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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Sa 9. Apr 2016, 21:58 
Bürger Gondors
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Nach Hause

Berenthil liest die Post. Viele Schreiben wie immer. Zwei fallen auf. Eines aus Morlad, das Andere wurde in Stangard abgeschickt.
Das aus Morlad fällt ihm als Erstes in die Hände und faltet das Pergament auseinander.

Ser,

wir haben Gondor erreicht. Ich bin auf dem Weg nach Dol Amroth.

Mit Hochachtung und Ehre

T. Willington


Der Nächste aus Stangard.

Berenthil liest Zeile für Zeile. Ein langer Brief. Ehrlich, offen vertrauensvoll. Der Jüngste schreibt die Geschehnisse, welche sich in seiner Abwesenheit zugetragen haben und das alles ein gutes Ende genommen hat.
Die Bedenkzeit sei vorüber und war wichtig für ihn, um Klarheit zu erlangen.
Der Fürst liest beide Schreiben noch einmal in Ruhe durch.
Anschließend lässt er seinen Sohn Shairmon rufen, der nach einer kleinen Weile dem Fürsten und Vater gegenübersteht.

Mein Sohn, dein jüngster Bruder kehrt nach Hause zurück
Berenthil erzählt seinem Sohn detailliert den Inhalt des Schreibens.
Sag Anmona das Beide auf dem Weg nach Dol Amroth sind.Ich bin sicher, es wird sie freuen
Shairmon nickt und verlässt den Raum...
Der Fürst geht an eines der großen Fenster. Zufrieden darüber das sein Sohn und Gefährtin in den nächsten Wochen nach Hause kehren werden.
Und ganz langsam erheben sich die Mundwinkel, ein vages Lächeln.
Geraume Zeit später ist es soweit. Sohn und Gefährtin sind im Hause eingetroffen, doch haben sie noch jemanden mitgebracht...

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Zuletzt geändert von Shairmon am Mo 18. Apr 2016, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mo 11. Apr 2016, 13:26 
Bürger Gondors
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Von den Gefährten. Seine "Homage" an Maglawen

Dol Amroth

Endlich treffen der Jüngste, seine Gefährtin und dessen Schwester in der Hafenstadt ein. Anmona kann es kaum fassen, die letzte der drei Schwestern nach gut vier langen Jahren, vor ihr zu sehen. Berenthil selbst erlebte eine Überraschung ähnlicher Art, als der tot geglaubte Bruder plötzlich vor ihm stand. Die Familie scheint unter einem Dach vereint...bis auf einen...

Nacht, in einem kleinen Dorf auf dem Weg nach Calembel

Einer der nun noch vier Gefährten flucht leise vor sich hin.
Ihr seid verrückt ihre Worte, gestern noch...
Der kürzeste Weg sollte es werden. Direkt nach Süden das Tal runter...
Dann sahen wir entfernt die Zinnen der Stadt Dol Amroth, doch einige Meter später Holztürme und schwerbewaffnete Korsaren.
Jeder, nein ... fast jeder würde umkehren und der Vernunft folge leisten...
SIE natürlich, die Vernünftigste von allen...

Sarkasmus in jedem der leisen Worte.
Ich schleich mich dadurch...
Klar, vielleicht ist Maglawen rechtzeitig zur Teestunde im heimischen Dol Amroth. Vorher ein kleines Gespräch mit den Korsaren, wenn man schon mal da ist.
Über Krummschwerter, Waffen, Kräuterkunde...?
Nein ich werde mich dadurch schleichen. Die Frage von Arganthir sich vielleicht von den Korsaren zum Tee laden zu lassen...
Dieser Krähenbruder vorher auf der Straße. Verreckt, ermordet. Warnung genug.
Nein, SIE, der Ansicht, er, Arodol könnte Verbündete haben und sei den gleichen Weg.
Ich habe schon eine Menge Mist gehört, aber das bei Weitem konkurrenzlos...
Mal sehen was uns erwartet, da in Dol Amroth.
Vielleicht hat sie's von den Krähen gelernt und ist einfach über das Korsarennest ... geflogen...
Wenn ich in Dol Amroth bin, werde ich mich einfach sinnlos besaufen

Wäre es nicht so warm, glatt wieder die Kapuze über das Gesicht gezogen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Di 12. Apr 2016, 12:46 
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In der Gesindeküche

