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 Betreff des Beitrags: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mi 14. Aug 2013, 18:20 
Bürger Gondors
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Er weiß das diese nie ihr Ziel erreichen werden. Daher sammelt er die Briefe und nun in seinem neuen Heim, einem riesigen Zimmer in einem für ihn schon als Palast anmutendem Hause, legt er jeden fein säuberlich auf den Kaminsims. Wie jeden Abend, nachdem er aus Bree heimgekehrt fasst er seine Notizen, die er regelmäßig aufschreibt in einen Brief.

"Verehrter Onkel,

ich bin schon sein Acht Tagen in Bree und es ist viel passiert. Immerhin bin ich heil und wohlbehalten hier angekommen. Die erste Zeit habe ich in Schlucht gewohnt, einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt. Ich konnte mir recht schnell Arbeit verschaffen. Durch meine Jagd -und Sammlerkünste, die ich vom Vater lernte. Am Anfang tat ich mich schwer in der Stadt.Ich bin ganze zwei Jahre alleine durch die Wildnis gezogen und die Sitten hier recht eigenartig. Die Menschen reden viel über "Nichts", für mich nicht verständlich, doch halte ich meine Meinung für mich. Elben gibt es viele und Zwerge und Hobbits und...Du kannst Dich sicher erinnern, wie ich davon sprach, gerne einmal Elben zu sehen. Doch sagtest Du immer, sie leben weit weg und wahrscheinlich werde ich nur Geschichten über sie hören. Hier in Bree sah ich die ersten. Ein wenig enttäuscht bin ich werter Onkel. Sie gehen "Beziehungen" mit Menschen ein. Unverständlich! Da gibt es noch etwas. Ja, ich wurde angesprochen von Landsleuten. Das hat mich sehr gefreut. Sie baten mich zu Ihnen in Ihr Haus. Es sind viele gestandene Krieger unter Ihnen und ich Shairmon ein Bauernjunge, doch mit Bildung, dank Euch. Das Haus, werter Onkel ein wahrer Palast. Ich darf im Gästezimmer schlafen. Das ist fast so groß, wie das ganze Haus meiner Eltern. Es hat einen Kamin. Ja und Bücher, viele Bücher. Ich bin sehr geehrt, das sie mich in Ihre Reihen aufnahmen. Ich bin kein Krieger, aber ein guter Späher und ich werde fragen, ob mich jemand die Heilkünste lehren kann. Dann könnte ich mich im Feld, auch nützlich machen. Es war ein beeindruckender Abend. Sie waren viele und sehr freundlich.
Ja und noch etwas, einige in Bree erzählten mir, es gäbe Menschen die Vorurteile gegen Leute mit brauner Haut haben. Wie dumm manche sind! Der Feind ist da draußen, darauf sollten sie Ihr Augenmerk legen!
Wie mag es Euch wohl gehen und meinen Eltern. Ich denke viel an meine Heimat. So bin ich froh hier durch die neue Gemeinschaft diese ein Stück wieder gefunden zu haben. Und werde alles tun, um Ihnen ein guter Kamerad und Freund zu werden.

Shaimon mit besten Grüßen


Er legt den Brief auf den Kaminsims.

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Zuletzt geändert von Shairmon am Mo 19. Aug 2013, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Do 15. Aug 2013, 21:47 
Bürger Gondors
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Wieder kommt er "heim" und beginnt zu schreiben.

Werter Onkel,

es ist merkwürdig, ich lerne viele Menschen und Andere kennen, ja das würde Euch freuen, viele Frauen, doch keine dabei wo mein Herz höher schlagen könnte.So ist das und dabei werde ich als Frauenheld tituliert. Ausgerechnet ich. Diese Menschen aus Bree verwirrend. Lassen wir das.Ich habe einen Herrn, der sich um meine Angelegenheiten kümmert. Ich werde ihn aufsuchen in drei Tagen, um mein Anliegen vorzutragen. Er ist mir wohlgesonnen. So wie Ihr, ich werde kein Sindarin sprechen. Bleibe bescheiden, obwohl Ihr mir die Sprache der Herren gelehrt habt. Was ich mir wünsche. Der Gemeinschaft zu dienen, meinem Mentor treu ergeben und ein Mädchen aus meiner Heimat.

