstern, die sie von der Seite anstupsen, reissen sie aus dem unruhigen Schlaf. Schlagartig bemerkt sie, dass der Traum auch Wirklichkeit ist. Es ist früher Morgen und der Magen rebelliert. Doch würde sie jetzt keinen einzigen Bissen herunter bekommen. Einzig ein paar Schlücke Wasser aus einer der Quellen in der Nähe sind das, was sie zur Zeit am Leben hält. Sie weiss, dass sie hier nicht bleiben kann. Aber wohin sollte sie gehen? Schliesslich machte sie sich auf den Weg Richtung Westen, dem Gebirge entlang. Wege die ihr sehr vertraut vorkamen. Immer weiter weg von ihrem zu Hause und immer weiter weg von der Küste. Eine Reise, bei der ihr so einiges bevorstehen wird, was sie nicht erwarten würde.


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