Im Hause Berenthil gibt es zur Zeit, wenn der Major Domus selbstverständlich nicht anwesend ist, nur ein Thema.
Tuschelnde Kammerzofen, Küchenmägde, wo immer mindestens zwei zusammen treffen, wie hier in der Gesindeküche.
Schön, dass er wieder ist.
hinter vorgehaltener Hand beim Gemüseputzen.
Der Jüngste Bruder is doch vom Dach gefallen.
Kichert
Das ist nicht witzig, der kam dabei um.
Na ehrlich jetzt, das war doch ein echtes Schwein, nee nich schade drum.
Bist Du verrückt? Leiser….
Der Alte, ich mein den älteren der Alten ..
Kichert
..macht sich an diese Rote ran….
Trällert leise
An welche, laufen mehrere rum hier.
Na hör mal! Ich meine diese schüchterne, die anderen hab‘n schon nen Fürsten geangelt. Die Kleene da.

Tuschelt
Gestern ist er mit ihr durchs Haus gelaufen…
Das pfeifen die Spatzen von den Dächern Kindchen.
Geplaudert solln se haben.

Wichtiges Nicken
Die ganze Zeit und waren auch auf der Promenade draußen.
Habs gehört, dann ist er mit ihr in den Südflügel.
Die Schlafgemächer, na was denkste, das Alterchen und die Kleene…
Leise, das geht uns…

Kichert dann
Das Essen wird heute am frühen Nachmittag zur ersten Stunde erwartet!
Ertönt die mahnende Stimme des Major Domus höchstpersönlich am Eingang zur Gesindeküche. Damit endet Gegacker, manch Getuschel.
Die Frage ist: Wie lange…

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mo 18. Apr 2016, 11:08 
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Im Angesicht des Feindes

Danke Cedrik, ihr könnt gehen.
Der Major Domus verlässt das Arbeitszimmer und lässt Berenthil mit dem Bruder alleine.
Wie konnte das passieren?Die letzten kamen auf gleichem Wege unbeschadet an
Beginnt dieser, als die Türe geschlossen ist.
Ich weiß es nicht, es kommt mir fast so vor, als...
Nachdenklich sieht der Fürst den älteren Bruder an, der den unvollständigen Satz zu Ende führt.
...haben wir einen Feind in den eigenen Reihen. Jemand der alle Informationen hat, die Du besitzt und damit meine ich alle én Detail mein Bruder én Detail.
Berenthil nickt bejahend, sehr nachdenklich.
Vielleicht jemand der Hauptmänner, wenngleich...
Berenthil schüttelt langsam den Kopf.
Die Hilfsgüter und deren Weg kennen nur wenige. Das lässt den Kreis der Tatverdächtigen auf genau zwei Männer reduzieren.
Die wären?
Die berechtigte Frage des Bruders.
Der Diplomat und der eingeweihte Hauptmann, welcher die Hilfsgüter mit der Eskorte begleitet hat. Allerdings hege kaum Zweifel an der Loyalität des Diplomaten.
Was ist mit dem Hauptmann?
Der Mann hat den Angriff mit seinem Leben verteidigt.Warum für eine Sache kämpfen um gleichzeitig Verrat zu üben. Das alles ist allein vom Gedankengang ad absurdum. Feinde sind das täglich Brot eines Fürsten, damit müssen wir leben.
Richtig, doch in diesem Fall muss der Verräter in unmittelbarer Nähe sein. So nah, das wir beiden nicht auf den Gedanken kommen, oder diesen vielleicht zu verdrängen suchen.Das alleine sollte, nein muss uns mehr als nur zu denken geben.
Die Gesichtszüge des Fürsten verhärten sich langsam und sieht aus dem Fenster mit verschränkten Armen hinter seinem Rücken. Langsam geht er durch das Arbeitszimmer. Häufig sieht er seinen Bruder an und schüttelt den Kopf, als wolle er die mögliche Tatsache nicht glauben können und wendet sich wieder seinem Bruder zu.
Ich verstehe.
Ein Nicken.
Was wir brauchen sind Beweise. Sollte dem wirklich so sein...
Der Bruder streicht mit der Hand kurz über die in Falten gelegte Stirn.
...bei allen Göttern...