Euer Shairmon

Und wieder ein Brief, nicht gesendet, der auf dem Kaminsims abgelegt wird

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Zuletzt geändert von Shairmon am Mo 19. Aug 2013, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mo 19. Aug 2013, 12:43 
Bürger Gondors
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Einige Tage ist es her, da er nicht geschrieben hat. Notizen, macht er regelmäßig, oben auf dem Stein neben dem Pony. An diesem Abend kehrt er wie üblich in sein neues Zuhause, legt ein paar Holzscheite in den Kamin und zündet sie an. Gemütliches Licht, das Knistern von Holz, ein gutes Gefühl, weg von der Stadt im Hause von Menschen aus Gondor, der gemeinsamen Heimat.
Shairmon nimmt Zettel und Stift hervor und beginnt zu schreiben:

„Werter Onkel,
viel ist passiert, für einen Neuen aus dem Süden. Wusstest Du, das man uns mit dem Schimpfwort „Südländer“ betitelt? Da gibt es tatsächlich Menschen, die meinen, Fremde gehören nicht ins Breeland. Es gibt wohl überall stark geistig eingeschränkte Personen, die wenig Sinn in Ihrem Leben sehen. Ich lasse mich weder provozieren, noch aus der Ruhe bringen. Solche Menschen wird es immer geben. Lassen wir das. Es gibt schönere Dinge zu berichten.
Ich habe einen Mentor, der sich um mich kümmert, in die Gemeinschaft einführt und mir zu Seite steht. Vor einigen Tagen haben wir uns gut unterhalten, ein bisschen erinnert mich die ruhige freundliche Art an Euch. Ich kann viel von ihm lernen. Leider sind mir zwei Sätze Sindarin rausgerutscht. Wohl einfach der Tatsache geschuldet, dass ich langsam Vertrauen fasse, ankomme. Ich werde es aber vermeiden und hoffe mein Mentor hat es nicht gehört.
Er bringt mir die Kunst des Schwertkampfes bei. Ich hatte heute meine erste Übungsstunde. Man kann sehen, dass er ein erfahrener Kämpfer ist. Wendig, schnell, harte präzise Schläge und Finten. Ich habe es auch versucht…Das mit den harten Schlägen. Ich muss einfach lernen mehr Kraft zu entwickeln, schließlich ist das ein Übungsschwert. Die richtigen noch viel schwerer. Doch macht es mir viel Freude und ich werde hart an mir arbeiten.
In Bree gibt es eine Ausbildungshalle mit Übungspuppen. Wie damals mit dem Erlernen von Lesen und Schreiben und der Sprachen, werde ich nicht aufgeben, solange, bis ich auch diese Kunst erlernt habe.
Vor zwei Tagen war ich auf einem großen Markt im schönen Auenland. Viele Stände mit hochwertigen Waren, einer Rede, viel Musik und Tanz, mit Versteigerung und Feuerwerk. Beeindruckend, wenngleich ich zugeben muss, dass so viele Personen mich eher verwirren. Das liegt sicher daran dass, ich lange allein gelebt habe. Die Stimmung, sehr freundlich. Hobbits feiern wohl gerne und alle hier trinken viel Bier. Als ich nach Wasser fragte, schaute mich die Hobbitdame belustigt an, meinte zu mir, Wasser gäbe es im nahe gelegenen Teich. Humor haben sie, die Hobbits, so wie ich. Natürlich habe ich das Teichwasser nicht getrunken, herzlich gelacht und doch lieber ein Bier gewählt.
Dann war noch diese seltsame Begegnung mit einer Frau. Nein nicht unangenehm. Sie scheint aus gutem Hause zu kommen. Ich gab ihr auf Aufforderung einen Handkuss und wir kamen ins Gespräch. Sie war freundlich und stammt aus Gondor. Befremdlich war, als ich sagte ich komme aus bescheidenen Verhältnissen, dass sie mir ein Almosen geben wollte. Ich bin kein Bettler, sicher gut gemeint, aber nicht jeder der aus bescheidenen Verhältnissen stammt ist mittellos. Was solls, sie konnte es auch nicht wissen.
Da ist noch etwas. Ich habe ihn immer bei mir getragen, Euren Brief an mich, den Ihr mir am Abend meines Abschieds in die Hand gedrückt habt. Er mag zwar etwas zerknittert sein, aber unversehrt. Gemäß Eurer Bitte, werde ich ihn an meinem 25 Geburtstag öffnen, - in sechs Wochen.
Grüße an unsere schöne Heimat
Shairmon



Wieder legt er den Brief auf den Kaminsims zu den anderen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mo 26. Aug 2013, 12:14 
Bürger Gondors
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Das Feuer des Kamins knistert leise vor sich hin. Er ist gerade heimgekehrt mit vielen neuen Erlebnissen und nimmt vor dem Kamin Platz. Papier und Stift legt er auf den kleinen Tisch und beginnt erneut einen Brief an den Onkel zu verfassen.

Verehrter Onkel,

ganze vier Wochen verweile ich schon in Bree. Langsam kenne ich gar einige Leute. Die meisten sind sehr freundlich und, ob Ihr es glaubt oder nicht, schütten mir Ihr Herz aus. Komisch, habe ich eine so einladende Art?