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mo 18. Apr 2016, 12:01 
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Die schwerste Entscheidung

Die ganze darauffolgende Nacht findet der Fürst keine Ruhe. Unstetig läuft er langsam im großen Schlafsaal auf und ab.
Denkt an die Kindheit, die frühe Jugend, das Erwachsen werden. Immer begleitet, ohne große Worte. Damals beim Attentat auf seinen Jungen.
Nein
leise.
Nein, es muss...
Zerknirscht, wütend, vor allem ... enttäuscht...
Warum?
Die für ihn vehement wichtige Frage nach nüchterner Erkenntnis.
Warum?...
Es gibt nur diesen Einen der meistens anwesend war, auch und gerade bei dem letzten Schreiben an den Hauptmann, das die Hilfsgüter wieder auf gleichem Wege unterwegs sein werden.
Die vorletzte Lieferung...er war nicht zugegen...kam wie geplant an.
Die Miene des Fürsten wie versteinert. Innerlich zerrissen.
Warum?
Der Fürst versucht zur Ruhe zu finden, doch ohne Erfolg.

Am nächsten Tag lässt er seine Söhne und seinen Bruder zu sich rufen. Vor der verriegelten Tür stehen zwei Wachposten.

Mit dunklen Rändern und nüchternen Worten erzählt Berenthil den genauen Sachverhalt und deklariert im gleichem Zusammenhang den vermeintlichen Täter, erst am Ende seiner Rede wird der Name benannt.
Ich habe keine andere Wahl, als den Verräter zu stellen, wegen Hochverrats anzuklagen.Ich selbst bin befangen und werde nur als Zeuge fungieren können.
Noch heute werde ich die zuständige Richterschaft informieren und ihn vorher in Gewahrsam nehmen lassen, wegen dringenden Tatverdachtes.
Da schickte ich meinen Jüngsten einen Banditen zu töten, einen der wie viele andere seinen Auftrag von hier erhalten haben musste.
Shairmon wäre fast ermordet worden.
Ich habe Menschen getötet, hinrichten lassen, die mitschuldig waren, während der Hauptschuldige hier in aller Ruhe weitere Fäden spannte.


Berenthil wischt sich den Schweiß von der Stirn. Das erste Mal in seinem Leben, die schwerste Entscheidung und jetzt fällt mit klaren Worten der Name des Beklagten.
Warum?....

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Di 19. Apr 2016, 18:19 
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Das Urteil

Die Verhandlung findet zur ersten Stunde des Nachmittages am darauffolgenden Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Beklagte verzichtet auf einen Rechtsbeistand. Aufgrund der eindeutigen Beweislage legt der Mann auf eigene Bitte hin ein vollständiges Geständnis ab.
Berenthil und dessen Bruder hören dem ehemaligen Major Domus des Hauses aufmerksam zu.
Cedrik, den Blick zu Boden gesenkt, beschreibt die Vorkommnisse, die Beweggründe. Eine delikate Angelegenheit nun mehr als dreißig Sommer her. Jemand hatte es mitbekommen und Jahre später begonnen den bis dahin getreuen Diener des Hauses zu erpressen.
Ich weigerte mich, das Haus zu verraten und schlug der Person vor diese Angelegenheit vor dreißig Jahren dem Fürsten selbst zu übermitteln und würde meine Konsequenzen ziehen. Einige Tage später erfuhr ich von dem plötzlichen Verschwinden meiner Nichte…
Im Gerichtssaal herrscht Schweigen, nur die leisen Worte des Major Domus sind zu hören.
… Dann erhielt ich ein Päckchen mit einem Pergament, dem Erpresserbrief, dem Medaillon meiner Nichte, was sie immer bei sich trug und einen Finger…
Der Diener schweigt eine kurze Zeit, fährt schließlich fort. Aus Sorge um seine erst zehnjährige Nichte. Aus purer Verzweiflung begonnen die Informationen zu liefern. Er beteuert inständig, nicht gewusst zu haben, dass ein Attentat auf einen der Söhne, mit seinen Informationen verbunden gewesen sei.
Schließlich bat ich um eine Unterredung. Ich forderte ihn auf mir meine Nichte zu zeigen, oder es würden keine Informationen mehr fließen. Leid die Sorge, Leid den Kummer, die bodenlose Scham das Haus Berenthil zu verraten…
Jeder der Anwesenden im Saale hört den schweren Atem des verzweifelten Mannes mit gesenkter Stimme und Blick zu Boden. Keiner im Saale hegt einen Zweifel an der Ehrlichkeit der Worte des Angeklagten.
Ich wurde in ein Haus geführt. Jeder Gondorer durchläuft eine Rekrutenzeit im Militär und von dem Tag seit Kenntnis der Entführung, angefangen Dolch und Schwert zu trainieren. Es kam zum Kampf, mein Gegner hatte mit Wiederstand nicht gerechnet, was mir zum Vorteil gereichte denn meiner Nichte…
Bricht ab, kurzes Schweigen.
Die Leiche, ich habe die Adresse bei dem gestrigen Verhör bekanntgegeben, ist dort zu finden...
... Es handelt sich um einen ehemaligen Bediensteten, der anstatt meiner gerne die Position des Major Domus übernommen hätte und von mir wegen einiger Unlauterkeiten, gegenüber der fürstlichen Familie, entlassen wurde, vor ungefähr fünf Sommern. Bewusst habe ich, bevor ich den Täter aufsuchte, in Gewissheit meine Nichte nur noch tot aufzufinden, eine Fährte gelegt und wollte diesen Tag, hier vor Gericht, um meine gerechte Strafe zu empfangen.

Schweigen den Blick gesenkt, die Abschlussworte:
Die Familie derer zu Berenthil behandelte mich wie einen Freund. Ich diente vierzig Sommer im Hause und es war auch das Meine…
Cedrik sinkt auf seinen Stuhl zurück. Auf Berenthils Wunsch nicht in Fesseln.
Schweigen im Gerichtsaal…
Die Richter erheben sich und kommen zur Urteilsverkündung.
Das Gericht verurteilt den Beklagten Herrn Cedrik Merondir wegen Hochverrates und Mord an einem Bürger des Landes Gondor zum Tode durch den Strang. Das Urteil wird zur sechsten Abendstunde des hiesigen Tages vollstreckt. Die Verhandlung ist damit beendet.
Die Richter verlassen im Beisein beider Fürsten den Raum, der Verurteilte wird in seine Zelle geführt
Zur vierten Stunde des Nachmittages beruft Berenthil im Beisein der gesamten Familie die Angestellten in den Banquetsaal.
Der werte Major Domus wurde auf meinen Wunsch hin, in seinen verdienten Ruhestand entlassen. Stetig bestrebt dem Wohl der Familie, dem des Hauses zu dienen.
Der Name und sein Lebenswerk, wird in unserem Hause in Ehren gehalten.

Berenthil schweigt einige Sekunden.
Die Nachfolge wird Herr Roderyk Arondor ab sofort übernehmen.
Die fürstliche Familie verlässt den Saal und die Bediensteten gehen ihrer Arbeit nach.
Berenthil zieht sich zusammen mit dem Bruder in eines der Kaminzimmer zurück. Er sieht aus dem Fenster, spricht leise.
Zwei Stunden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Do 21. Apr 2016, 12:59 
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Abschied und Wiederkehr

Berenthil sieht aus dem Fenster. Gedanken, Erinnerungen…

Kerker der Stadt Dol Amroth

Anwesende:
Die drei Richter, Cedrik, die beiden Fürsten, der Henker.
Einer der anwesenden Richter liest das Urteil vor der Vollstreckung vor.
Dem Verurteilten wird ein letztes Wort gewährt.
Cedrik sieht zu den Fürsten.
Ich erbitte Eure Vergebung bevor mich die Valar nach Hause leiten.
Die beiden Brüder nicken dem ehemaligen Major Domus des Hauses zu und Berenthil spricht leise:
Unsere Familie wird Euren Namen in Ehren halten, als einen Freund.
Nach der Hinrichtung wird der Leichnam in einem einfachen Holzsarg zum Lieblingsort gebracht und dort im Beisein der Fürstenbrüder beerdigt.