Schaut kurz auf zum Kamin schmunzelnd
Das Wichtigste muss ich jetzt niederschreiben. Mein Training mit dem Schwert geht...voran. Ich durfte sogar mit meinem Mentor üben und das mit seinem Schwert. Mann zu Mann. Er ist blitzschnell, Jeder Treffer ist ein Treffer. Nicht so wie bei mir, das kann Jahre dauern, sagt er und ich erahne langsam dass er Recht haben könnte.
Dabei konnte ich doch tatsächlich, den einen oder anderen Treffer erzielen.
Es folgt eine kurze stilistische Pause
Aber nur deswegen weil mein Mentor sich nicht bewegt hat
Wieder eine kurze Pause. Er lacht dabei und das herzlich
Er scheint trotz Kriegserfahrungen ein geduldiger und weiser Mann zu sein.
Ich bin in guten Händen, wie einst bei Euch. Sitze ich hier am Kamin, so denke ich oft an die gemeinsamen Abende die wir mit guten Gesprächen am Kamin verbrachten. Und an unsere Heimat, wenn mir auch hier im Hause, der Gemeinschaft aus Gondor, ein Stück Heimat gegeben wurde. Die nagende Frage die ich mir stellen muss. Warum schreibe ich nicht an den Vater. Warum an Euch und warum gabt ihr mir in den wenigen Monaten, die ich bei Euch verbringen konnte, mehr mit auf den Weg, als der Vater in meinem ganzen vorherigen Leben? Fragen über Fragen, eine Antwort wird wohl warten müssen. Bevor ich ende, möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich ein Mädchen getroffen habe. Sie ist sehr nett. Will sogar mit mir tanzen. Ich habe ihr festes Schuhwerk empfohlen...
Tanzen, das ist schon fast so eine Herausforderung, wie das Erlernen des Nahkampfes, oder dasselbe nur mit anderen Waffen?

Shairmon mit besten Grüßen

Wären jetzt Leute aus der Gemeinschaft im Hause, könnten sie sicher ein deutliches, lautes Lachen aus dem oberen Stockwerk vernehmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Fr 30. Aug 2013, 12:26 
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Erneut ein Abend am Kamin. Er nimmt Papier und Stift, ein leichtes Grinsen huscht über sein Gesicht, denn was er nun aufschreibt, bringt ihn zum Schmunzeln.

Verehrter Onkel,

ich habe es tatsächlich versucht Tanzunterricht zu nehmen. Da gab es einige leichte Schwierigkeiten. Erstens: nicht ständig auf meine Füße zu achten, zweitens: Die Haltung beim Tanzen und Drittens, das war in der Tat eine echte Herausforderung. Gerade zu bleiben, obwohl die Lehrerin mindestens 2 Köpfe kleiner ist. Insgesamt eine echt akrobatische Leistung. Die erste Stunde verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Trotz der "Größe" der Tanzlehrerin war sie durchaus in der Lage den "Angriffen" meiner Füße schnell ausweichen. Gelacht haben wir viel, wie könnte es auch anders sein, über mich natürlich

Kurz legt er den Stift beiseite, leise lachend
Am Ende der Stunde, meinte sie zu mir, dass Hoffnung bestehe. Ich solle fleißig üben, aber erst einmal alleine, zum, wie nannte sie es, "Schutz der Bevölkerung".
Lachend und schreibt weiter
Vor einigen Tagen hatten wir hier mit der Gemeinschaft ein Fest. Es ist für mich immer ein schönes Erlebnis, wenn alle so beisammen sind. Die Dame mit dem Handkuss, war auch zugegen. Wir haben wirklich nur ein paar Worte gewechselt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, sie wolle keine Worte wechseln und sie dann auch nicht weiter beachtet. Vielleicht hatte sie einen schlechten Tag. Ich nehme es nicht persönlich, warum auch.
Ein schöner Abend mit sehr gutem Essen und natürlich viel Bier

Schaut auf, wieder ein Lachen, leise.
Ich habe mir schon ein paar Silberlinge durch Handel verdienen können. Der Handel mit Fleisch, Früchten und Fellen läuft sehr gut. Es wird Zeit, dass ich unsere Gemeinschaft frage, ob ich nicht doch ein paar Silberlinge für dieses schöne Zimmer zahlen sollte. Für heute soll es genug sein. Morgen werde ich wieder mit meinem Übungsschwert trainieren und übermorgen...
Leicht seufzend
...ist wieder Tanzunterricht. Ich stehe das durch, will ja auch mal mittanzen können. Insbesondere nach dem Fest, wurde mir klar, dass Tanzen irgendwie dazu gehört. Ach, ja die Tanzlehrerin, sie ist ein Hobbit....
Beendet das Schreiben mit einem Lächeln
Gute Wege verehrter Onkel
Shairmon


Auch dieser Brief wandert auf das Bündel der anderen nicht verschickten Briefe auf dem Kaminsims.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: So 1. Sep 2013, 14:37 
Bürger Gondors
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Ein kurzes formelles Schreiben wird am Hause des Volkes Gondors abgegeben. Es ist an Shairmon persönlich gerichtet. Die Botschaft kurz und bündig.

Verehrter Herr Shairmon,

kommen Sie in die Siedlung Breeland, Kastanienstraße 6. Heute zur sechsten Stunde.

gez. Emil Holzmann

Notar


Mehr als nur "überrascht" faltet er den Brief zusammen und geht zum Treffpunkt. Der Notar steht vor einem großen schönen Haus mit gepflegtem Garten.
"Kommen Sie rein Herr Shairmon, nehmen Sie Platz"
Wortlos sieht er sich um. Die Einrichtung ist schon sehr stilvoll.
"Es gibt Nachrichten von Ihrem Onkel, deswegen will ich Euch sprechen"
Tonlos hört er zu
"Ja, auch wenn es schwer ist, Nachrichten zu empfangen aus Gondor, es gibt Mittel und Wege. Euer Onkel lässt Euch die besten Wünsche ausrichten. Die Menschen von Bree reden viel, meistens nur dummes Zeug, Doch vor einer Woche erfuhr ich zufällig, dass es da einen Mann aus Gondor gäbe, auch der "Steinwächter" genannt. Wie ich erwähnte, die Leute reden viel. Ich fragte nach dem Namen des mysteriösen Mannes und siehe da, bekam alle nötigen Informationen. Bis ich alles hatte, benötigte es ungefähr drei Tage, daher komme ich erst jetzt auf Euch zu. Ich wusste sogleich, dass der Name Shairmon, der des Neffen des verehrten Herrn Berenthil sein muss. Der Name kommt nicht sehr häufig vor. Um ehrlich zu sein ich kenne einen solchen Namen nur einmal"
Der Notar fährt ungehindert fort
"Euer hochgeehrter Onkel, war ja verheiratet. Die Dame, warum auch immer, trennte sich und verließ die Heimat um nach Bree zu ziehen. Dumme Geschichte. Nun zu dem Teil, der von Euch von Interesse sein könnte. Euer Onkel gab ihr eine Abfindung und großzügig wie er eben ist, einen Grundbuchteintrag auf ein Haus mit auf dem Weg. In diesem befinden wir uns gerade. Was die Dame nicht wusste ist, dass wenn sie verscheiden sollte, das Haus an den Neffen vererbt wird. Der seid Ihr..."
Fassungslos über alle Neuigkeiten sitzt er da, nahezu in Stein gemeißelt
"Die Dame verstarb vor ungefähr sechs Wochen. Ich habe mich in der Zeit, um dieses Haus gekümmert. Instandhaltung, Pflege und so weiter. Oder es besser für ein Entgeld dem hiesigem Hausverwalter übertragen. Wo wir gerade beim Thema sind. Sämtliche Unterhaltskosten, übernimmt Euer Onkel. Ihr braucht Euch nur um das Haus und den Garten zu kümmern und natürlich einziehen."
Ohne Worte, hört er weiter zu
"Dann bleiben nur noch die obligatorischen Dinge zu klären"
Der Notar ließt ihm den zugehörigem Überleitungsvertrag vor. Es dauert eine Weile, dann steht er auf, bittet Shairmon um seine Unterschrift, auf gutem Pergament geschrieben, überreicht ihm die Schlüssel.
"Meinen Glückwunsch Herr Shairmon"
und würde auch alsbald gehen. Erst jetzt gelingt es Shairmon ein paar Worte zu sprechen:
"Ich habe ein ganzes Bündel Briefe für meinen Onkel, ich würde gerne, dass diese ihn auch erreichen. Es war mir nicht bewusst, dass es doch wohl Wege gibt.."
"Gut, mein Notariat befindet sich in Bree, nahe dem Rathaus. Dort können diese abgegeben werden. Wie erwähnt, leicht ist es nicht, aber ab und an möglich. Sie werden Euren Onkel unversehrt erreichen.Wenn Ihr Fragen habt, seit heute wisst Ihr wo ihr mich finden könnt. Ich bin ein alter Freund Eures Onkels. Ach...ich hörte Euer Onkel gab Euch einen Brief mit auf die Reise. Lest ihn, dann werdet Ihr Einiges verstehen.
Habe die Ehre"

Damit geht der Notar ohne weitere Worte aus der Tür und lässt einen komplett verwirrten jungen Gondorraner namens Shairmon, in einem für ihn viel zu großem Haus, zurück. Stumm geht er durch die Räume, irgendwie voller Freude, dass der geliebte Onkel weiß, wo er ist und er nun Kontakt hat, dann und wann. Die Begeisterung über das Haus hält sich dagegen in Grenzen. Wohl, da er es nicht fassen kann, ein solch schönes Haus sein Eigen zu nennen.
Dabei wollte er doch auch ein kleines bescheidenes Häuschen hier erwerben. Seine Gedanken sind bei seinem Onkel, seinem Mentor und jenen der Gemeinschaft, denen er es natürlich persönlich sagen wird, dass er nun ein eigenes Haus besitzt. Seinem Onkel wird er schreiben, wie immer und diesmal zum Notar gehen, um diese auf die Reise zu schicken.
Wenn auch die Tatsache, wie er an das schöne Eigenheim gelangte, ihn zutiefst beschämt.