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Am nächsten Tag erfährt der Vater von der Rückkehr des Ältesten. Trauer und Schmerz noch spürbar in den Knochen, empfängt er seinen Sohn.
Der Älteste salutiert, in einer gewissen Form ihm sehr ähnlich. Lange her. Zusammen mit seiner zierlichen, sehr zurückhaltenden Frau, welche die Etikette und Regeln wahrt und von ihm mit einem wohlwollenden Schmunzeln bedacht, als er mit dem Blick auf das Meer, an diese Begegnung denken muss.
Der Älteste wird nach der offiziellen Begrüßung herzlich empfangen, für seine Verhältnisse. Gleiches galt für dessen Frau, obwohl Berenthils Mundwinkel leicht belustigt zucken, er eigentlich nicht sicher ist, ob das auch angekommen sei.
Der Sommer rückt näher und mit der nahen Jahreszeit Anmonas Niederkunft. Lange waren die drei Schwestern zerstreut in aller Herrenländer. Jetzt hier in Dol Amroth zusammengefunden.
Die jüngste Schwester gar plötzlich wieder auf Reisen in die Berge, zusammen mit seinem Bruder, den es nach der stillen Beerdigung für eine Weile ins Hochgebirge zieht.
Amüsiert, dass nicht nur die Berge allein eine Anziehungskraft zu haben scheinen.
Sein jüngster Sohn der nach der Niederkunft mit seiner Dora eine Weile ins Auenland gehen wird. Die beiden sind mit vielen dort verbunden. Ein schönes Zeichen, für zwei Lange, dort Freunde zu haben, denn bekanntlich sind Hobbits den Langen skeptisch und misstrauisch gegenüber, mit guten Grund.
Hält einen Brief in der Hand. Den seines Freundes aus dem Osten.
Gedanken:
Abschied und Wiederkehr, das Leben im Fluss, im Wandel der Gezeiten…

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2016, 06:26 
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Das Treffen, seine Sicht der Dinge

Nachdem Maglawen in einem Stück im Haus aufgefunden und verarztet wurde, hieß es aufbrechen zum Vater, nach zwanzig Sommern.
Ein merkwürdiger Gang, schließlich steht er mit seiner Frau am schwer bewachten Eisentor und als erstes versperren ihm die Soldaten der Garde den Weg.
Nennt den Namen und das er erwartet wird. Einer der Soldaten nickt knapp. Das Eisentor wird einen Spalt geöffnet und eine Wache verschwindet, während die anderen Soldaten vor ihm stehen..
Warten...Was ist, wenn...warten...Er hatte geschrieben, das er unterwegs ist...warten...
Die Zeit vergeht, endlich, begleitet von einer Wache, die Stufen hinauf zum großen gusseisernen Tore des Fürstenpalais geführt.
Einatmen. Anspannung.
Meter für Meter...denkt an die Gefährten, das Arganthir einen ähnlichen Gang machen wird...Maglawen, ohne Krähenflügel, durch das Korsarennest...na heil ist sie noch, bis auf ein paar Schrammen...geschlichen...Kopfschütteln...
Über den Innenhof, in den Eingang des Privatbereiches. Steinerne Treppen.
Gänge später steht er dann in einem Kaminzimmer seinem Vater gegenüber, nach zwanzig Sommern.
Berenthil nickt kurz, begrüßt das Paar in seiner dezidierten Art. Vater und Sohn begutachten sich gegenseitig, mehr aus den Augenwinkeln.
Der Mann mit imposanter Ausstrahlung beginnt Brytwine willkommen zu heißen, dann ist er an der Reihe. Ein langer Abend, der Älteste hat viel zu erzählen und sein Vater scheint sich auf seine distanziert, kühle Art und Weise zu freuen, das der Sohn nach Hause kehrte.
Diesmal nicht auf dem Boden, im kleinen Zelt, Wachlagern, oder unter Bäumen. Nein, in einem großen edel geschmücktem Schlafgemach.
Eine Weile kreisen seine Gedanken...froh zu Hause zu sein...Würde man ihn allerdings fragen, ob er den Luxus vermisst hätte, wäre die klare Antwort ein Nein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2016, 12:21 
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Die ungleichen Brüder