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Zuletzt geändert von Shairmon am Mi 4. Sep 2013, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mi 4. Sep 2013, 21:12 
Bürger Gondors
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Nach einem schönen Abend mit wohl neuen Freunden, einem Päärchen aus Bree kehrt er heim, öffnet die Kommode, holt den Brief des Onkels hervor. Nimmt vor dem Kamin im Wohnzimmer Platz und ja, öffnet diesen. Zweieinhalb Wochen früher. Zweieinhalb Wochen vor dem 25 Geburtstag, den Brief, jenen „geheimnisvollen“ Brief seines Onkels.
„Shairmon,
wenn Du diesen Brief öffnest, wirst Du Dich sicher freuen von mir zu hören. Ich weiß allerdings nicht, ob dem noch so sein wird, wenn Du am Ende des Briefes angelangt bist und all das, was vorher für Dich als gegeben, sich dann grundlegend geändert hat. Ich beginne daher mit unserer gemeinsamen Familiengeschichte.
Deine Großeltern, lieber Shairmon, waren alles andere als arm. Dein Großvater entstammt einer alten Adelslinie, ebenso die Kinder und deren Kindeskinder.“

Es ist ruhig in dem Raum. Sehr ruhig. Shairmon blickt stur nach vorne, verweilt einen Augenblick, nimmt den Brief zur Hand, liest weiter
„Dein Vater und Dein Großvater hatten nie ein gutes Verhältnis zueinander. Es endete damit dass Dein Großvater, Deinen Vater aus dem Haus warf und ihn enterbte. Seit dem Tag lebte er bescheiden von seiner Hände Arbeit, nahm sich eine liebenswerte Frau und versuchte zu überleben. Der Kontakt zu seinem Bruder, mir, brach völlig ab.
Eines Abends, ich rauchte vor dem Kamin wie jeden Abend meine Pfeife, dazu einen guten roten Wein, kam einer meiner Hausangestellten zu mir und sagte, ich habe Besuch. Eine junge Frau, etwas aufgelöst, bittet mich zu sprechen, meinte er. Ich ließ sie rein, warum auch nicht, mein Herz immer offen, wenn jemand in Not ist. Ihr Name Galladien . Ich war etwas irritiert, der Name sagte mir was, nur was? Es stellte sich heraus, dass es Deine Mutter war, die mich um ein Gespräch ersuchte. An diesem, jenen für uns drei folgenschwerem Abend, ergab ein Wort das Andere. Sie schüttete Ihr Herz aus. Ich muss gestehen, ein schöner Anblick noch dazu. Worüber wir insgesamt sprachen werde ich mit ins Grab nehmen, aber was an diesem Abend geschah, Dir, nun da Du 25 bist, nicht vorenthalten. Es wurde später und später, die Unterhaltung, vertraulicher. Ein Teil, des Gespräches war, dass Ihr Mann, ihr bittere Vorwürfe machte, sie könne wohl keine Kinder bekommen. Sie hat einfach mein Herz berührt, blieb an diesem Abend und in dieser Nacht bei mir. Ja, Shairmon, wir haben Zärtlichkeiten ausgetauscht. Am nächsten Tag ging sie zurück, zurück zu ihm.“

Ein lautes Seufzen durchbricht die Stille des Raumes
„Deine Mutter wurde schwanger. Ich erfuhr es einige Monate später. Ein guter Freund, ein Arzt, schien wohl bei ihr den fünften Monat festgestellt zu haben. Es bedurfte keiner komplizierten Rechnung meinerseits, die Begegnung mit ihr, jener Abend, war vor ungefähr fünf Monaten. Du bist mein Sohn Shairmon. Ich habe aber nie einen Anspruch erhoben, da ich Deine Mutter schützen wollte und Euch als Familie. Dann als junger Mann zogst Du aus und kamst zu mir. Du kannst jetzt sicher ein bisschen nachvollziehen, wie sehr ich mich freute, meinen Sohn zu sehen und endlich, nach all den Jahren Zeit mit ihm zu verbringen.“
Stille, nur das Knistern des Kamins, nimmt den Brief und liest weiter
„Du selbst sagtest mir, ich sei Dir näher als Dein Vater. Jetzt kennst du den Grund. Ich weiß, dass Du immer Deine bescheidene Art beibehalten wirst und das ist gut so. Zolle den Menschen Respekt, so sie es verdienen, unabhängig von der Herkunft. Wie haben auch ein Familienwappen (Es folgt eine genaue Beschreibung des Wappens)“
Shairmon dreht sich um, sieht das Gemälde an der Wand und erkennt es wieder. Noch vor einigen Tagen fragte er seinen Mentor, was es mit diesem Wappen auf sich haben könnte und dieser ihm doch sagte, es sei ein sehr altes Wappen, wohl älter als das Ölgemälde an der Wand.
Nimmt den Brief wieder zur Hand.
„Unser Abschiedsabend ist uns beiden schwer gefallen. Ich habe Dich sehr ungern ziehen lassen, aber ein junger Mann braucht Abenteuer. In der Zeit brachte ich Dir alles bei, was ein Mann aus unseren Kreisen können und wissen sollte. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, dass Du eines Tages zu mir zurückkehrst um unsere Geschäfte zu übernehmen, als mein Erbe.
Wo immer Du bist, in meinem Herzen bin ich bei Dir. Shairmon Sohn des Berenthil
Dein Vater“