Ihr seid zurück?
Berenthil dem Bruder gegenüber in einem der Kaminzimmer mit Blick auf das Meer.
Die Beiden fühlen sich sehr wohl auf dem Bauernhof. Genau das Richtige.
Während Du Dich um Animositäten dieser Frau gekümmert hast, haben wir im Osten eine Schlacht geschlagen und waren siegreich für Gondor.
Einer im Feld, der andere hält die Familie zusammen. Ich bin der Meinung Beides ist wichtig. Immerhin ist es Deine zukünftige Schwiegertochter über die wir hier reden und ich bin beileibe mehr als zufrieden eine Lösung gefunden zu haben.
Sicher...
Wir waren immer grundverschieden, an Zusammenhalt hat es nie gefehlt...
Berenthil nickt merklich entspannter.
Du warst der "Diplomat", ich der Krieger.
Ein vages Schmunzeln, immerhin.
Es gibt noch etwas mein Bruder, was Deiner Aufmerksamkeit bedürfte.
Der Fürst hört den Ausführungen des Bruders mit jedem der gesprochenen Worte interessierter und stillschweigend zu.
Der Junge ist dran.
Er hat eine gute Ausbildung und das Gespür für Dinge der Informationsbeschaffung. Ein feiner Bursche.
Dir ist wie mir bekannt, nur Unzulänglichkeiten können eine Verhaftung und nach Beweislage zu einer Verurteilung führen.
Dora und Dhan werden den Kontakt zu der neuen Nachbarin behalten. Dhan wird sich um den Verwalter kümmern.
Berenthil, kurz erstaunt das der Bruder die Namen so vertraut klingen lässt und antwortet:
Diese Form der Gewalt an der jungen Frau sind mit ebenso ein Greuel wie Dir. Die Gesetzeslage berücksichtigt dieses allerdings nicht, so ist die Sache ihn anders dran zu kriegen eine Möglichkeit.
Der Bruder nickt und dann bittet er Berenthil um eine für ihn wichtige Angelegenheit. Berenthil schweigt eine Weile mit dem Blick auf das Meer.
Schließlich seinem Bruder zugewandt. Ein langsames Nicken.
Der Bauernhof ist nicht weit von Dol Amroth entfernt und einige Stunden später, erhalten Dora und Dhan einen Brief mit der Bitte sich heute am Nachmittage an einen, durch ihn genau beschriebenen Ort einzufinden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mi 11. Mai 2016, 08:40 
Bürger Gondors
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Beiträge: 397
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Familienangelegenheiten

Roderyk schenkt dem Fürsten und Shairmon einen Tee ein.
Die Niederkunft von Mona rückt in greifbare Nähe.
Die Hebamme sprach von fünf bis sechs Wochen.
Berenthil nickt
Der Major Domus verlässt das Zimmer.
Ich werde in einigen Tagen in den Osten reisen. Wie üblich wirst Du an meiner statt die Geschäfte führen.
Ein Nicken des Sohnes.
Du hast viel gelernt und ich Dein Vater erfüllt mit Freude und Stolz.
Mein ganzes Leben lang, warst Du mein einziges Vorbild. In Bree wurde mir letztendlich klar, wohin ich gehöre. Nach der Offenbarung zu meinem 25zigsten Lebensjahr hegte ich nur den einen Wunsch: Zurück nach Hause.
Berenthil nickt wohlwollend, denn Shairmon ist ihm nahe wie kein anderer seiner Söhne.
Du weißt, dass es kleine Divergenzen gab, zwischen dem Jüngsten, eher dessen Gefährtin und mein Bruder eine für uns alle adäquate Lösung fand.
Eine weise Entscheidung. Ich bin zuversichtlich. Es ist kein Weltuntergang, wenn sie hier nicht heimisch werden konnten. Der Hof liegt in der Nähe und die Möglichkeit mit etwas Abstand den Kontakt aufrecht zu erhalten. Das ist die Hauptsache.
Der Fürst nickt langsam. Zeigt ein väterliches Lächeln.

Stunden später. Ein abgeschlossener Raum irgendwo im Palais.

Korsaren?
In etwa ein Dutzend. Wir konnten uns verteidigen ... es gab Verluste ...
Nicken.
Der Verwalter versuchte im Tumult die Flucht zu ergreifen..
War zu erwarten.
Er wäre besser bei der Gruppe geblieben.
Verstehe. Wir sollten die Familie kontaktieren.
Das…hat sich …erübrigt…Übergriffe der Korsaren sind auf das Haus der Familie zu verzeichnen, welches bekanntlich in der Nähe lag.
Überlebende?
Keine…
Bedauerlich...

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