Der junge Mann sitzt noch einige Zeit schweigend da. Dann faltet er den Brief sorgfältig zusammen, legt diesen in seine Schlafzimmerkommode und geht ins Bett. Schlafen wird er wohl nicht in dieser Nacht…

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Zuletzt geändert von Shairmon am Do 5. Sep 2013, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2013, 12:11 
Bürger Gondors
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Shairmon hat nicht geschlafen, die ganze Nacht kein Auge zu getan. Immer wieder geht er durch sein neues Haus, liest den Brief seines Vaters, den er noch vor Stunden für seinen Onkel gehalten hat.
Nach einer Weile versucht er seine Gedanken auf andere Erlebnisse zu konzentrieren;die schönen Begegnungen in Bree.
An den Mann aus Gondor und seiner Verlobten. Die Unterhaltung, welche seitens seines Landsmannes mit viel Skepsis und Fragen begann. Der wohl dachte, dass er an seiner Verlobten interessiert sei. *schüttelt mit dem Kopf*
„Warum, denken die Menschen gleich an etwaige Absichten, wenn man das andere Geschlecht in einem guten Gespräch kennenlernt und es auch bei guten Gesprächen bleiben wird“
Immerhin, es endete positiv mit Gedichten des Landsmannes und einem schönen Ausklang des Abends.
Eine Dame, die ihn, vor einigen Tagen, bat sie zu einem Konzert zu begleiten, da ihr Verlobter auf der Bühne spielte. *Er schmunzelt leicht amüsiert* „Ja, als „Steinwächter“ lernt man Land und Leute kennen“
Das Pärchen, das er gestern wieder traf und letztendlich mit einer Einladung der Beiden zum Apfelkuchen und einem wirklich schönen Abend führte „Wahrlich nette Leute“ *murmelt er*.
Der jungen Frau, die ihm vor zwei Tagen über den Weg lief, oder besser gesagt sie eher ihm und sich bei ihm als Köchin „bewarb“
*laut lachend*
„Ja, sehe ich denn so verhungert aus?“ Es überkommt ihm schon ein seltsames Gefühl, das sich jemand bei ihm um eine Arbeit bemüht, wo er doch allen gesagt hat, er komme aus einfachen Verhältnissen.
„Nun heute will sie mich wieder sehen, ich weiß ehrlich nicht so genau warum eigentlich“
*grinst ein wenig, wird dann wieder ernster*
„Vorerst wird niemand, von diesen Neuigkeiten erfahren. Ist doch auch nicht von Belang. Das mit der Erbschaft kann ja jeder wissen, das Andere, nein, noch nicht. Und wenn nur einer, mein Mentor. Alles zu seiner Zeit“
*Nimmt ein Stück Brot mit in den Garten, setzt sich gemütlich unter einen der großen Bäume und begreift ganz langsam, dass sein Leben sich verändert hat.*

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: So 8. Sep 2013, 11:34 
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Nach einem langen und gutem Gespräch mit seinem Mentor, setzt er sich vor den Steinofen seines Wohnzimmers, nimmt Papier und Stift hervor, beginnt zu schreiben. Es bedarf einiger Versuche, er weiß nicht, nach all den Neuigkeiten, was er schreiben soll und vor allem, wie beginnen.

Vater,
ich habe Deinen Brief gelesen. Natürlich hat es mich verwundert und gefreut zugleich. Doch brauche ich eine Weile all dies zu verarbeiten und vor allem zu verinnerlichen.
Inzwischen genieße ich mein neues Heim und habe doch so einige nette Menschen hier kennengelernt. Das Pärchen mit dem Apfelkuchen

Schmunzelnd schaut er kurz ins Feuer und schreibt weiter
Ich treffe die Beiden oft in Bree. Sie werden bald heiraten. Das ist etwas sehr Schönes im Leben eines Menschen, wenn man liebt und weiß, das man geliebt wird. Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus. Nein, der Vater der Braut ist wohl seit einigen Tagen unauffindbar. Sie waren beide betrübt. Ich riet Ihnen zu schreiben, damit er antworten kann, wissend, das die Beiden auf ihn warten.
Holt einmal kurz tief Luft.
Schon während unseres Gespräches sah ich das "Unheil" auf mich zukommen...
Ein herzliches Lachen durchbricht die Stille
Das Ende, oder besser gesagt der Anfang allen "Übels", war der Vorschlag der Braut, Ich könne sie doch zum Altar führen. Beide schienen sich schnell einig zu sein. Nun, wie könnte absagen und nicht helfen. Habe ich das von Dir? Selbstverständlich, mache ich das und gerne. Da ich aber so gar keine Ahnung habe, bin ich sehr gespannt wie das alles ablaufen wird. Um den Ablauf im Rahmen aller Beteiligten zu üben, findet heute eine Art "Generalprobe" statt. Gut dass ich Tanzstunden habe, ja da geht es wirklich voran, hätte ich nicht gedacht. Damit besteht eine kleine Hoffnung, dass ich der Braut nicht auf den Füßen herum treten werde. Am nächsten Tag bin ich in die Stadt, um mir vernünftige Kleidung zu kaufen, für den großen Tag der Beiden. Sie sind mir ans Herz gewachsen und Freunde geworden.
Eine kleine Pause folgt
Ich vermisse meine Heimat sehr. Allerdings haben sich die Gefühle, so ich zurückkehre und das werde ich sicher eines Tages, wenn die Wege passierbar sind, etwas geändert. Sind sie doch gemischter Natur. Einen Onkel der mein Vater ist und einen Vater, der mein Onkel geworden. Das alles braucht seine Zeit. Du sollst aber wissen, dass trotz aller Wirren, meine Gefühle guter Natur sind, ich brauche einfach Zeit.
Da ist noch etwas. Ich habe mich verliebt, so kann das gehen. Die Zeit wird es zeigen, ob es mehr wird oder nicht. Von der ersten Begegnung an war es um mich geschehen. Seit gestern weiß ich, ihr geht es genauso, wie mir.
Dieses...Bree

Lachend
Eine Frau, die mich bekocht hat, um Anstellung zu finden, eine Andere die ich zum Altar führen soll, ein ausgezeichneter Dichter aus Gondor, seine liebenswerte Verlobte und...diese bezaubernde junge Frau, welche mein Herz berührt hat, wie keine Andere. Das Schicksal wird es fügen. Ich vertraue darauf. Ich habe all die Dinge meinem Mentor berichtet. Er zeigte viel Verständnis, was mein Vertrauensverhältnis zu ihm mehr denn je gestärkt hat. Ich bin sehr froh, das die Gemeinschaft mich einem so klugen und erfahrenem Mentor unterstellte.
Und nicht zuletzt einen Vater, den ich wohl schon immer gerne als Solchen betitelt hätte.
Dein Sohn
Shairmon

Vorsichtig legt er den Brief zu dem des Onkels in die Kommode. Ob er diesen abschicken wird? Die Zeit wird es zeigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Briefe an den Onkel
BeitragVerfasst: Mo 16. Sep 2013, 12:57 
Bürger Gondors
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Wohnort: Dol Amroth Gondor
Ein neuer Tag, der Sonnenaufgang sichtbar, die Nacht durchbricht. Er sieht aus dem Fenster. Viel ist passiert, nichts Spektakuläres, oder doch? An diesem Morgen ist er nicht alleine in seinem Haus. Lächelnd und vor allem leise holt er Papier und Stift zur Hand, versucht zu schreiben ein Gedicht, für Sie, jenes Mädchen, dass wohl einfach sein Herz berührte.
Ich bin mir meiner Seele
In deiner nur bewusst,
Mein Herz kann nimmer ruhen
Mein Herz kann nimmer schlagen
Als nur für dich allein.
Ich bin so ganz dein eigen,
So ganz auf immer dein. - -

Er liest den Text noch einmal durch. Nein, hochnotpeinlich scheint es ihm. Das Papier samt Text verschwindet in einer der Kommoden. Schmunzelnd „Ich mache mich doch lächerlich“ leise zu sich flüsternd. Wieder ein neues Papier und wie gewohnt, nur zu einer anderen Tageszeit erneut einen Brief an den Vater, seinen „ehemaligen“ Onkel.
„Vater“
Holt tief Luft, zu ungewohnt, immer noch für ihn.
„Dieses Bree mit seinen vielen Leuten. Ich bin gar schon sechs Wochen hier. Eigentlich habe ich nur Gutes zu berichten, mit einer Ausnahme, dass ich meine Heimat und auch Dich vermisse, unabhängig von den Neuigkeiten Deines Briefes an mich. Ich habe Freunde hier gefunden, ganz unterschiedlich sind sie. Die Gemeinschaft, Menschen, Hobbits, eine Elbin, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Komisch, sie war diejenige, der ich zuerst von Ihr erzählte. Dem Mädchen mit dem wunderbarem Lächeln“
Kurz hört er auf, merkt er doch, dass seine Gedanken wohl ständig bei Ihr sind
„Mittlerweile, haben wir zueinander gefunden. Ganz langsam lernen wir uns kennen. Das ist auch gut so. Nichts überstürzen, im Gegenteil, diese vorsichtige Annäherung ist für uns beide wichtig und auch sehr…“
Grinsend über sein ganzes Gesicht
„..romantisch. Ich will Euch aber nicht langweilen. Ihr sollt wissen, dass ich glücklich bin. Warum auch immer werde ich häufig eingeladen zu Festlichkeiten, was mich wirklich ehrt. Neulich waren wir…“
Bemerkend den Plural
„…auf einer spontanen Feier eingeladen. Ein wirklich gelungener Abend! Poesie in Lied und Wort. Beeindruckend diese Talente. Anschließend bis spät in die Nacht: Rätselraten. Nein, ich bin nicht gut darin, aber alle Anwesenden hatten eine Menge Spaß. Am Abend davor: Bardenwettbewerb. Ich stehe immer da voller Bewunderung. Einen Sieger, beziehungsweise eine Siegerin gab es auch. Sie kann sehr schön die Harfe spielen. Meine Gefährtin…“
Schaut auf, hatte er da gar das Wort Gefährtin geschrieben? Bestätigend mit einem Schmunzeln, ist sie es doch, warum also nicht dem Vater dieses Wort schreiben. Nicht nur ein Wort, eher ein Gefühl aus tiefstem Herzen.
„..hat ihn gewonnen den Wettbewerb und auch für mich ein Lied vorgetragen. Du kannst Dir sicher vorstellen, ich war tief berührt. Anschließend lernte ich auch ihren Lehrer kennen. Eine interessante Persönlichkeit. Freundlich, verschlossen, eher geheimnisvoll. Irgendwie habe ich den Eindruck, Künstler sind speziell.“
Lachend, aber leise, er ist ja nicht alleine.
„In der Gemeinschaft werden demnächst auch Unterrichtseinheiten im Umgang verschiedenster Waffen abgehalten. Die Idee hatte jemand an einem unserer Kaminabende und fiel bei uns allen sofort auf fruchtbarem Boden. Es geht immer bereit zu sein, wenn wir zurückkehren nach Gondor!“
Fast schon in Aufbruchsstimmung.
„Ich habe auch noch Unterricht bei meinem Mentor. Eine neue junge Frau, war beim letzten Kaminabend dabei. Fast hätte ich den Anfang verpasst, sollte ich doch den Zapfhahn säubern. Das war schon eine Herausforderung, mein erstes Mal…Auseinanderschrauben geht, aber das Zusammenbauen…Es hat aber funktioniert, wenngleich die Tücher, vorher doch mal eine Reinigung hätten vertragen können. Sie war zehn Jahre unterwegs, eine lange Zeit und schläft jetzt da oben im Gästezimmer, so wie ich einst, es durfte.
Tanzstunden. Mittweilerweile hat die Tanzlehrerin das Takttempo erhöht. Es geht besser ….ein bisschen, Schritt für Schritt im wahrsten Sinne des Wortes. Noch habe ich mir weder Beine oder Arme gebrochen…“

Wieder lacht er leise. Ja, bei den ersten Stunden des Fortgeschrittenenkursus, wäre er doch glatt der Schwerkraft anheim gefallen, doch ein Holzpfosten, „rettete“ ihn in letzter Minute. „Immer dieses links, rechts..“
Amüsiert schreibt er weiter, wird dann wieder ernster.
„Ich denke oft an Dich, hoffe inständig bald von Dir zu hören, nur ein kleines Zeichen, ein paar Zeilen. Bleiben doch Fragen: Wie geht es meiner Mutter, meinem Onkel, ehemals „Vater“ genannt und vor allem wie geht es Dir?
Grüße Dein Sohn Shairmon“

Legt den Brief, gefaltet in die Kommode. Jeden Tag, ein kurzer Besuch beim Notar. Hoffnung auf ein Schreiben aus der Heimat, doch dieser verneint mit den Worten: „Geduld junger Mann, wir haben zwar Wege gefunden, doch alles braucht eben Zeit. Er wird sich melden, ich warte bereits auf den Boten. Die Wege hin und zurück können sich täglich, je nach Feindeslage ändern. Wir können froh sein, dass es Möglichkeiten gibt, wenn auch spärlich.“
Dann macht er Frühstück, ist ja nicht alleine an diesem Tage…

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